Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Info

OT: 
The Kiss of the Vampire

Jahr: GB 1963
R:
Don Sharp
B:
Anthony Hinds (“John Elder”)
K:
Alan Hume
M:
James Bernard
D:
Edward de Souza, Jennifer Daniel, Noel Willman, Clifford Evans

Quelle: DVD (Koch) Danke fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Das frischverheiratete Ehepaar Harcourt, Marianne (Jennifer Daniel) und Gerald (Edward de Souza), befindet sich zu Beginn des 20 Jahrhunderts auf Hochzeitsreise irgendwo auf dem Kontinent. Just im tiefen Forst geht dem Automobil der Sprit aus. Abgeschleppt durch eine Kutsche, gelangen sie und das Auto zu einem abgelegenen Hotel.
Hier sind sie seit langer Zeit die ersten Gäste, wovon das total zugestaubte Gästebuch kündet. Des abends trudelt vom nahen Schloss eine Einladung zum Abendessen ein, denn der Schlossherr, Dr. Ravna (Noel Willman), hatte die Havarie der Harcourts beobachtet. Ravna entpuppt sich als potenziell etwas depressiver, doch charmanter Gastgeber, der das Schloss zusammen mit seinen etwas lichtscheuen Kindern Carl (Barry Warren) - in der deutschen Synchro „Charles“ - und Sabena (Jacquie Wallis) bewohnt.
Der Doc hat ganz spezielle Pläne mit den Harcourts, insbesondere mit Marianne, und er lädt sie für den übernächsten Tag zu einem großen Maskenball ein. Trotz eindringlicher Warnungen des einem guten Tropfen nicht abgeneigten „Professors“ Zimmer (Clifford Evans) - in der deutschen Synchro „Thomson“ -, seines Zeichens knallharter Vampirexperte, nehmen die Harcourts die Einladung der Ravnas an. Am Tag nach dem Ball ist Marianne spurlos verschwunden, während alle Welt dem verzweifelten Ehemann weismacht, er sei doch allein gereist.
In seiner Not wendet sich Gerald an den wunderlichen Zimmer, der nun zur Hochform aufläuft, um den Ravnas und ihrer Gefolgschaft das blutige Handwerk zu legen.

Zitate:

„Es ist merkwürdig, dass im Leben oft die schönsten Dinge aus dem minderwertigsten Material geschaffen sind.“ (Dr. Ravna)

Marianne: „Sicher ist Ihre Bar abends immer gut besucht von den Leuten aus der Umgebung?" – Anna (Vera Cook): „Das war einmal. Jetzt kommt kein Mensch mehr zu uns.“„So? Warum nicht?“ – Bruno (Peter Madden): „Noch etwas Brot, Mrs. Harcourt?“ (So recht wollen die Wirtsleute nicht raus mit ihrem Geheimnis)

„Ich kann Ihnen nur dringend raten, keine Fragen zu stellen in dieser Gegend.“ (Prof. Zimmer)

Gerald: „Oh mein Gott!“ – Dr. Ravna: „Gott ist hier wohl kaum beteiligt, Mr. Harcourt.“

Die Kritik des Gunslingers:

Der Film des sich bis dahin eher im Seicht- und TV-Umfeld tummelnden Don Sharps beginnt fulminant: In einer langen Beerdigungsszene wird Zimmers Tochter zu Grabe getragen. Der trauernde Vater nimmt sich einen Spaten. Doch anstatt, wie es sich gehört, eine Schippe Erde ins offene Grab zu werfen, rammt er das Gerät zum Befremden der Trauergemeinde mit voller Wucht durch den Sargdeckel. Blut gurgelt hervor, ein gellender Schrei ertönt aus dem Sarg. Entsetzen. Schnitt. Vorspann.
Leider kann der Film dieses Versprechen nicht einlösen, und er spinnt eine Geschichte, die in den vorhersehbaren Bahnen verläuft. Etwas anders angelegt als üblich sind allerdings die Vampire unter Ravnas Führung: Sie sind als dekadente, sektenähnliche Gemeinschaft viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie ein wirkliches Bedrohungpotenzial nach außen entfalten können. Ihre Hauptsorge ist es, ab und an mal frisches Blut für ihren Kreis zu „gewinnen“ und ansonsten unter sich zu bleiben. Die typische erotische Spannung zwischen Vampir und zumeist weiblichem Opfer mit dem Biss als angedeutetem Höhepunkt gibt es nicht: Zwar verfällt auch Marianne dem Vampirfürsten, doch erst nach der Verwandlung und dann auch eher wie unter Hypnose. Die klassische „Pfählnummer“ sucht man hier ebenso vergeblich, denn Professor Zimmer weiß, zu anderen Mitteln zu greifen. Insofern kann man Sharp nicht vorwerfen, er habe nichts Neues probiert. Was mir aber insbesondere fehlt, ist der von mir so geschätzte Hammer-Flair, was Kulissen oder auch Atmo angeht, der nur in Ansätzen zu sehen ist, etwa bei der bereits erwähnten Beerdigungsequenz. Dafür entschädigt die knallige Farbdramaturgie etwas.

Rating: $$$

Splatter:

2/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien