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Chair, The

Info

OT: 
The Chair

Jahr: KAN 2007
R: Brett Sullivan
B:Michael Capellupo
K: Klarash Sadigh
M: Kurt Swinghammer
D: Alanna Chisholm, Lauren Roy, Nick Abraham, Paul Soren

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Psychologiestudentin Danielle (Alanna Chisholm) mietet eine neue Butze, um sich hier in Ruhe über das Thema ihrer anstehenden Abschlussarbeit klarzuwerden. Schon direkt mit dem Einzug merkt die Gutste, dass was nicht stimmt mit der Hütte: unerklärliche Geräusche, Bücher, die sich wie von Geisterhand aufstapeln, Küchenmesser, die ein seltsames Eigenleben entwickeln. Ihr Umfeld, in erster Linie bestehend aus ihrer Schwester Anna (Lauren Roy), schenkt den Befürchtungen erst einmal nur in soweit Beachtung, als das man einen neuen paranoiden Schub bei der diesbezüglich vorbelasteten Danielle vermutet.
Aber bald schon erhärten sich die Indizien, dass nicht Paranoia, sondern Paranormales hinter den Erscheinungen stecken könnte. Klingt ja zumindest so ähnlich, nech. Recherchen im Internet ergeben außerdem, dass sich Danielle ein wahres Gruselhaus als Bleibe ausgesucht hat. Hier nämlich scheint noch der Geist des sadistischen Kindermörders Crowe (Adam Neybold) umzugehen, der 100 Jahre zuvor mithilfe eines speziell konstruierten Folterstuhls Knäblein vom Leben zum Tode befördert hatte. Doch Crowe ereilte sein Schicksal, als ihn der Großvater (Paul Soren) eines seiner Opfer, ein damals bekannter Magier, in einem bizarren Ritual kräftig abstrafte.
Danielles mentaler Verfall schreitet indes zunehmend voran, und der noch vorhandene, aber in Einzelteile zerlegte Spezialstuhl darf bald seinen Dornröschenschlaf beenden.

Zitate

„Ich denke, dass es eine logische Erklärung dafür geben muss.“ (Tadaaaa!)

Die Kritik des Gunslingers:

Netter kleiner Horrorfilm, der sich der Themen Spukhaus und Besessenheit annimmt. Schon die Butze Danielles ist gut gewählt. Das Haus ist schwer verwinkelt, mehrgeschossig und sehr knarzig. Hier knarren die Dielen; dort nebelt es durch eine offene Tür; dann poltern wieder Bücher vom Regal. Die Kamera arbeitet dabei nicht nur die räumlichen Gegebenheiten schön aus, indem sie etwa die Flure länger erscheinen lässt. Immer wieder nimmt sie eine subketive Position ein, schaut aus dem Fenster, streift durch die Gänge, beobachtet Danielle bei ihren täglichen Verrichtungen. Schnell ist also klar, dass die mental eh angeschlagene Studentin nicht allein ist. Dazu wabert im Hintergrund der Score, eher für einen Geräusch- und Klangteppich sorgend, denn für musikalische Untermalung. Sehr stimmungsvoll, und das nahezu ohne Effekte.
Das gilt auch für Splattereien, die kaum vorkommen. Der titelgebende Stuhl meuchelt die Opfer zudem zwar brutal, doch unblutig, und kommt ohnehin erst in der zweiten Filmhälfte richtig in Fahrt.
Besonders Alanna Chisholm bietet eine famose Leistung, indem sie den charakterlichen Wandel von der verschreckten Studentin zur Besessenen sehr subtil und damit glaubhaft darstellt. Als sehr intensiv empfand ich die Szene, in der sie dem Nachbarsjungen Jacob (Nicholas Tortolano) – ein für später bereits auserkorenes Opfer – unter Zeitdruck die Kette wieder aufs Fahrrad pfriemelt, während drinnen ein Stuhlpatient auf die Weiterbehandlung wartet und natürlich versucht, sich zu befreien. Obwohl die Tele5-Fassung als ungekürzt gilt, fehlt meiner Meinung nach eine Szene, die andernorts beschrieben ist.
Alles in allem ein gelungener Grusler, der aber ein wenig unter Plotschwächen leidet.

Rating: $$$$

Splatter:

4/10

 

 

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