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Info

OT: 
Shakma

AT:
Shakma – Von Natur aus aggressiv

Jahr: USA 1990
R: Tom Logan, Hugh Parks
B: Roger Engle
K: Andrew Bieber
M: David C. Williams
D: Christopher Atkins, Amanda Wyss, Roddy McDowall, Ari Myers

Quelle: DVD (MIB)

 

Inhalt

Ein Team angehender Mediziner unter Leitung von Professor Sorenson (Roddy McDowall) säbelt dem armen Pavian Shakma das Hirnkästlein auf und appliziert direkt im Innern ein neue Anti-Aggressivum. Als der Affe wenig später aus der Narkose erwacht, ist er verständlicherweise ziemlich angepisst und anstatt sich friedlich zu fügen, geht er den „Forschern“ an die Wäsche. Auf Befehl des fast-senil anmutenden Sorenson wird Shakma daraufhin eingeschläfert und zur Autopsie für den nächsten Tag in einem Nebenraum geparkt.
Da die Doktoranden inklusive ihres Doktorvaters abends eh’ nix besseres vorhaben, soll des nachts im dann abgeschlossenen Institut eine Art Rollenspiel steigen: Jeder Teilnehmer setzt 500 Mücken ein, die der Sieger dann vereinnahmen darf. Spielleiter ist Prof Sorenson, der die Spieler via Rechner und Walkie-Talkie durch die Stockwerke lotst. Ein so richtig feiner Nerd-Spaß also, für den beispielsweise der unglückselige Richard (Greg Flowers) sogar die dralle, Sportwagen fahrende Kommilitonin Laura (Ann Kymberlie) zurückweist, die ihm ein recht eindeutiges Knatter-Angebot unterbreitet.
Hätt’ er mal besser auf die Hormone gehört, der Gutste. Nun ja, während sich also das Spiel entwickelt, wird Shakma wieder wach, und zwar noch zorniger als zuvor. Und der zieht nun den doofen „Wissenschaftlern“ – einem nach dem anderen - den Stecker raus. So bereut Richard schließlich schneller als ihm lieb ist, dass er Lauras Offerte so leichtfertig in den Wind geschlagen hat. Da sich Shakma aber Zeit lässt mit dem Ausdünnen der Spielergemeinschaft, haben wir weniger Glück als Richard und müssen das Elend fast 99 Minuten lang ertragen.

Die Kritik des Gunslingers:

Ja, leckt mich doch fett, Leute, was für ein Schrott. Ein paar 80er-Jahre-Vollpfosten in Cowboystiefeln, mit Dauerwelle und Schulterpolstern dabei zuzuschauen, wie sie durch ein Gebäude tapern und so was wie Blindekuh spielen – muss man schon echt bescheuert sein für, oder eben Film-Maniac ;-). Wer kam bloß auf die Idee zu so einem Setting?
Geradezu quälend ist die ausführliche Beschreibung der Spielvorbereitungen: Computer programmieren, Gebäude abriegeln, Lichter ausschalten etc. etc. Da ist kein Aufbau zu erkennen, kein Spannungsbogen, wobei Spannung hier eh’ nur in homöopathischen Dosen anzutreffen ist. Dramaturgisch geht bei dem dünnen Plot wirklich gar nix zusammen: Der Streifen plätschert langsam, nahezu ohne Höhepunkte dahin, und selbst eine benutzte Unterhose hat mehr Atmosphäre. Es gibt zwar später ein, zwei gelungene Kamera-Shots, aber alles in allem kommt auch die Bebilderung nicht über TV-Niveau heraus, ganz zu schweigen vom phasenweise wirklich störenden Synthie-Score.
Lausig auch die Darsteller: Besonders Urgestein Roddy McDowall – wie um Himmels Willen verschlug es ihn in diesen Streifen? – bietet eine *Hust* erstaunliche Leistung und wirkt völlig indisponiert. Richtig gruselig ist auch die deutsche Synchro: Die grenzt schon an eine Parodie, fast grotesk beschissen, um es mal in dieser Deutlichkeit zu sagen. Respekt aber für den Pavian „Typhoon“, der Shakma „spielt“: Der ist wirklich ganz großartig, und das meine ich bar jeder Ironie. Tolle Leistung und wuchtige, furchteinflößende Performance. Verschwendetes Talent.
Wenn man was aus diesem Streifen mitnehmen will: Schaut euch sorgfältig an, wo euer Onkel Doktor studiert hat und womit er sich den Feierabend versüßt ;-).

Rating: $

Splatter:

4/10