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Frankenhooker

Info

OT: 
Frankenhooker

AT:
Frank Henenlotters Frankenhooker – Verschraubt und genagelt


Jahr: USA 1990
R, B: Frank Henenlotter
B: Robert Martin
K: Robert H. Baldwin
M: Joe Renzetti
D: James Lorinz, Patty Mullen, Joseph Gonzales, Charlotte Helmkamp

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Nachdem Jeffrey Franken (James Lorinz) von ein paar Unis geflogen ist, hat er seine medizinischen Ambitionen aufgegeben und werkelt als Angestellter in einem Stromkraftwerk. Nebenbei beschäftigt sich der selbst ernannte „Bio-Elektroniker“ mit obskuren Basteleien am lebenden Gehirn oder baut – vergleichsweise konventionell – Fernsteuerungen für Rasenmäher.
Dann gerät seine fresssüchtige Freundin Elizabeth Shelley (Patty Mullen) während einer Gartenparty unter einen von Jeff aufgerüsteten, ferngesteuerten Rasenmähern. Jeff ist untröstlich, und in seinem Kellerlab reift der Plan, die Verblichene wieder auferstehen zu lassen. Leider hat er nur den Kopf und ein paar Kleinteile aus dem Fleischsalat, der mal Elizabeth hieß, retten können. Die blubbern jetzt in einer Nährlösung friedlich vor sich hin. Daher müssen jede Menge Neuteile her, um auch gleichzeitig Optimierungen vornehmen zu können, etwa hinsichtlich Oberweite oder Knackarsch. Doch die Zeit drängt: Nur ein anziehendes Super-Unwetter kann den für die Reanimation benötigten Strom liefern, und das wird sich bereits in zwei Tagen entladen.
Jeffrey begibt sich also ins Rotlichtviertel, um *hust* figürlich geeignete Bordsteinschwalben aufzutreiben. Die plant er, mit seinem selbst destillierten Super-Crack – führt zur umgehenden Explosion des Konsumenten – um die Ecke zu bringen und auszuschlachten. Zwar kriegt Jeff im letzten Moment Skrupel, aber als die Mädels der Erfrischungen ansichtig werden, gibt’s kein Halten mehr.
Mit den brauchbaren Resten, verstaut in ein paar Müllsäcken, geht’s nach der Crack-Sause zurück ins heimische Labor. Es gilt, flotti Elizabeth 2.0 zusammen zu schwiemeln. Nach einem ersten wissenschaftlichen Achtungserfolg läuft die Geschichte allerdings rasch aus dem Ruder und völlig anders, als von Jeffrey erhofft.

Zitate

Bulle: „She’s just a big jigsaw puzzle.“ (Das, was der Rasenmäher übrig ließ (Zwinkern))

Jeff: „Jesus Christ. This could get ugly.“ (Das Crack entfaltet überzeugende Wirkung am Meerschweinchen)

Jeff: „I had to do some changes. That’s all.“ (Elizabeth ist nicht überzeugt von ihrem neuen Body)

Die Kritik des Gunslingers:

Low-Budget-Filmer Frank Henenlotter, „bekannt“ geworden durch seine „Basket-Case“-Streifen und „Elmer“, legt hier einen Blend vor aus „Frankenstein“ und „Re-Animator“. Dabei hatte er offensichtlich nie die Absicht, einen Horrorfilm zu drehen, sondern eine überdrehte Revue. Ein Hutziehen sozusagen vor hunderten billigen und billigsten Grindhouse-Streifen, die sich Henenlotter von Jugend an zu Gemüte geführt hatte. Eigenem Bekunden zufolge.
Daraus ergibt sich fast logisch, dass hier Horror nur in höchstens homöopathischen Dosen vorhanden ist, der Schwerpunkt deutlich auf Juxereien liegt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn der Film weiß, richtig gut zu unterhalten. Schon die Eingangssequenz ist sehr schön geraten: Jeffrey bastelt in der Küche von Elizabeths Mutter an seinem Gehirn mit eingebautem Auge, während Muttern (Joanne Ritchie) neben ihm ungerührt die anstehende Gartengrillerei vorbereitet – „Can you hand me the ketchup, please? (Zwinkern) . Dass sich Jeff selbst mit der Elektrobohrmaschine immer wieder Löcher in die Rübe drillt, um Druck abzubauen oder das Hirn zu Höchstleistungen anzuspornen, ist ebenfalls ein gelungener und gut umgesetzter Running Gag.
Splattereien, wie vielleicht erwartet gibt es nicht: Selbst die explodierenden Nutten, das menschliche Ersatzteillager im Keller und die mit Strom gegrillten Freier sind deutlich sichtbar das Ergebnis von Kleiderpuppenaction und Plaste. Das dürfte aber in erster Linie den Freund von frisch zubereitetem Mettgut abschrecken; für uns dagegen zählt „Substance over Style“, wenn man so will - zumindest ab und an (Zwinkern). Die Atmo ist wirklich gut gelungen: Das Keller-Lab ist eines Mad Scientists würdig – inklusive Atomgenerator in der Garagenecke. Und die Erweckungsszene ist ein direktes Frankenstein-Zitat wie natürlich auch die Nachnamen von Elizabeth und Jeffrey (Zwinkern).
Das Ensemble ist ein bunter Mix aus Amateuren und Profis. Richtig gut ist dabei Patty Mullen, die trotz fehlender Schauspielerfahrung eine überzeugende und richtig witzige Darbietung abliefert. Dieser Streifen war für das ehemalige Penthouse-Model aber bereits der letzte. Henenlotter wiederum drehte 2014 eine umfassende Video-Bio über Hershell Gordon Lewis, den „Godfather of Gore“, der am 26.9.2016 starb.

Rating: $$$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

Na ja, geben wir mal "wohlwollende" 3/10

 

 

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