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Boneyard, The

Info

OT: 
The Boneyard

Jahr: USA 1991
R: James Cummins
B: James Cummins
K: Irl Dixon
M: John Lee Whitener
D: Ed Nelson, Deborah Rose, James Eustermann, Denise Young

Quelle: DVD (MIB)

 

Inhalt

Es ist mehr als ein Haufen Scheiße, der deftig müffelnd an den Hacken von Police-Lieutenant Callum (Ed Nelson) und seinem Assi Mullin (James Eustermann) klebt. Kürzlich nämlich sind drei Kinderleichen aufgetaucht, in deren Mägen sich laut Autopsie frisches Menschenfleisch befand, dazu noch offensichtlich post-mortal verzehrt. Zusätzlich faselt Mr. Chen (Robert Yun Ju Ahn), Bestattungsunternehmer und Leiter des gerichtsmedizinischen Instituts, etwas von einem Rache-Fluch, der ihn und seine Familie seit Generationen heimsucht. Anschließend fährt er in die Klapse ein, um dort später durch Suizid endgültig aus dem Film zu verschwinden. Alles also muy misterioso und damit ein möglicher Fall für Callums alte Bekannte mit dem zweiten Gesicht, Alley Oates (Deborah Rose).
Alley willigt nach einigem Zögern ein, den ratlosen Bullen zu helfen und lässt sich in der Autopsie ein paar Haare von den toten Kindern absäbeln - als Rohmaterial für spätere Visionen. Die stellen sich auch prompt ein, doch da ist das Unheil in der Leichenhalle bereits im Gange: Die verschiedenen Kleinen sind zwar kalt, aber nicht so richtig tot und haben mörderischen Kohldampf auf Frischfleisch. Nun geht’s darum, abschließend zu klären, ob in der Asservatenkammer eingesackte Wummen und dort vorhandene Sprengmaterialien ausreichend durchschlagskräftig sind, um hungrige Kindermäuler zu stopfen und mutierte, gefräßige Riesenpudel stumm zu machen.

Zitate

„Oh, Mann: Letztes Jahr hatten wir einen überreifen Kunden hier. Eine Wasserleiche. Die wurde unten aufgeschnitten, und die ganze Brühe lief hier über den Boden.“ (Miss Poopinplatz ;-) (Phyllis Diller) plaudert aus ihrer geschätzt 100-jährigen Berufspraxis)

Dana (Denise Young): „Das alles ergibt keinen richtigen Sinn mehr!“ (Finde ich auch)

Die Kritik des Gunslingers:

Ich vermute einfach mal, dass Regisseur und Drehbuchautor und eher als FX- und „Masken“-Mann bekannte James Cummins (z.B. "E.T.", "Das Ding aus einer anderen Welt", "DeepStar Six") durchaus vor hatte, einen ernsthaften und einigermaßen ambitionierten Horrorstreifen zu drehen. Bis sich nämlich die Kinder vom Totenbettchen erheben, um lecker Essen zu fassen, verkneift sich der Film ausgeprägte Albernheiten. Die Kameraarbeit ist solide, und auch der Score ist nicht übel: nicht der für derlei Cheapo-Produktionen eher typische Synthiebrei, sondern eine zumindest teilweise mit richtigem Orchester eingespielte Horror-Untermalung. Zudem sind die kleinen Monster gut animiert.
Dann aber kommt es zum Bruch: Zum einen verschleppt der Streifen völlig willkürlich das Tempo, indem er immer wieder an unpassender Stelle langatmige Dialogpassagen einbaut, um Erklärungen zu liefern. Dann werden auch mit zunehmender Filmdauer die schauspielerischen Defizite des Casts überdeutlich, mal ausgenommen die Ed Nelson, Norman Fell als pferdeschwanztragender Leichendoc, sowie Phylllis Diller, alle drei so was wie Urgesteine.
Nun wird der Zug kurzerhand aufs Trashgleis umgeleitet. Da werden tot geglaubte Selbstmörderinnen vom Coroner auf zusammenbrechender Bahre per beherztem Autopsie-Halsschnitt fast tatsächlich ins Jenseits befördert; fährt die ohnehin kauzige Miss Poopinplatz aufgrund von Monsterschleim aus der Haut und mutiert der fiese Pudel „Schnuckiputz“, nachdem er Leichenschmodder aufgeschlabbert hat, zum Aggro-Riesenköter. Ganz groß auch die Szene, in der die füllige Alley mit der Kiste in einem für sie zu schmalen Durchschlupf hängen bleibt, während hinter ihr „Schnuckiputz“ Randale macht. Als Waffen dienen den Bedrängten eine recht spacige Gatling, mit der selbst ein Vollpfosten zum Rambo mutiert, und Dynamit aus der Asservatenkammer, ein Gabelstapler sowie elektrischer Strom.
Exquisit beschissen ist die deutsche Synchro, die deutlich asynchron läuft und auch sonst eher dilettantisch geraten ist.
Das habe ich alles in allem aber schon wesentlich schlechter gesehen, und die Pilsette rutschte auch recht entspannt. Mein Urteil: Daumen hoch auf dem Trash-O-Meter.

Rating: $$ (Trash: $$$$)

Splatter:

5/10

 

 

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