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Schwarzen Zombies von Sugar Hill, Die

Info

OT: 
Sugar Hill

AT:
Voodoo Girl
Black Zombies from Sugar Hill
The Zombies of Sugar Hill

Jahr: USA 1974
R: Paul Maslansky
B: Tim Kelly
K: Robert Jessup
M: Nick Zesses, Dino Fekaris
D: Maki Bey, Robert Quarry, Don Pedro Colley, Betty Anne Rees

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Der gute Langston (Larry Don Johnson) ist nicht nur stolz auf seinen Afro und sein Gspusi Diane „Sugar“ Hill (Maki Bey), sondern auch auf seinen „Haiti Club“, der mit Voodoo-Live-Shows glänzt. Und auf diesen hat es der Gangster Morgan (Robert Quarry) abgesehen. Da aber Langston den Club nicht an Morgan verscheuern will, lässt dieser ein paar schlecht gekleidete Dumpfnasen mit zweifelhaften Frisen auflaufen, die Langston auf dem Clubparkplatz aber gepflegt eindampfen.
Nach dem Sugar ihre Tränen getrocknet hat, sucht sie rachedürstend die Voodoo-Oma Madame Maitresse (Zara Cully) auf, die recht feudal am Rande des Sumpfes residiert. Die Madame, die inzwischen stramm auf die 100 zugeht, möchte eigentlich nur ihre Ruhe, lässt sich aber durch Sugar breitschlagen, ihr bei den Racheplänen zu helfen. So beschwört man gemeinsam den mächtigen Baron Samedi (Don Pedro Colley), den Herrn der Toten.
Der dickliche Baron mobilisiert willfährig eine Handvoll verschimmelter Sklaven, die Sugar fortan als Zombie-Söldner zur Verfügung stehen. Einzige Bedingung: Nach Abschluss des Rachefeldzugs muss Sugar sich Baron Samedi zwecks fleischlicher Verlustierung – ihr versteht (Zwinkern) – überlassen.
Am Ende ist allen Gerechtigkeit getan, und anstelle von Sugar hat dazu jemand ganz anderer das große Los für die Limbus-Knattererei mit Baron Samedi gezogen.

Zitate

Monroe: „Einen Mann kriegt man am besten klein, in dem man ihn auseinandernimmt, und zwar so, dass man ihn nicht mehr zusammensetzen kann.“

Samedi: „Was willst du jetzt tun?“ – Sugar: „Ihn aufhalten, aber nicht umbringen.“„Anders rum wäre es leichter.“

Die Kritik des Gunslingers:

1974 befand sich die Blaxploitation-Filmwelle auf ihrem Höhepunkt, bevor sie bereits im Jahr darauf allmählich abflaute. Trash-Zar Sam Arkoff, Gründer und Chef von American International, surfte hier natürlich mit. Nach seinem allgemein recht gut beleumundeten „Blacula“, ließ er mit „Sugar Hill“ im gleichen Jahr einen weiteren, ungleich unbekannter gebliebenen Horror-Streifen folgen.
Die Regie übernahm Paul Maslansky, eigentlich ebenfalls eher Produzent. Maslansky stand beispielsweise hinter dem kruden „Urlaub in der Hölle“, dem wir an dieser Stelle bereits die gebührenden Weihen verliehen haben. Richtig erfolgreich war er dann aber später unter anderem mit der „Police-Academy“-Reihe. Wie auch immer: „Sugar Hill“ ist eine seltsame Mixtur aus Horror und Thriller, die trotz ihrer Mängel zu unterhalten weiß. Atmosphärisch ist das Teil nahezu komplett was für den Ofen: Die Zombies sind schlecht geschminkte Statisten mit „Spinnennetzen“ im Afro und Plastikkappen auf den Klüsen, und wirken allenfalls harmlos. Auch optisch kommt selten Stimmung auf, trotz ein paar schön ausgeleuchteter Sequenzen in der fast hochherrschaftlichen Butze der ollen Maitresse und einer phasenweise gelungenen Farbgebung. Nett, wenn auch leider nicht richtig zu Ende gebracht, sind aber die Todesarten der Schurken: von der zünftigen Schweinemast (Zwinkern) bis zum Tod durch Zombie-Massage *lach*.
Schauspielerisch sind insbesondere Robert Quarry und Don Pedro Colley mit Spaß in den Backen dabei: Quarry ist so richtig bööööse, während Colley mit den Augen rollt, als gäbe es kein morgen und dabei superdämonisch lacht (Zwinkern). Sehr fein ist zudem die Idee mit den zwei Outfits von Maki Bey: mit glatter Fönwelle und in vergleichsweise elegantem Zwirn als erotische Club-Besitzerin vs. fettem Afro und sexy Strampler – dem klassischen Blaxploitation-Haudrauf-Frauen-Erscheinungsbild – als Rächerin.
Der Titeltrack „Voodoo Girl“ stammt von den Originals, einer recht erfolgreichen Soul-Funk-Vokal-Formation, wahrscheinlich aus Detroit, die beim Motown-Label unter Vertrag stand. Ansonsten ist der Score eher unauffällig: dem leider solitären, schwülen Funk-Instro-Schleicher steht sehr viel Voodoo-Getrommel gegenüber.

Rating: $$- (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

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