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Schoolgirl Apocalypse

Info

OT: 
Sêrâ-fuku mokushiroku

AT:
Schoolgirl Apocalpse

Jahr: J 2011
R, B: John Cairns
K: Onlim Wong
M: Kanehiro Tanaka
D: Rino Higa (“Higarino”), Maj Tsujimoto, Max Mackenzie, Kuoru Nishida

Quelle: DVD (Midori-Impuls). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Eines Tages geht das behütete Provinz-Leben der Schülerin Sakura (Rino Higa) so abrupt wie drastisch zu Ende. Aus unerfindlichen Gründen retardieren sämtliche Jungs und Männer auf einen Schlag zu zombieartigen Gestalten, die sich über das weibliche Geschlecht hermachen. Auch Sakuras Mutter fällt dem Wüten ihres Gatten zum Opfer, während das Mädchen selbst aus dem Kaff fliehen kann.
Nur ausgestattet mit Sportbogen und Englisch-Schulbuch, verkriecht sich die geschockte Sakura im Wald. Doch hat sie immerhin soviel noch aufschnappen können, dass die Ursache der Geschehnisse in einem schrillen Ton liegen könnte, der immer wieder zu hören ist und der offensichtlich von der nahegelegenen Küste kommt.
Geleitet durch Träume, erreicht das Mädchen ein verfallenes Hotel. Hier kann sie einen „nicht-zombifizierten“, gelähmten und stummen kaukasischen Jungen, Billy (Max Mackenzie), und eine geblendete Frau (Kuoru Nishida) aus den Fängen der halbverrückten „Kriegerin“ Aoi (Maj Tsujimoto) befreien. Zusammen machen sie sich auf in Richtung Meer, um dort eventuell Erlösung zu finden, verfolgt von den Zombies, der wutschnaubenden Aoi und geplagt von einer seltsamen, pestartigen Seuche.

Die Kritik des Gunslingers:

Wer sich aufgrund von Filmtitel und Herkunftsland auf einen saftig-überdrehten Trasher eingestellt hat, wird bitter enttäuscht werden: Der Streifen, in der Tat eine Art Zombiefilm, segelt weit entfernt von Trash-Gestaden, streift vielmehr sogar Arthouse-Gefilde. Doch keine Angst, es lohnt, sich auf den Film einzulassen.
Regisseur und Schreiber John Cairns sagt in einem Interview, beeinflusst habe ihn unter anderem der Danny-Boyle-Kracher „28 Tage später“. Insofern sind die entsprechenden Ähnlichkeiten, gerade im recht straighten Horror-Opening sicher nicht zufällig. Doch im weiteren Verlauf reichert Cairns seinen Streifen um zahlreiche weitere Elemente an, die den Streifen eine Einordnung unter Ablage „Z“ entziehen. Creature-Flicks und Science Fiction bis zu Coming of Age und Manga sind weitere Einflussgrößen, die über die eigentliche Zombie-Klammer hinauswachsen.
Viel wichtiger war es Cairns offensichtlich, das Wachsen seiner Heldin, Rino Higa in ihrer ersten großen Rolle, vom naiven, etwas lebensuntüchtigen Mädchen zur – ja – Frau, die Verantwortung übernimmt und ihr Schicksal selbst bestimmt. Hier bedeutet das zwar in erster Linie, Widerstand zu leisten gegen die garstige Aoi und sich der Zombies mittels Pfeil und Bogen zu entledigen. Doch kann man dies ohne Probleme als Metapher lesen. Und Rino Higa als Debütantin ist richtig klasse: weder coole Zombie-Slasher-Queen noch kreischige Nervensäge, dafür natürlich und jederzeit glaubhaft.
Bemerkenswert ist auch die technische Gestaltung, denn hier übernimmt das mitgeführte Schulbuch eine entscheidende Rolle: Anfangs rettet die Lektüre der strukturierten Englisch-Lektionen Sakura vor dem Abgleiten in den Wahnsinn. Dann bilden die Grafiken im Buch die visuelle Grundlage für die ausgedehnten Zeichentrick-Traumsequenzen, in denen Sakura Rat und Trost erfährt, aber auch mit dem stummen Billy kommunizieren kann.
Das Finale lässt zwar vieles offen, „entschädigt“ aber mit schönen Bildern und effektvollem Creature-Design.

Rating: $$$$

Splatter:

6/10

 

 

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