Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Donovans Hirn

Info

OT: 
Donovan's Brain

Jahr: USA 1953
R, B:
Felix Feist
B:
Hugh Brooke
K: Joseph Biroc
M: Eddie Dunstedter
D: Lew Ayres, Nancy Davis, Gene Evans, Steve Brodie

Quelle: TV (WDR)

 

Inhalt

Der Hirnspezialist Dr. Patrick Cory (Lew Ayres) killt zusammen mit seiner Gattin Janet (Nancy Davis) und dem versoffenen Chirurgen Frank Schratt (Gene Evans) eine Menge Affen für den guten Zweck. Es gilt zu testen, ob man Affenhirne auch außerhalb des Körpers am Leben halten kann, um vielleicht irgendwann mal komatösen Alkis oder Unfallopfern einen neuen Denkapparat einpflanzen zu können. Die Versuche laufen am Ende seeehr erfolgversprechend, und so trifft es sich gut, dass unweit von Corys Laboratorium ein Privatflugzeug abstürzt. Der einzige, schwer verletzte Überlebende, der Millionär Donovan, verscheidet unter den Skalpellen Corys und Shatters.
Cory ergreift die Gunst der Stunde, entnimmt Donovans noch lebendes Gehirn und platziert es in einem Tank mit Nährlösung. Das Hirn ist nach wie vor höchst aktiv, reagiert auf äußere Reize, wächst und schlabbert sich jede Menge Nährflüssigkeit rein. Cory beginnt nun, sich intensiv mit Donovans Leben zu befassen, bevor er versucht, via Telepathie Kontakt zu seinem grauen Patienten aufzunehmen. Nur: Zu Lebzeiten war Donovan ein herrischer Fiesling vor dem Herrn und in allerlei illegale Machenschaften verstrickt. Für diese spannt er nun Cory ein, der sich unter dem Einfluss der unheilvollen Hirnströme dramatisch zu verändern beginnt.

Zitate:

„Ich denke, eines Tages wirst du so berühmt sein wie Madame Curie.“ (Nennt man so etwas „Zweites Gesicht“? Immerhin wurde aus Nancy Davis, an die Lew Ayres diese Worte richtet, später Nancy Reagan)

„’nem Toten das Gehirn rauszubauen ist `ne heiße Nummer, und ein Vetter von mir, der ist Anwalt.“ (Der schmierige Paparazzo Herbie Yocum (Steve Brodie) versucht, sein Gehalt aufzubessern)

„Sie haben vergessen, meine Gute, dass Sie und Frank gewöhnliche Menschen mit begrenzten Fähigkeiten sind. Einem so mächtigen und voll entwickelten Gehirn seid ihr hoffnungslos unterlegen. Dank Dr. Patrick Cory wird Donovans Gehirn leben und sich weiter entwickeln - weit über den Körper Dr. Corys hinaus. Schon jetzt kann es jeden Körper beherrschen, leben, wo es will. Jetzt wissen Sie es und sind eine Gefahr. Werfen Sie noch einen Blick auf mein Gehirn, einen letzten Blick.“ (Pat bespricht mit seiner Gattin mehr als nur den Essensplan. Mal ehrlich: Kann nach so einem Monolog noch ein Mord gelingen?)

Die Kritik des Gunslingers:

Ich liebe diese knalligen B-Movies, in denen sich verrrrückte Wissenschaftler in mit blubbernden, zischenden und summenden Apparaten vollgestopften Laboratorien mit abstrusen Experimenten beschäftigen.
Hier läuft der Hase allerdings etwas anders, denn Doc Cory ist ein durch und durch seriöser Zeitgenosse, den erst sein Forschungsobjekt droht, in den Wahnsinn zu treiben. Die beliebten B-Film-Themen Mad Scientist, Dr. Jekyll und Mr. Hyde sowie Besessenheit, abgerundet mit ein wenig Thriller-Atmosphäre, kombiniert Feist zu einer nicht gerade klassischen, aber durchaus genießbaren Mischung. Das in seinem Aquarium aufgeregt vor sich hinfunzelnde Gehirn ist schon großes Kino.
Darstellerisch wird der Film ausschließlich von Lew Ayres getragen, der den Identitätenwechsel völlig ohne Hilfe seitens der Spezialabteilung stemmen muss und dies auch durchaus glaubwürdig zustande bringt. Leider ist das Projekt, mit dem Donovans Hirn sein Opfer „betraut“, zu banal, um wirklich zu packen. So bleibt der Film unter seinen Möglichkeiten.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

0/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien