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Mumie, Die

Info

OT: 
The Mummy

AT:
Im-Ho-Tep
King of the Dead

Jahr: USA 1932
R: Karl Freund
B: John Balderston
K: Charles Stumar
M: James Dietrich
D: Boris Karloff, Zita Johann, David Manners, Edward Van Sloan

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

1921 stößt eine Expedition des Britischen Museums unter Leitung von Sir Joseph Whemple (Arthur Byron) bei Ausgrabungen in Theben auf eine anonyme Grabkammer. Der Sarkopharg gibt nur den Namen des Toten preis: Hohepriester Imhotep. Imhotep wurde wegen eines Frevels offensichtlich lebendig begraben und zudem alle heiligen Sprüche auf dem Sarg entfernt, die der Seele eine unbehelligte Reise ins Jenseits sichern sollten. Weiterer Inhalt der Kammer: eine vergammelte, versiegelte Holzkiste, die einen Schrein enthält, der mit einem derben Fluch versehen ist.
Gegen den Widerstand des wissenschaftlichen Beraters Dr. Muller (Edward Van Sloan) öffnet Ralph Norton (Bramwell Fletcher), einer von Whemples Assis, heimlich den Schrein. Dieser beinhaltet eine einzige Schriftrolle: das legendäre Totenbuch. Dadurch, dass Ralph den Papyrus mitliest, während er ihn transkribiert, erwacht die Mumie (Boris Karloff) zum Leben, schnappt sich die Rolle und verschwindet. Ralph verfällt dem Wahnsinn, und Whemple kehrt nie wieder nach Ägypten zurück.
Das tut zehn Jahre später sein Sohn Frank (David Manners), ebenfalls Archäologe. Doch die Expedition droht zum Fehlschlag zu werden, bis der seltsame Ägypter Ardath Bey (Boris Karloff) die mutmaßliche Lage des Grabes einer altägyptischen Prinzessin verrät. Und tatsächlich: Man findet die unbeschädigte Grabkammer. Aber Ardath Bey, niemand anders als der olle Imhotep, hat selbstredend nicht uneigennützig gehandelt: Die Prinzessin war seine damalige Geliebte, wegen der er sein qualvolles Ende zu erleiden hatte. Nun soll auch diese mit Hilfe des Totenbuchs bald wieder unter den Lebenden wandeln. Einen geeigneten Körper hat Ardath Bey schon ins Auge gefasst: den der Gouverneurstochter Helen Grosvernor (Zita Johann), die der Prinzessin wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

Zitate

Ralph: „Ich bitte Sie, Muller. Tausende von Jahren unter der Erde. Da hat dieser Hokuspokus doch keine Bedeutung mehr.“ (Hast du 'ne Ahnung (Zwinkern))

Muller: „Die Götter Ägyptens leben noch in diesen Ruinen, in diesen Hügeln.“

David: „Reden Sie mir bitte nicht ein, dieser Ardath sei eine lebende Mumie.

Die Kritik des Gunslingers:

Karl Freund, einer DER Kameraleute des deutschen Stummfilms, hatte auch in Hollywood bereits in kürzester Zeit entsprechende Meriten geerntet. So hatte er für Universal etwa „Dracula“ fotografiert. „Die Mumie“ war der erste Streifen, den Freund als Regisseur realisieren durfte. Dieser Film sollte gleich sein bekanntester und erfolgreichster auf dem Regiestuhl werden.
„Die Mumie“ enthält sich aller Schockmomente, sondern legt Wert auf ein kontinuierliches Grauen, das selbst der abgebrühte Zuschauer von heute noch erahnen kann. Besonders die Leistung Boris Karloffs in Kombination mit der fulminanten Maske des vielbeschäftigten Jack Pierce (u.a. „Dracula“, „Frankenstein“, „White Zombie“, „Das schwarze Buch“, „Rächer der Unterwelt“) tragen dazu bei, dass der Streifen immer noch faszinieren kann. Doch Qualität hat ihren Preis: Der Legende nach musste Karloff jeden Tag für acht Stunden in die Maske, um sich fein zu machen ;-). Mit diesem Film wurde die Mumie in den Universal-Monsterkanon aufgenommen, den rund 25 Jahre später das britische Hammerstudio aufgekauft und wiederverwertet hat.
Die Karloff-Figur ist weder gut noch böse: Sie tötet nur, um an ihr Ziel zu gelangen, die Wiedervereinigung mit der Prinzessin. Das Buch gibt ihr eine menschliche Dimension, die über das Romantische hinausgeht. Imhotep fordert von seiner Prinzessin Liebe ein als Anerkennung für sein Leiden in der Vergangenheit: Schließlich war er damals bei dem Versuch, sie nach ihrem Tod schon mit Hilfe des Totenbuchs wiederzubeleben, geschnappt und zu seiner grässlichen Strafe verurteilt worden. Liebe als Belohnung sozusagen, die die Prinzessin, deren Seele sich nun in Helens Körper befindet, nicht mehr geben kann. Das ist wirkliche Tragik, die sich nur durch die Vernichtung des mumifizierten Liebhabers von einst lösen lässt.
Neben dem klasse Makeup, das nicht nur die Mumie selbst betrifft, sondern noch mehr die Gestalt des Ardath Bey, runden Score und Fotografie das Ergebnis nach oben ab. Das im Vergleich zur dramatischen altägyptischen Lovestory dünnflüssige Kröschen zwischen Frank und Helen gibt aber einen Halben Abzug. Es verbleiben spitzenmäßige:

Rating: $$$$+

Splatter:

0/10

 

 

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