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Drei Gesichter der Furcht, Die

Info

OT: 
I tre Volti della Paura
AT:
Les trois Visages de la Peur
The three Faces of Terror/Fear
Black Sabbath
Der Ring der Verdammten (Ö)

Jahr: I/F/USA 1963
R, B:
Mario Bava
B:
Marcello Fondato, Alberto Bevilacqua
K:
Ubaldo Terzano
M:
Roberto Nicolosi
D:
Boris Karloff, Mark Damon, Michèle Mercier, Jacqueline Pierreux

Quelle: VHS (Jünger)

 

Inhalt

Nachdem Boris Karloff himself dem werten Zuseher eröffnet hat, ihm nun kräftig Angst machen zu wollen, entblättern sich drei Geschichten, deren Reihenfolge je nach Schnittfassung variiert.

Der Wurdelak:
Mitte des 19. Jahrhunderts reitet Graf Vladimir (Mark Damon) durch Russland und findet am Wegesrand eine kopflose Leiche mit Doch im Rücken. Er packt den Körper aufs Pferd und erreicht mit einsetzender Dämmerung ein abgelegenes Gehöft, wo er sein Gastrecht in Anspruch nimmt. Hier herrschen Heulen und Zähneklappern, denn seit nunmehr fast fünf Tagen ist der Hausherr (Boris Karloff) verschwunden, dem der Dolch in der Leiche gehört. Der Tote wird als Ali Beq identifiziert: Räuber, Mörder und mutmaßlicher Vampir, im Ortsjargon „Wurdelak“. Nun hatte Vattern gebeten, wenn er allerspätestens nach fünf Tagen nicht zurück sei, solle man ihm anstatt eines warmen Essens lieber kalten Stahl servieren, denn dann sei nämlich auch er ein Wurdelak. Buchstäblich fünf Minuten nach Ablauf der Frist steht der Alte vor der Tür … und hat nicht nur den Kopf von Ali Beq dabei.

Der Wassertropfen:
In einer stürmischen Nacht erreicht die ehemalige Krankenschwester Helen (Jacqueline Pierreux) ein Anruf, gerade, als sie es sich mit Schluck und Grammophon gemütlich machen will: Eine reiche, spleenige, leider auch herzkranke Frau ist im Laufe einer Séance verstorben. Nun bittet das Hausmädchen (Carla Mignone) Helen, ihr bei der Vorbereitung der Leiche für die Beerdigung am nächsten Tag zu helfen. Widerstrebend radelt die Gutste zum feudalen, doch verwahrlosten Landsitz und macht sich an die Arbeit. Nebenher lässt sie einen wertvoll erscheinenden Ring vom Finger der Leiche mitgehen. Hättse aber mal besser bleiben gelassen …

Das Telefon:
Die junge Rosie (Michèle Mercier) erhält des Nachts Telefonanrufe. Während sich zuerst niemand meldet, droht ihr der sinistre Anrufer später mit ihrem umgehenden Ableben. Noch stressiger als die dauernden Anrufe ist die Erkenntnis, dass der Finsterling Rosie ununterbrochen beobachtet. Die Hinweise verdichten sich, dass es sich bei dem Mann um ihren aus dem Knast entsprungenen Ex-Lover Frank Rainer (Milo Quesada) handelt, den sie einst dorthin gebracht hatte. In Panik verständigt sie ihre Freundin Maria (Lidia Alfonsi), mit der sie eigentlich tief zerstritten ist. Trotz des Zoffs verspricht Maria, vorbei zu kommen.

Die Kritik des Gunslingers:

Mario Bava verfilmte drei gruselige Kurzgeschichten nach Motiven von Tolstoi, Tschechow und de Maupassant und verarbeitete sie in der damals beliebten Form des Episodenfilms. Als Conférencier gewann er Altmeister Boris Karloff, der nicht nur in den Streifen einführt, sondern auch selbst in einer Geschichte mitspielt und am Ende – das in meiner Schnittfassung fehlt – alles als Illusion, als Kino „entlarvt“.
Besonders die Vampirgeschichte glänzt dabei mit dem typischen Bava-Touch: wie etwa wabernde Nebelschwaden, die gothisch anmutende Kulissen durchziehen, und knallige Farben, was durchaus eine Verbindung in Richtung der klassischen Hammer-Grusler zieht. Neben Mark Damon ist hier noch weiteres Personal zu sehen, das wir aus späteren Genre-Filmen kennen, wie Massimo Righi und Glauco Onorato.
Die Telefon-Geschichte mit der hinreißenden Michèle Mercier bietet soliden Psycho-Thrill mit Giallo-Elementen. Ein schöner Plot-Twist reißt am Ende die vorhersehbare Handlung herum, wenngleich die Zensurschere für leichte Ungereimtheiten sorgt.
Als enttäuschend dagegen empfand ich den zumeist euphorisch rezensierten „Wassertropfen“, zumal dieser Geschichte um Schuld und Moral eigentlich das größte Potenzial innewohnt. Der Wahnsinn, in den Helen nach dem Diebstahl getrieben wird, ob durchs schlechte Gewissen oder tatsächlich durch einen rachsüchtigen Geist, wird für meinen Geschmack zu oberflächlich abgehandelt. Wie viel besser und auch interessanter, gruseliger hatte das Edgar Allan Poe in seiner Geschichte „Das verräterische Herz“ hingekriegt. Na ja, immerhin sind die Dekors – das verwahrloste, mit Katzen bevölkerte Schloss - und auch die Maske der toten Lady wirklich zum Fürchten, genauso wie die akustischen Spielereien.

Rating: $$$+

Splatter:

2/10

 

 

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