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Dracula

Info

OT: 
Dracula

AT:
Horror of Dracula (USA)
Dracula 1958 (USA)

Jahr:
GB 1958
R:
Terence Fisher
B:
Jimmy Sangster
K:
Jack Asher
M:
James Bernard
D:
Peter Cushing, Michael Gough, Christopher Lee, Melissa Stribling

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Als Graf Dracula (Christopher Lee) den Wissenschaftler Jonathan Harker (John Van Eyssen) als Bibliothekar einstellt, ahnt er noch nicht, wen er sich in die noble Butze geholt hat. Harker nämlich ist in erster Linie Vampirjäger und wild entschlossen, dem saugenden Grafen endgültig die Zähne zu ziehen. Bereits in der ersten Nacht macht sich ein weiblicher Vampir (Valerie Gaunt) an des Jägers Kehle zu schaffen, so dass für den nun Eile geboten ist: So sucht und findet er am nächsten Tag das Versteck der Blutsauger. Blöderweis’ pfählt er nun erst die Frau, so dass Dracula dem Gutsten den Garaus bereiten und in seine Armee der Untoten einreihen kann.
Nun tritt Harkers Freund und Kupferstecher Dr. van Helsing (Peter Cushing) auf den Plan, der dem Verschollenen nachspürt und ihm schlussendlich per Pfahl Erlösung verschaffen kann. Dracula selbst hat sich abgesetzt und bleibt verschwunden.
Zurück in der Heimat muss Helsing erkennen, dass der Vampir hier bereits sein unheilvolles Wirken begonnen hat: Zuerst fällt Harkers Verlobte Lucy (Carol Marsh) lustvoll den Bissen des Grafen zum Opfer, bevor sie kurz darauf frisch gepfählt in die kühle Gruft sinken darf. Dann steht ihre Schwägerin Mina Holmwood (Melissa Stribling) auf der Liste des Vampirs. Getreu dem Motto „In jedes Herz passt ein geweiht Pflock“ machen sich van Helsing und Minas Gatte Arthur (Michael Gough) daran, dem lüsternen Adeligen die ewige Ruhe zu bescheren.

Zitate:

Van Helsing: „Harker hatte einen Grund, hier zu sein. Er wollte Ihnen helfen.“ – Wirt (George Woodbridge): „Wir haben ihn nicht darum gebeten.“ (So ist das halt mit der Nächstenliebe)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit dem 1957 ebenfalls von Fisher/Sangster inszenierten bzw. geskripteten Erfolg von „Frankensteins Fluch“, hatte sich Hammer auf einen Schlag als führendes Horrorfilm-Studio Großbritanniens etabliert. Hammer kaufte nun alle Rechte an den alten Horror-Stoffen der Universal und begann höchst erfolgreich mit einer Serie von Remakes und Neuverfilmungen, denen das Studio den bestimmten Hammer-Touch verlieh: knallige Farben, liebevoll gemachte Dekors, drastische Effekte, ein gewisser Sadismus und natürlich … Blut auf der Leinwand.
„Dracula“ war der erste dieser Streifen und nach „Frankensteins Fluch“ der zweite Film, in dem Christopher Lee und Peter Cushing aufeinander trafen. Im Vergleich zum großen, immer etwas pomadig wirkenden Universal-Dracula, Bela Lugosi, verlieh Christopher der Figur eine gewisse Smartness und eine Portion Erotik, die hier allerdings noch sehr hintergründig vorhanden ist. „Dracula“ bildete den Auftakt einer Vielzahl von Hammer-Vampirstreifen, bei denen Terence Fisher sowie Freddie Francis zum überwiegenden Teil Regie führten. Als ein solcher führte dieser Streifen auch Standards ein, die bindend fürs Genre werden sollten, wie etwa die nun neue Lichtempfindlichkeit sowie die Abneigung gegen Knoblauch, die frühere Vampirgenerationen nicht kannten.
Vom Setting her enthält der Streifen für mein Dafürhalten Stockfehler: So sind am Anfang etwa sowohl Harker als auch Helsing relativ erschöpft, als sie nach offensichtlich langer Reise am „abgelegenen“ Schloss Dracula eintrudeln. Am Ende ist das Schloss von Holmwoods Heim aber anscheinend nur eine schlappe Tagesreise mit der Kutsche entfernt. Auch die Beschriftungen sind teilweise in Deutsch gehalten, während die Straßenschilder und teilweise die Namen englisch sind. OK, die gesamte Handlung spielt in Transylvanien, doch wird dies a) in der deutschen Fassung nicht eindeutig geklärt und erklärt b) die Entfernungs- und Ausstattungsdiskrepanzen nicht sauber ;-).
Schauspielerisch sticht insbesondere Peter Cushing hervor, der zerquält, puritanisch und durchdrungen von seiner Mission durch die Sets schreitet und hin und wieder Pflöcke einschlägt. Christopher Lee bekommt hingegen zu wenig Leinwandpräsenz, um Akzente zu setzen.

Rating: $$$$-

Splatter:

3/10

 

 

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