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Isle of the Damned

Info

OT: 
Isla del Maledetto (Isle of the Damned)
AT:
Bind Them and Kill Them!
Cannibal Island Holocaust
Island of the Damned

Jahr: I 1980 (USA 2008)
R, B:
Antonello Giallo (R: Mark Colegrove)
B:
(Mark Leake)
K:
Gino Endrada (David J. Kratz)
M:
Kobold (Paul Joyce)
D:
Umberto Atta (Larry Gamber), Paolo Bortolami (Peter Crates), Ennio del Vecchio (Patrician Rosa), Vittore Zucchi (Keith Langsdorf)

Quelle: DVD (Illusions Unltd.) Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Der so skurrile wie perverse Abenteurer Harold Thompson (Ennio del Vecchio (Patrician Rosa)) heuert den Privatdetektiv Jack Steele (Umberto Atta (Larry Gamber)) an, damit dieser ihm hilft, den verschollenen Schatz des Marco Polo zu finden. Zusammen mit Thompsons Mannschaft, einem Trio von Karnevalspiraten, und Steeles tuntigem Adoptivsohn Billy (Paolo Bortolami (Peter Crates)) landet die Truppe auf der „Kannibaleninsel“ vor der Küste Argentiniens. Schon bald befindet man sich in Händeln mit den aggressiven Eingeborenen, und der ein oder andere endet bereits jetzt zumindest teilweise im Verdauungstrakt der Kannibalen.
Während Steele und Billy durch den Anthropologen Alexis Kincaid (Vittore Zucchi (Keith Langsdorf)) und seinen Diener Cain (Dustin Edwards) in höchster Not der Arsch gerettet wird, hat Thompson weniger Glück: Ihn erwischen die Kannibalen, die ihn zwar nicht fressen, aber einer Massenvergewaltigung unterziehen. Nachdem Steele und Kincaid ihn befreit haben, verfolgt Thompson seine Schatzsuche weiter, zumal Kincaid diesbezüglich einiges zu wissen scheint.

Zitate:

Captain: „Überdenken Sie das Ganze nochmal, Thompson: Im Magen eines Kannibalen bringt Ihnnen das Gold auch nichts." - Thompson: „Ich habe dich nicht als Klugscheißer angeheuert, sondern dafür, dasss du uns dahin bringst.“

Kincaid: „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als der Zeremonie beizuwohnen, auch wenn Sie jetzt schreckliche Dinge sehen werden.“ (… und zwar Thompsons Massenvergewaltigung durch die Kannibalen)

Steele: „Sind Sie bescheuert?“ - Thompson: „Vielleicht, aber ich bin nicht dumm.“

Die Kritik des Gunslingers:

Eins kann man dem Team von Dire Wit Films aus Baltimore bei ihrem Fake-Exploiter nicht absprechen: fehlende Liebe zum Detail und Spaß an der Sache. So hat man kurzerhand einen „unbekannten“ italienischen Regisseur geschaffen inklusive einer so fiktiven wie ausführlichen Bio- und Filmographie, und auch Werbung und Aufmachung des „restaurierten“ Streifens scheinen direkt aus dem 70er-Jahre-Bahnhofskino entsprungen. So gibt's „authentische“ 70s-Vorspann-Credits inklusive der Warnung an zarter besaitete Kinobesucher, „jetzt umgehend den Saal zu verlassen“ oder die Gebrauchsspuren in Form von Bildstreifen .
Auch sonst hat man sich eng an die einschlägigen Vorbilder gehalten: Ein Trupp dilettantischer Darsteller stolpert durch ein Mischwaldsetting, wird mal von Gummispinnen und ausgestopften Piranhas oder von hungrigen, weiß geschminkten Eingeborenen attackiert, und lässt dabei pseudo-philosophische Betrachtungen zu Natur und Zivilisation vom Stapel. Dazu ist Hauptfigur Jack Steele selbstredend streng homophob, muss sich aber mit einem tuntig-grenzdebilen Adoptivsohn herumschlagen, einem Auftraggeber mit unklarer sexueller Orientierung und zur allgemeinen Begeisterung einer Massenvergewaltigung desselben durch die Kannibalen beiwohnen. Wer kann, trägt angepappten Schnauz und Pilotenbrille, wahlweise wird dazu auch ein Afro gereicht. Scheiße aussehende Perücken sind eh' selbstverständlich.
Auch vom Aufbau her lässt man sich nicht lumpen: Da fehlen weder die willkürlich eingeklinkten Aufnahmen exotischer Fauna noch aufgeblasene Nebenplots, die schön das Tempo rausnehmen, oder blödsinnige Rückblenden und amateurhaft inszenierte Schlägereien. Alles bewusst gemacht, aber das gereichte schon den „echten“ Streifen nicht unbedingt zur Ehre, wenn ich so sagen darf. Fixpunkte, um die der Streifen wie die meisten seiner Vorbilder herumplätschert, sind die krassen Gore-Effekte, die dem Connaisseur allerhand Mettgut auf die Gabel geben: Kannibalenaction, abgetrennte Geschlechtsorgane und Gliedmaßen, aufgebrochene Körper, Pfählungen, abgezogene Gesichtshaut oder herausgesäbelte und verspeiste Föten sind gut gemacht, wobei letztere dann glücklicherweis' ;-) klar als Puppen erkennbar sind.
Spitzenklasse ist der Score von Paul Joyce: Der braucht sich nicht hinter den großartigen Goblin oder auch deren Ex-Keyboarder, dem Komponisten Fabio Frizzi, zu verstecken.
Alles in allem eine gelungene Genre-Parodie, der ein wenig mehr Humor gut getan hätte, obwohl das Affenfleisch mit Leguansperma schon was hat.

Rating: $$$$ (aufgrund von Intention und Machart des Streifens vergeben wir hier nur die Trash-Wertung)

Splatter:

8/10

 

 

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