Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Eye - Mit den Augen einer Toten, The

Info

OT: 
Gin gwei 

AT:
Kon Hen Phi (THAI)
Jian Gui (HK)
The Eye

Jahr: HK/THAI/SING 2002
R, B: Oxide Pang Chun, Danny Pang Phat (“Pang Brothers”)
B: Jojo Hui
K: Decha Simantra
M: Orange Music
D: Angelica Lee (“Lee Sin-Je”), Lawrence Chou, Chutcha Rujinanon, Yut Lai So

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Seit ihrem zweiten Lebensjahr ist eine junge Mun (Angelica Lee) blind, bis ihr der Chirurg Dr. Lu (Edmund Chen) eine Netzhauttransplantation angedeihen lässt. Die OP ist erfolgreich, und Mun sieht wieder Licht, aber leider nicht nur dieses. Zunehmend sieht sie nämlich auch Personen, die offensichtlich nur sie allein wahrnehmen kann.
Nachdem Mun aus dem Krankenhaus entlassen ist, verstärken sich diese Erscheinungen, die ihr nun überall begegnen. Dazu gesellen sich Alpträume, die die gleichen, wiederkehrenden Versatzstücke enthalten, und an deren Ende sie immer im selben, fremden Zimmer erwacht. Auch ihr sonstiges Leben, in dem sie als Blinde vortrefflich zurecht kam, gerät aus den Fugen, denn vertraute Fixpunkte wie das Blindenorchester, in dem sie Geige spielte, bleiben ihr nun verwehrt.
Mun ist dem Durchdrehen nahe, zumal sich die Menschen, die ihr immer wieder begegnen, als Tote entpuppen, die teilweise den Absprung ins Jenseits nicht geschafft haben. Glücklicherweise findet sie im Psychotherapeuten Dr. Wah (Lawrence Chu), der Hornhauttransplantierten beim Eingewöhnen zur Seite steht, einen Verbündeten. Wah ist mit der Geschichte zwar ziemlich überfordert, beginnt aber zunehmend, Mun zu glauben. Zusammen reisen sie also nach Thailand, wo die Hornhautspenderin (Chutcha Rujinanon) Muns lebte und starb, denn das neu erworbene „Zweite Gesicht“ scheint eng mit der Transplantation zusammenzuhängen.

Die Kritik des Gunslingers:

Zwar sind Ähnlichkeiten mit „Sixth Sense“ – Geschichte – oder auch „The Ring“ – Stilmittel – nicht ganz von der Hand zu weisen. Doch davon abgesehen ist der Streifen der gerne in Thailand arbeitenden Pang-Zwillinge ein unabhängiger Asien-Grusler.
Gerade im ersten Teil funktioniert die Synthese aus Horror und Drama hervorragend. Einerseits haben wir die im Krankenhaus entstandene Freundschaft zwischen Mun und der kleinen Yingying, die an einem Hirntumor leidet. Sie ist erst einmal das einzige, was Mun nach der Wiederherstellung des Augenlichts emotional bleibt. Während ihre Großmutter (Ying Pin Ko) und Schwester (Candy Lo) ihren eigenen Alltag zu bewältigen haben und Muns wachsenden Ängsten eher genervt gegenüberstehen, gibt ihr Yingying, trotz ihrer knapp bemessenen Lebenszeit, so etwas wie Lebensmut. Auf der anderen Seite die Erscheinungen, die Mun erst einmal gar nicht einzuordnen versteht, ihr aber zunehmend handfest zusetzen. Da servieren uns die Pangs aber einige richtig schmackhafte Gruselmomente, wie den Geist, der bei einer Kalligrafie-Stunde pampig wird *lach*. Das geht mit der Reise nach Thailand zwar ein wenig verloren, wird aber am Ende mit einem gut inszenierten und fotografierten Finale aufgefangen, infolgedessen Mun aber ihr Glück wiederfindet. Wenn auch anders, als anfangs erwartet.
Optisch und atmosphärisch ist der Streifen zumindest bei den in Hong Kong spielenden Passagen gelungen. Im Krankenhaus nehmen wir beispielsweise die Umgebung in weiten Teilen durch Muns wiederhergestellte Augen wahr, sprich: total verschwommen, was für einen zusätzlichen Gruselkick sorgt. Gedeckte Bilder, das Ambiente des etwas trostlosen Mietshauses, in dem Mun mit Großmama und Schwester lebt, und die unberechenbaren Erscheinungen sorgen für eine durchgehend gelungene Schauerstimmung mit den bereits erwähnten Abstrichen.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien