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Info

OT: 
Grindhouse
AT:

Grindhouse: Double Feature
Quentin Tarantino's Death Proof
Robert Rodriguez' Planet Terror

Jahr: USA 2007
R, B:
Q. Tarantino, R. Rodriguez, u.a.
K: Q. Tarantino, R. Rodriguez
M: G. Revell, C. Thiel, R. Rodriguez
D: u.a. mit Kurt Russell, Rose McGowan, Bruce Willis, Tom Savini, Freddy Rodriguez

Quelle: US-Kino

 

Inhalt

Planet Terror :
In einer typischen, amerikanischen Kleinstadt Irgendwo im Nirgendwo geschehen wunderliche Dinge. Im örtlichen Krankenhaus tauchen immer öfter Menschen mit mutierenden Verletzungen auf, die sich auch durch die mannigfache Vergabe diverser bunter Spritzen nicht heilen lassen wollen - den betroffenen Personen winkt unweigerlich das Schicksal eines sabbernden, siffigen, ständig suppenden Untoten. Schnell stellt sich die Wurzel allen Übels heraus: Verantwortlich sind die Militärs in der Nachbarschaft, die mal wieder ein bissle an der Ethik-Kommission vorbei an chemischen Kampfstoffen rumbasteln liessen.
Eine bunte Schar Nicht-Infizierter (u.a. Freddy Rodriguez, Rose McGowan) findet sich daraufhin in einem Schnellfress ein, um von dort die Flucht in friedlichere Gefilde anzutreten...

Death Proof :
In einer typischen, amerikanischen Kleinstadt Irgendwo im Nirgendwo geschieht erstmal garnüscht. Vier völlig gelangweilte Teilzeit-Models kiffen sich die Hirse weg und fröhnen dem Nichtstun, philosophierend über die Schlechtigkeit der Männer.
Abends in der Stammpinte wird dann kräftig das Tagwerk begossen. An der Theke treffen sie auf "Stuntman Mike" (Kurt Russell), eine schräge Type, die sich als Stuntdouble in drittklassigen Hollywoodstreifen verdingt.
Ein gefundenes Fressen für die drei Lästerzungen, die es sich nicht nehmen lassen, über Mikes altbackenes Outfit und Auftreten herzuziehen.
Was die Mädels allerdings nicht wissen: Mike ist Vollzeit-Psychopath und hat die Hupfdohlen schon länger auf der Rechnung...

Die Kritik des Sargnagels:

Erstmal grundsätzliches Lob für die Idee, "authentisch" den Trash und Look der 70er wieder aufleben zu lassen. Da ging man liebevoll ins Detail, von den Filmstreifen über die Körnung des Film-Materials über die Trailer (die sind übrigens von Rob Zombie, Eli Rothund Edgar Wright !) bis zu den "Werbeeinblendungen" versprüht das Dingens den Charme eines nach Chips, Bier, Fanta und Gummibärchen müffelnden Vorstadt-Kinos anno 1979.
Über die knapp 3,5 Stunden gibts Unmengen an Filmzitaten zum Rausklauben, was zusätzlich immer wieder Freude schafft. Der Score ist erwartungsgemäß bestens ausgesucht, u.a. wird Franco Micalizzis "
Italia A Mano Armata" zum Besten gegeben.

So, zu den beiden Streifen im Einzelnen:

Die Romero-Hommage "Planet Terror" (die Story erinnert stark an "Crazies") kann ordentlich überzeugen. Klassisches Zombie-Feeling garantiert, und mit Tom Savini hat man sowieso einen Garanten für "geschmackvollen" Gore mit an Bord. Da zerfliessen Gesichter, Eiterblasen blubbern und die Untoten fliegen nach Schrotkugeleinschlag auch in tausend Fetzen. Schick!
Zudem kommt auch wieder Rodriguez´ Waffenfetisch zum Vorschein; der einbeinigen Rose McGowan wird bspw. ein Schnellfeuergewehr als Prothese an den Stumpf geflanscht. Fazit: Freunde des erwähnten George Romero, Lucio Fulci und des frühen Peter Jackson werden bestens bedient.
Tarantinos Beitrag "Death Proof" ist allerdings nur bedingt zu geniessen. Viel zulange wird unmotiviert über Sinniges und Unsinniges palavert, alleine die Szenen mit Kurt "Nennen sie mich Snake" Russell versprechen Aktion und Esprit. Wer es dann aber 70 Minuten lang durchgehalten hat, bekommt ein grandioses Finale Furioso auf der Landstrasse serviert. Insgesamt ´ne sehr zweischneidige Angelegenheit; der Versuch, Titten-Terror Russ Meyer´scher Prägung mit Road-Thriller á la "Duell" zu verschmelzen, gelang nur teilweise. Style ist eben doch nicht alles.
Zusammenfassend: Schönes Fun-Projekt der beiden Spezis Tarantino und Rodriguez - aber man sollte schon im Voraus wissen, auf was man sich einlässt. Definitiv nicht massenkompatibel wie einst "From Dusk ´till Dawn" und deswegen wohl auch in den USA gefloppt. Dort kam man anscheinend mit dem hohen Trash-Faktor nicht zurecht, den ich allerdings als Riesen-Plus werte.
Alles in Allem zwar nicht der erwartete Überhammer (naja, an Tarantino und Rodriguez muss man schon hohe Erwartungen setzen), aber für Genre-Freunde trotz Längen bei "Death Proof" eindeutig einen Blick wert.

Rating: $$$$+

(Planet Terror: $$$$+, Death Proof: $$$+ -> macht eigentlich $$$$-, aber wegen der schönen Trailer und des "Rahmenprogramms" gibts dann doch nen Halben extra)

Splatter:

8/10

 

 

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