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Gruft der Vampire

Info

OT: 
The Vampire Lovers

Jahr: GB 1970
R:
Roy Ward Baker
B:
Tudor Gates (nach Joseph Sheridan LeFanu)
K:
Moray Grant
M:
Harry Robinson
D
: Ingrid Pitt, Madeline Smith, Harvey Hall, George Cole

Quelle: DVD (Koch) Danke fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Ein paar Monde sind bereits ins Land gegangen, seit der rachedürstende Vampirjäger Baron Hartog (Douglas Wilmer) die blutsaugerische Sippe der Karnsteins, nun ja, neutralisiert hat. Allerdings ist ihm damals ein Grab durch die Lappen gegangen, nämlich die Gruft der schrecklichen Mircalla von Karnstein. Jahre später nun nimmt das Unheil seinen Lauf, als eine neu zu gezogene Gräfin (Dawn Addams), General Spielsdorff (Peter Cushing) bittet, kurze Zeit ihre Tochter Marcilla (Ingrid Pitt) zu hüten, da sie selbst dringend verreisen müsse.
Marcilla, die eigentlich so aussieht, als könne sie vorzüglich auf sich selbst aufpassen, zieht beim General und seiner Tochter Laura (Vippa Steele) ein und beginnt sofort, sich dem schönen Kind gar unsittlich zu nähern. Laura, von Stund' an geplagt von förchterlichen Alpträumen, gerät in den Bann des schönen Gastes und verliert jeden Tag an Lebenskraft. Die Rezepte des Onkel Doktors (Ferdy Mayne) – viel Fleisch und Bewegung – schlagen nicht an, und Laura segnet das Zeitliche, den Hals mit verräterischen Bissmalen verziert.
Der Generalissimus macht sich jetzt sofort auf die Socken, um Baron Hartog zu Hilfe zu holen, währenddessen die Gräfin zurückkehrt und wieder eine schöne Dame dabei hat: diesmal ihre Nichte Carmilla (Ingrid Pitt), die ihrer Tochter wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Diese gibt sie bei den Mortons zur Pflege. Hier beginnt das gleiche Spiel mit Mortons (George Cole) Töchterchen Emma (Madeline Smith), die etwas hilflos auf Carmillas sexuelle Avancen reagiert, denen die jüngferliche Gouvernante Mademoiselle Perodot (Kate O'Mara) dagegen durchaus aufgeschlossen gegenüber steht.
Wie vorher ihre Freundin Laura leidet Emma von nun an unter heftigen Alpträumen und einer rapide verfallenden körperlichen Verfassung. Zudem häufen sich die ungeklärten Morde an armen Dorfmädchen. Der Doktor und Mortons Butler Renton (Harvey Hall) haben aber inzwischen das Spiel durchschaut, und schon bald naht auch schon die Kavallerie in Gestalt von General Spielsdorff und Baron Hartog.

Zitate:

„Zu gewissen Zeiten drängten ihre bösen Geister hinaus aus ihren modernden Grüften und nahmen eine Art menschliche Gestalt an. [....]. Grausam und ohne Gnade waren sie; der Tod war ihre Heimat: ein unendlicher düsterer Raum, angefüllt mit dem Dunst der Verwesung.“ (Äh, danke, Baron Hartog)

Die Kritik des Gunslingers:

Na, das nenne ich mal kräftig in die Hose gegangen. Das, was Regisseur Roy Ward Baker mit einer der schönsten viktorianischen Vampirgeschichten „Carmilla“ von Joseph Sheridan LeFanu anstellt, geht auf keine Kuhhaut. Die stimmungsvolle unheimliche Vorlage, seinerzeit umstritten wegen ihrer ziemlich offen angedeuteten lesbischen Bezüge, wurde total entkernt zu Gunsten von viel weiblichem Fleisch, was ganz klar dem Zeitgeist geschuldet ist. Doch leider geht’s dabei nicht konsequent genug zur Sache, so dass auch der Trashfreund nicht voll zufriedenstellend bedient wird. Atmosphärisch bleibt der Film außerdem nahezu alles schuldig, was wir an den Hammer-Produktionen ansonsten so schätzen, wie die stilvollen Dekors und den kreativen Einsatz von Farbe. Spannung oder gar Grusel wollen sich angesichts der Geschichte, die sich durch viele Längen quälen muss und von einigen Ungereimtheiten belastet wird, gar nicht einstellen. Der Beginn des Films ist sogar nicht frei von einer ungewollten Komik, als Hartog einer Vampirin (Kirsten Betts) das Totenhemdchen klaut, ohne das sie sich nicht weder zur Ruhe betten kann: Beim Versuch, dieses zurückzuerlangen und den Baron zu killen, verliert das arme Mädel auch noch seine Rübe. Immerhin darf Peter Cushing mal wieder das tun, was er so gerne macht: einen hölzernen Pflock durch den wogenden Busen einer Vampirin zu treiben. Ein ganz schwacher Hammer-Streifen.

Rating: $$+ (Trash: $$$-)

Splatter:

4/10

 

 

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