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Geheimnisvolle Dr. X, Der

Info

OT: 
Dr. X

Jahr: USA 1932
R: Michael Curtiz
B: Robert Tasker, Earl Baldwin
K: Ray Rannahan
M: Bernhard Kaun (unkreditiert, lt. IMDb)
D: Lionel Atwill, Lee Tracy, Fay Wray, Preston Foster

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

Der Mondscheinmörder geht um: Einmal im Monat holt sich der Serienkiller eine Frau, erdrosselt sie und entnimmt dem Opfer professionell mehr oder weniger große Fleischportionen. Da sich sämtliche Morde in unmittelbarer Umgebung des Forschungsinstituts von Dr. Xavier (Lionel Atwill) ereignen, kapriziert sich die Polizei auf einen kleinen Kreis potenzieller Verdächtiger: die Wissenschaftler des Gehirnspezialisten. Und die sind mehr als, sagen wir, spleenig. Kurz: Jedem der vier Dottores traut man ohne weiteres einen Mord zu. Ist’s vielleicht Dr. Wells (Preston Forster), der bereits seit drei Jahren ein Herz in Nährlösung hält und das Phänomen des Kannibalismus erforscht; oder haben vielleicht die Herren Haines (John Wray) und Duke (Harry Beresford) Dreck am Kittel, denen’s die Geheimnisse der Mondkräfte angetan haben?
Xavier erreicht von der Polizei einen 48-Stunden-Aufschub, um selbst den Mörder überführen zu können. Zu diesem Behufe bittet er seine vier Pappenheimer in sein Landhaus, wo er ein seltsames „psycho-neurologisches“ Experiment vorbereitet hat. Im Laufe des tumultartig verlaufenden Versuchs schlägt der Mondscheinmörder wieder zu und bringt den zur Strecke, der den Ergebnissen zufolge eigentlich der Killer sein müsste. Am folgenden Abend geht das Experiment in die entscheidende Runde.

Zitate:

Dr. Rowitz (Arthur Edmund Carewe): „Und wenn der Test etwas anderes (Anm.: als die Unschuld) beweist?“ – Dr. Xavier: „Dann, lieber Doktor, würde ich dem Betreffenden vorschlagen, Abschied vom Leben zu nehmen, bevor ihn das Gesetz zur Rechenschaft zieht.“

Haines: „Eine Frage: Wurden die ermordeten Frauen auch vergewaltigt?“ – Rowitz: „Sie können wohl an nichts anderes denken?“

Dr. Xavier: „Überzeugend war es dem Täter bisher gelungen, seine abnorme Veranlagung zu verbergen – sogar vor sich selbst. Aber vor der Radiointensivität kann er seine Veranlagung nicht verheimlichen!“

Killer: „Ah! Synthetisches Fleisch!“

Die Kritik des Gunslingers:

Horrorthriller von Michael Curtiz, der aus heutiger Sicht weniger gruselt, als vielmehr durch seine starke Atmosphäre auftrumpft. Er vermischt gekonnt die Horrorgrundmuster „Mad Scientist“ und „Old dark House“: Da fehlen weder Laboratorien mit allerlei seltsamen Apparaturen, die brummen und blitzen oder das sturmumtoste riesige Landhaus mit riesigen Fluren, Geheimtüren und einem leicht dämonischen Butler (George Rosener). Ein weiteres Plus sind die Schauspieler: Lionel Atwill, Star des frühen Horrorfilms, spielt den oberflächlich freundlichen Institutsleiter mit einem unheimlichen Unterton, etwa, wenn er im Vorfeld des Versuchs dem noch zu überführenden Mörder direkt den Selbstmord nahelegt. Die verdächtigen Professorenkollegen sind allesamt schön schräg und skurril sowie jeweils mit einem speziellen Handicap geschlagen. Der Humorschiene tut Lee Tracy als hibbeliger, schreckhafter Zeitungsreporter Genüge: Beispielsweise rettet ihn eine explodierende Scherz-Zigarre vor der Hand des sich von hinten anpirschenden „Monsters“, während er völlig ahnungslos den Zigarrenspender verflucht. Fay Wray als Xaviers Tochter Joan sieht süß aus und darf sich schon mal für King Kong kurz warm schreien.
Der Film ist aus vertragsrechtlichen Gründen in Zweifarbtechnicolor gedreht, kam aber bereits bei seiner Uraufführung als Schwarz-Weiß-Kopie heraus. Glücklicherweise liegt den jüngsten TV-Ausstrahlungen aber die Farbversion zugrunde, was die künstliche Atmosphäre noch intensiviert.

Rating: $$$$

Splatter:

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