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Info

OT: 
Candyman
AT:
Clive Barker's Candyman

Jahr: USA 1992
R, B: Bernard Rose (nach Clive Barker)
K:
Anthony B. Richmond
M:
Philip Glass
D:
Virginia Madsen, Tony Todd, Kasi Lemmons, Vanessa Williams

Quelle: VHS (Columbia Tristar Homevideo), TV (Das Vierte)

 

Inhalt

Helen Lyle (Virginia Madsen) und ihre Freundin Bernadette (Kasi Lemmons) schwiemeln gerade ihre Promotion zum Thema „Urbane Legenden“ zusammen. Im Lauf ihrer Recherchen stoßen die Beiden auf die Geschichte vom „Candyman“, dem immer noch zahlreiche brutale und unaufgeklärte Morde in die Schuhe geschoben werden.
Der „Candyman“ war ein schwarzer Portraitmaler, der den Fehler machte, Ende des 19. Jahrhunderts die Tochter eines seiner reichen Auftraggeber zu schwängern. Daraufhin nahm ihn sich ein gedungenes Rollkommando kräftig zur Brust, was der Gutste nicht überlebte. Wer nun fünfmal vor dem Spiegel seinen Namen laut ausspricht, ruft ihn herbei … und natürlich seinen Fleischerhaken, den er anstelle einer rechten Hand trägt.
Die Spuren der Legende fokussieren sich auf das verkommene Chicagoer Viertel Caprini Green: Hier geschah einst das Verbrechen am „Candyman“; hier hat er eine verschworene Gemeinde, und hier werden immer wieder Menschen blutigst ins Jenseits befördert. Als die Bullen eine Gang dingfest machen, deren Anführer (Terence Riggins) gerne mit einem Fleischerhaken herumfuchtelt, scheint das Rätsel um Morde und Legende mit einem Schlag gelöst.
Doch dann beginnen Helens Visionen, in denen ihr der „Candyman“ (Tony Todd) erscheint und sie drängt, sein „Opfer“, seine Gefährtin zu werden. Der Sympath beginnt eine neue Metzel-Mordserie, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen und seine zweifelnde „Gemeinde“ wieder auf Kurs zu bringen. Mit einem Mal sieht sich Helen als mutmaßlich vom Wahnsinn umflorte Hauptverdächtige im Zentrum der Ermittlungen. Die Tatsache, dass alle Indizien gegen sie sprechen und ihre wenig glaubwürdige „Candyman“–Story tragen nicht gerade dazu bei, ihre Position bei den Bullen zu verbessern.

Zitate:

„Sein Ding lag in der Toilette. Er hat mir sehr Leid getan.“ (Der kleine Jake (DeJuan Guy) geht bei der Beschreibung eines „Candyman“-Mordes in medias res)

Helen: „Kenne ich Sie?“ – Candyman: „Nein, aber du hast an mir gezweifelt.“ – H: „Tut mir leid, ich muss gehen.“ „Du musst noch nicht gehen. Du wolltest die Vergangenheit nicht ruhen lassen, und deshalb war es meine Pflicht zu kommen. Werde mein Opfer!“

Candyman: „Komm mit mir. Du wirst eine unsterbliche Legende!“

Die Kritik des Gunslingers:

Frei nach Alfons Schubeck: „Kann man lassen.“ Gut gemachter Non-Teenie-Slasher, dessen soziale Botschaft zwar etwas aufgesetzt wirkt, der aber eindeutig durch seine Atmosphäre punktet.
Dazu tragen einmal die wirklich gelungenen und düsteren Bilder bei: Hier hat man auf hektisches Pseudo-Tempo vieler moderner Horrorflicks verzichtet, die versuchen, fehlende Substanz durch schnelle Schnittfolgen zu kaschieren. Der sparsam eingesetzte sphärische Elektro-Score von Philip Glass tut ein Übriges, die Szenerie zu unterfüttern. Sehr schön ist, dass sich der Film Zeit nimmt, seine Geschichte zu entwickeln und die Spannung klassisch, also schrittweise aufbaut.
Gut gefallen hat mir dabei der Dreh, für die Geschehnisse immer das Fenster für eine natürliche Erklärung offen zu lassen, das sich bis zum Ende hin nicht wirklich schließt. Lediglich letzteres, das Ende nämlich, wirkt schwach, weil hier mit Gewalt noch ein am Haken herbeigezogenen Schockeffekt eingebaut wird. Ansonsten: keine Klagen, werte Gemeinde. Die Darsteller sind durch die Bank glaubwürdig, obwohl Todd als „Candyman“ für meinen Geschmack eine Idee zu lieb rüberkommt ... ist aber natürlich auch ein reizvoller Gegensatz zur gar nicht lieben Haken-Action.

Rating: $$$$

Splatter:

6/10

 

 

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