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Pontypool - Radio Zombie

Info

OT: 
Pontypool

Jahr: KAN 2008
R: Bruce McDonald
B: Tony Burgess
K: Miroslaw Baszak
M: Claude Foisy
D: Stephen McHattie, Lisa Houle, Georgina Reilly, Hrant Alianak

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Grant Mazzy (Stephen McHattie) ist ehemaliger Star-Radiomoderator und das, was man gern als coole Sau bezeichnet. In Sichtweite des Karriereendes moderiert er nun die Morgenshow eines kanadischen Provinzsenders, bei dem er „dank“ seiner Lust an der Provokation gelandet ist. Doch dieser schneeverstöberte Morgen, Valentinstag, in der Kleinstadt Pontypool verläuft anders: Zwischen Hinweisen auf verspätete Schulbusse, Interviews mit lokalen Theatergruppen und dem typischen kompromisslosen Mazzy-Talk, befeuert durch ordentlich Hochprozentigem im Morgenkaffee, häufen sich seltsame Meldungen, die von rätselhaften Unruhen in der Stadt künden.
Nachdem sich mehrere Augenzeugen und der Außenkorrespondent völlig panisch telefonisch beim Sender gemeldet haben, scheint klar zu sein, dass Pontypool von menschenfressenden Irren heimgesucht wird. Mazzy, der zuerst an einen Scherz auf seine Kosten glaubt, wird schnell eines besseren belehrt: Großteile der Stadtbevölkerung scheinen tatsächlich durchgedreht zu sein und denken nur noch an die nächste Fleischmahlzeit. Jetzt ist guter Rat teuer, zumal die mögliche Erklärung für das Phänomen unglaublich ist.

Die Kritik des Gunslingers:

Ein Zombiefilm, fast ohne Zombies und Schnetzeleien? Yes, Sir, das geht und gar nicht mal schlecht, wenn man auf eine zwar skurrile, aber doch tragfähige Idee zurückgreifen kann. Regisseur McDonald inszeniert den Streifen nahezu komplett als Kammerspiel, denn Handlungsort bleibt über die komplette Laufzeit das Studio, zum größten Teil sogar nur die Moderatorenkabine. Der Zuschauer ist dabei stets auf dem Wissensstand Mazzys und somit den Entwicklungen wie dieser ohne Erklärung ausgeliefert.
Der Spannungsbogen des Streifens verläuft fast wie eine Sinuskurve, in der ein Ton schwingt, was fast schon folgerichtig ist: Schließlich wird Sprache hier zunehmend zum zentralen Element. Der seltsame Tag beginnt für Mazzy bereits mit dem Weg zur Arbeit mit einer geisterhaften Begegnung bei dichtem Schneetreiben. Anschließend geht’s los mit der Sendung: Mazzy schwadroniert, philosophiert und kitzelt die Hörer, haut ein paar Sprüche raus und zofft sich mit Senderchefin Sydney (Lisa Houle), die ihn mehr schlecht und recht auf Spur zu halten sucht. Mit den sich langsam konkretisierenden Hinweisen auf die brutalen Ereignisse, die sich in der Stadt abspielen, wird’s atmosphärisch dicht und das trotz des eng abgesteckten Schauplatzes, der noch dazu weit weg ist von den Geschehnissen. Einige der Höhepunkte sind dabei sicher die telefonischen Meldungen von Außenreporter Ken, unter anderem eine kurze Reportage aus seinem Versteck. Nun ja, das Schlussdrittel ist dann leider weniger gelungen …
Viel mehr kann ich eigentlich nicht mehr sagen, ohne zu heftig zu spoilern. Schauspielerisch wird das Ganze genial von Stephen McHattie getragen, der rüberkommt wie ein in die Jahre gekommener Biker. Dabei reißen ihn die Ereignisse aus seinem anfangs an den Tag gelegten gelangweilten Desinteresse und lassen am Ende so was wie Empathie hervorscheinen.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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