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Nomads - Tod aus dem Nichts

Info

OT: 
Nomads

Jahr: USA 1986
R, B: John McTiernan
K: Steven Ramsey
M: Bill Conti, Ted Nugent
D: Pierce Brosnan, Leslie Anne Down, Anna-Maria Monticelli, Adam Ant

Quelle: DVD (Koch). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

In der nächtlichen Notaufnahme eines Krankenhauses in Los Angeles landet ein verwahrloster und verwirrter Typ (Pierce Brosnan). Eigentlich ein Routinejob für Dr. Eileen Flax (Leslie Anne Down), die in dieser Nacht Dienst schiebt. Der Mann ist nicht ansprechbar und palavert voller Panik auf Französisch vor sich hin. Kurz bevor er den Löffel abgibt, beißt er der Ärztin noch in den Hals und flüstert ihr einige Wörter ins Ohr. Tags darauf ist der Mann identifiziert, und zwar als französischer Anthropologe Jean-Charles Pommier, ein nicht ganz unbekannter Wissenschaftler. Von nun an ist Eileen nicht nur *hust* verhaltensauffällig: Sie durchlebt geradezu die letzten Tage im Leben Pommiers, der offensichtlich seinen ganzen Erinnerungs- und Erfahrungsschatz auf sie übertragen hat.
Pommier, der erst seit kurzem mit seiner Frau Niki (Anna-Maria Monticelli) in Los Angeles lebte, war einer mysteriösen Sache auf der Spur. Nach alten Überlieferungen der Inuit suchen böse Geister in Menschengestalt die Erde heim und jagen ihre Opfer. Hatte Pommier Recht, oder war er schlichtweg verrückt geworden? Eileen taucht in eine okkulte Parallelwelt ein, die sie selbst an die Grenzen des Verstandes führt.

Zitate

Bertril (Frances Bay): „Diese Mauern bergen die Vergangenheit, mein Sohn, … und sie bewahren Geheimnisse.“

Eileen: „Was ist, wenn er nicht verrückt war?“

Niki: „Wer sind diese Leute?“

Die Kritik des Gunslingers:

An diesem Regiedebüt kann man absehen: John McTiernan („Stirb langsam“, „Predator“) ist sicher ein guter Action-Regisseur, doch im Horrorfilm nicht richtig aufgehoben. So sind auch hier die Action-Szenen durchweg gut gemacht, während die Atmo weitgehend auf der Strecke bleibt. Das liegt nicht nur an der typischen 80er-Jahre-Lack-Optik. Mitverantwortlich ist der in weiten Teilen grauenvolle Score, für den Ted Nugent die nervende Action-Breitwand-Gitarren-Soße anrührte. Die Vocals zum Titeltrack stammen von Dave Amato, unter anderem einige Jahre Mitglied in Nugents Band, später zum Beispiel bei den Stadionrockern REO Speedwagon. Noch Fragen?
Die Grundidee des Plots ist eigentlich gar nicht so übel: Die Vorstellung, dass Inuat, die erwähnten bösen Geister aus der Eskimo-Legende, über die Erde streifen und in besonders lebensfeindlichen Gegenden nach ihren Opfern suchen, hat was. Und ein wenig Tiefsinn ist auch im Paket: In der letzten Einstellung kehrt einer der Geister an der Landesgrenze zwischen Nevada und Kalifornien um und knattert auf seinem Motorrad in Richtung Los Angeles davon. Demnach scheint das wüstendominierte Nevada im Gegensatz zu Kalifornien/Hollywood für die eigentlich menschenfeindliche Ödnis liebenden Inuat kein geeigneter Ort zu sein (Zwinkern). Und die Sequenz in dem ehemaligen Kloster mit einer famos aufspielenden Frances Bay in einem ihrer Kurzauftritte ist wirklich gelungen.
Aber in der Umsetzung ist der Streifen nicht wirklich überzeugend. Zwar hat mir die Idee mit dem Quasi-Identitätstausch von Eileen und Pommier gefallen. Doch mal sehen wir/Eileen direkt durch die Augen Pommiers, dann wieder wechselt die Perspektive, und wir sind außenstehende Betrachter. Einerseits kann man natürlich verstehen, dass man Ihro Knackigkeit Pierce Brosnan angemessen ins Bild setzen wollte, andererseits führt dies zu Irritationen. Auch andere Details, etwa, warum Niki die Nomads, also die Inuat, mal sehen kann und dann wieder nicht, bleiben nebulös.
Alles in allem: sehr durchschnittliche Kost.

Rating: $$$

Splatter:

2/10

 

 

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