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Info

OT: 
Stalled

Jahr: GB 2013
R: Christian James
B: Dan Palmer
K: Sashi Kissoon
M: Adam Langston
D: Dan Palmer, Antonia Bernath, Sarah Biggins, Mark Holden, Tamara Payne

Quelle: Mad Dimension/Alive. Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

WC (Dan Palmer), frisch gefeuerter Hausmeister, nutzt den Trubel einer betrieblichen Weihnachtsfeier, um gerade mal so herumliegendes Spendengelder einzusacken und die Biege zu machen. Doch bevor er sich endgültig abseilt, sucht der Gutste das Damenklo auf, um dort in aller Ruhe auf die geeignete Zeit zum Abhauen zu warten. Hätte er mal besser bleiben lassen, denn das Auftauchen von Debbie (Sarah Biggins) und Holly (Victoria Broom), zweier halbnackter und halbvoller Angestellter, zwingt WC in eine der Kabinen.
Während sich die beiden Ladies an den Waschbecken miteinander ein wenig vergnügen, versucht der Eingeschlossene, seine unfreiwillige Zeit auf dem Klo mit Daddeln auf dem Handy zu verkürzen. Als er nach einem kurzen Nickerchen mal wieder durchs Schlüsselloch spechtet, sieht er gerade noch, wie Debbie der armen Holly ein riesiges Stück Fleisch aus der Kehle beißt. Nachdem er die angreifende Tippse zwischen Schüssel und Klodeckel auf die rabiate Tour erstmal ruhig gestellt und sich in seiner Zelle verbarrikadiert hat, sieht sich WC einer Zombie-Invasion gegenüber.
Zwei Zellen weiter ist Heather (Antonia Bernath) in einer ähnlichen Lage und das nur, weil sie sich eigentlich in Ruhe hatte ausheulen wollen. Doch das Heft des Handelns liegt jetzt bei WC. Dass der nicht dem Prototyp des furchtlosen Zombie-Killers entspricht und auch sonst eher *hust* unglücklich agiert, macht’s nicht einfacher.

Zitate:

WC: „Ich brauche jemanden, der lebt!“

Die Kritik des Gunslingers:

Fast zehn Jahre hat sich das Duo James/Palmer Zeit gelassen, um nach ihrem Debüt „Freak out“ mit einem weiteren Langfilm nachzulegen. Herausgekommen ist ein Low-Budget-Zombie-Flick, das trotz einiger Hänger auf Kurs bleibt und vom Gunslinger das Prädikat „Pilsettentauglich“ verliehen bekommt.
Ich habe eingangs das von anderer Seite oft aufgepappte Etikett „Zombie-Komödie“ vermieden, denn der Streifen ist doch deutlich mehr als das. Sicher, im ersten Teil geht’s entsprechend zu Sache. Da wehrt sich WC mit Hilfe des Handtrockners erfolgreich gegen einen angreifenden Zombie, sucht verzweifelt in der Blut-Pisse-Pampe nach seinem reingefallenen Handy und nagelt die wiedererstarkte Debbie mit einem Schraubendreher kurzerhand an die Klowand. Dazu kommt später eine wirklich schöne Drogen-Rave-Traumsequenz, inklusive dem Bad in der Zombiemenge. Nicht zu vergessen, die Versuche WCs mithilfe abgetrennter Zombiefinger und eines Damenslips als Katapult den Feuermelder zu treffen, um so einen Hilferuf abzusetzen.
Nachdem sich allerdings Heather bemerkbar gemacht hat, rückt der Kampf gegen die doch recht ziellosen und tumben Zombiemassen immer stärker in den Hintergrund. Viel Raum nehmen dafür die Dialoge zwischen WC und Heather über die Trennwände ein. Gespräche zwischen zwei zu kurz Gekommenen, in deren Leben immer irgendetwas schief läuft. WC etwa muss sich selbst gegenüber schließlich eingestehen, dass er allein Schuld ist an seiner verfahrenen Lage, für die er gerne seine Umgebung verantwortlich macht. Das hebt den Streifen einerseits über den bekannten „Jetzt-drehen-wir-mal-eine-super-lustige-Zombie-Verarsche“-Standard und verleiht ihm eine menschliche Dimension. Andererseits geht das aufgrund der eingeschränkten Örtlichkeit nicht ohne Längen ab.
Mettgut wird hier warm serviert: Zimmermannshammer in Zombieschädel, Schraubenzieher in den Schlund, Finger ab und ins Auge. Da ist schon einiges an Schauwerten dabei. Alles in allem: nicht ganz rund, aber auf jeden Fall eines Blickes wert.

Rating: $$$+

Splatter:

8/10

 

 

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