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Dead Snow

Info

OT: 
Død Snø

Jahr: NOR 2009
R, B: Tommy Wirkola
B: Stig Frode Henriksen
K: Matthew Weston
M: Christian Wibe
D: Vegar Hoel, Charlotte Frogner, Stig Frode Henriksen, Lasse Valdal

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Um die Seele baumeln zu lassen und ein wenig Spaß zu haben, machen sich vier Medizinstudenten nebst weiblichem Anhang auf in eine einsame Skihütte. Sara (Ane Dahl Torp), eine der Frauen und Besitzerin der Butze, entscheidet sich, den Weg über die Berge kompletto auf Ski zurückzulegen und etwas später zur Gruppe zu stoßen. Dass bald aber ganz was anderes baumeln wird als die Seele, ahnt zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand, vom geneigten Zuseher mal abgesehen (wink).
Doch der Reihe nach: Während man auf die überfällige Sara wartet, kriegt das Grüppchen am Ankunftsabend Besuch von einem Wanderer (Bjørn Sundquist), der um einen Kaffee anheischig wird. Nachdem er die Bio-Plörre unserer Studenten kräftig gedisst hat und auf Pils umgestiegen ist, gibt’s zur Selbstgedrehten auch eine Geschichte. Und die handelt von Oberst Herzog (Ørjan Garnst) und seiner Schweinebande, die während des Zweiten Weltkriegs in der Gegend durch gepflegte Sauereien auffällig geworden waren. Herzog und ein erklecklicher Haufen der Seinen entkamen kurz vor Kriegsende einer konzertierten Vergeltungsaktion der Einwohner und verschwanden spurlos in den Bergen.
Nun geht die Mär um, die Nazis gehen hier immer noch um und sind chronisch schlecht gelaunt. Dass in alten Geschichten so manches Körnchen Wahrheit steckt, erfahren die verhinderten Kurzurlauber bald am eigenen Leib.

Zitate

Der Fremde bringt ein paar Bonmots aus dem Genre-Zitate-Schrank:
„Hier sind Dinge passiert, über die die Leute höchst ungern reden.“
„Hier ruht etwas. Was Böses. Das sollte man nicht wecken.“
„Was machst du, wenn du deine eigenen Eingeweide in der Hand hast. Irgendeine Idee?“


Und hier kommen noch ein paar:
Martin (Vegar Hoel): „Ich hab ein ungutes Gefühl.“
Erland (Jeppe Beck Laursen): „Was auch geschieht: Lasst euch nicht beißen!“ (Erland ist Horrorfilm-Freak)

Roy (Stig Frode Henriksen): „Ihr scheißt euch bei Tag wohl in die Hose, was? Oh, Mann, die sind jetzt bestimmt stinksauer.“

Roy: „Dein Großvater ist doch Halbjude. Die werden wohl kaum jemand rekrutieren, der jüdisches Blut in sich hat.“ (Roy versucht Martin zu beruhigen, den ein Zombie gerade gebissen hat)

Die Kritik des Gunslingers:

Um es gleich vorweg zu sagen: Tommy Wirkola zieht in seinem ersten Streifen um den Zombie-Oberst Herzog zwar unterhaltsam den Hut vor allerhand Genre-Referenzen, kriegt aber kein homogenes Ganzes hin. Sein Film verharrt irgendwo zwischen ernstgemeintem Slasher und überdrehter Gore-Sause, als die sich das Werk im zweiten Teil präsentiert. Über das klischeehafte Opening und die ebenso aus dem Genrebaukasten zusammengesetzte Schlachtbankfraktion sehen wir großzügig hinweg: Hauptsache, es groovt, wie wir zu sagen pflegen.
Bis sich die Nazi-Zombies ernsthaft bemerkbar machen, gründelt „Dead Snow“ recht effektvoll in den Gewässern reinen Horrors. Geräusche, Kameraführung und der Score mit seinen harten Elektro-Stopps sind die Instrumente, um Stimmung zu machen. Klar, dass die Butze weder Handy-Netz, noch Innentoilette hat, so dass jeder Schiss in kühler Nacht für einen gewissen Nervenkitzel sorgt.
Doch diesen Duktus hält der Film nicht durch, denn als Oberst Herzog zum Sammeln und später zum Angriff bläst, kehrt sich die Stimmung dramatisch in Richtung muntere Gore-Party. Unsere Jungspunde erweisen sich dabei teilweise als überaus versiert mit dem vorhandenen Hütten-Equipment: die obligatorische Kettensäge, Pumpgun, Äxte und Beile sowie ein von den Zombies erbeutetes Maschinengewehr und nicht zuletzt das Schneemobil erweisen sich als wirkungsvolle Waffen und sorgen für reichlich Mettgut vor der Kamera und das überzeugend serviert. Neben dem Eingeweidemassaker gibt’s zahlreiche augenzwinkernde Scherzereien wie etwa die durch raushängendes Gekröse verhinderte Flucht, garniert mit blöden Sprüchen.
Leider fehlen dem Streifen auf der einen Seite Atmo und Spannung, auf der anderen Seite kommt der Stimmungsumschwung nicht zeitig und kräftig genug. So trifft man das Loch des Donnerbalkens nicht ausreichend exakt, um zu 100 Pro zu versenken, wenn ihr versteht (wink). Zumindest letzteres soll der in diesem Jahr in die Kinos gekommene Nachfolger besser machen.

Rating: $$$$-

Splatter:

10/10

 

 

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