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Info

OT:
Army of Darkness


AT:
Evil Dead 3
Tanz der Teufel 3: Armee der Finsternis

Jahr: USA 1992

R, B: Sam Raimi
B: Ivan Raimi
K: Bill Pope
M: Joseph LoDuca
D: Bruce Campbell, Embeth Davidtz, Marcus Gilbert, Ian Abercrombie

Quelle: TV (RTL 2)

 

Inhalt

Ash (Bruce Campbell) ist Verkäufer in der Haushaltwarenabteilung eines großen Supermarkts: ein eher kleines Licht mit umso größerer Fresse. Eines Tages findet er in einer Hütte im tiefen Tann, die er zwecks Knatterei mit Freundin Linda (Bridget Fonda) aufgesucht hat, eine uralte Schwarte. Diese entpuppt sich als das sagenhafte Necronomicon, dass Buch der Toten. Lange Rede kurzer Sinn: Ash verliert nach kurzer Lektüre Freundin Linda und seine rechte Hand und landet über eine Art Wurmloch irgendwo im Mittelalter. Mit dabei sind nur seine Kettensäge, eine doppelläufige Schrotflinte und das jetzt schrottreife Wrack seines Autos.
Schon bald nach seiner eher unsanften Landung in einer unwirtlichen Gegend greifen Ash die Reisigen von Lord Arthur (Marcus Gilbert) auf, denen das Großmaul schnell gehörig auf den geharnischten Sack geht. Um die Nervensäge loszuwerden, soll sie mitsamt einigen Kriegsgefangenen ein paar Zombies geopfert werden, die in einer Grube inmitten von Arthurs Burg hausen. Dank seiner Kettensäge verhackstückt Ash die Zombies kurzerhand und wird von den Rittersleut’ infolge als „Der Prophezeite“ gepriesen. Der soll, Legenden zufolge, eine wichtige Rolle im Kampf gegen die erstarkenden Untoten spielen.
Ash will allerdings nur nach Hause. Der Weg dorthin führt aber nur über das Necronomicon, das sich auf einem verfluchten Friedhof befinden soll und nur durch einen Zauberspruch beherrscht werden kann. Also macht er sich auf den Weg. Da unser Superheld bis zum Friedhof diesen Spruch aber vergessen hat, beschwört er mit dem Einsacken des verfluchten Buchs die Armee der Finsternis herauf. Und die ist auch hinter dem Wälzer her. Nach vielem Heulen und Zähneklappern entschließt sich der Gutste , den Menschen gegen die Untoten zu helfen und zu beweisen, dass mehr in ihm steckt als ein Sack voller Sprüche. Die im Kofferraum seines Autowracks gebunkerten Chemie- und Physikbücher leisten bei den Verteidigungsanstrengungen hervorragende Dienste.

Zitate

Ash, ganz Arschloch (Zwinkern):
„OK, ihr stumpfsinnigen Blechköpfe. Jetzt hört mal zu: Das ist mein Zauberstab.“ (Ash präsentiert der staunenden Menge seine Remington)

„Na, toll, ’ne Pferdedecke hat mir noch gefehlt.“ (Die hübsche Sheila (Embeth Davidtz) hat über Nacht für Ash einen Wollumhang angefertigt)


Magier (Ian Abercrombie): „Sprachst du die Worte, als du das Necronomicon aus seiner Wiege nahmst?“ – Ash: „Ja, so ungefähr. Gut, ich habe vielleicht nicht jede einzelne kleine Silbe wiederholt, aber grundsätzlich habe ich sie gesagt.“ ((Lächeln))

Die Kritik des Gunslingers:

Mit dem dritten Teil seiner „Tanz-der-Teufel“-Trilogie schraubt Sam Raimi den Comedyanteil noch mal kräftig hoch, ohne dass dies auf Kosten der Horrorelemente geht. Redaktionsliebling Bruce Campbell kämpft als Großschnauze Ash zum dritten Mal mit den grauseligen Auswüchsen, die die Lektüre des verfluchten Necronomicons mit sich bringt. Das „Buch des verrückten Arabers Abdul Alhazred“ hat übrigens der US-Autor H.P. Lovecraft erfunden und seitdem einen festen Platz in der Mystery- und Horror-Szene. Schlauscheißer-Modus aus.
Der dritte Teil zieht lockere Verbindungen zum zweiten, an dessen Ende Ash Freundin Linda und seine rechte Hand verliert und ins Mittelalter gesaugt wird. Hier passiert dies in einer von Ash kommentierten Rückblende, die den Streifen eröffnet. Raimi strapaziert fortan nicht nur die Lachmuskeln, die dank einer Tour des Force von Bruce Campbell nur selten Pause haben, sondern galoppiert auch quer durch die Filmgeschichte. Die aus ihren Gräbern auferstandenen Skelette und die Untoten-Armee sind zumeist per Stop-Motion animiert und erweisen so Pionier Ray Harryhausen Referenz; die Episode mit den dämonischen Mini-Ashs erinnert nicht von ungefähr an den Klassiker „Gullivers Reisen“; und nicht zuletzt der Zauberspruch „Klaatu Verata Nektu“ ist direkt inspiriert von dem Spruch, der in „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ den Riesenroboter Gort kontrolliert. Um hier nur die auffälligsten Zitate zu nennen.
Der Film ist zwar nicht ganz frei von Längen, bietet aber Irrsinn in Tüten – was machen beispielsweise die Wissenschaftsschwarten in Ashs Kofferraum? – und ein Feuerwerk der guten Laune. Dazu sind Atmo-, Maske und Creature-Design exquisit, so dass wir an dieser Stelle nicht allzu kleinlich sein wollen.

Rating: $$$$$- (ein halber Fan-Dollar für Bruce (Zwinkern))

Splatter:

5/10