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Tanz der toten Seelen

Info

OT: 
Carnival of Souls

Jahr: USA 1961
R: Herk Harvey
B: John Clifford
K: Maurice Prather
M: Gene Moore
D: Candace Hilligos, Sydney Berger, Frances Feist, Art Ellison

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Übermut tut selten gut: Das müssen drei junge Frauen erfahren, die sich auf ein Autorennen mit ein paar Jungs einlassen. Bei einer Rempelei auf einer engen Brücke verlieren die Mädels die Kontrolle über die Karre, die sich postwendend in den Fluss verabschiedet. Die Suche nach dem verunglückten Auto verläuft ergebnislos, nur Mary Henry (Candace Hilligos) kann sich traumatisiert ans Ufer retten. Ein paar Tage später verlässt Mary die Stadt für immer, um weit fort einen neuen Job als Kirchenorganistin anzutreten. Doch mittlerweile plagen die eigenbrötlerische Frau zunehmend Visionen, die immer ein abgewrackter, offensichtlich toter Herr (Cari Conboy) bestreitet. Gleichzeitig leidet sie an wiederkehrenden Absencen, in denen sie zwar sehen, aber nicht hören kann und von ihrer Umwelt offensichtlich nicht wahrgenommen wird. Zwar schiebt ein Arzt (Stan Levitt) diese Probleme auf Nachwirkungen des Unfallschocks, doch Mary ahnt, dass die Ursachen für ihren allmählich abdriftenden Geisteszustand in einem luxuriösen, inzwischen aber aufgegebenen Badehaus liegen.

Die Kritik des Gunslingers:

Low-Budget Grusel, der sich deutlich durch den deutschen expressionistischen Film der 10er- und 20er-Jahre hat inspirieren lassen. Das ist nicht nur zum Teil der Ausleuchtung oder dem Makeup geschuldet, sondern auch der Geschichte. Diese nimmt zunehmend fantastische Züge an, bis Realität und Traumwelt völlig verschwimmen. Das Ende wartet mit einem schönen Dreh auf, der das bis dahin Geschehene noch einmal durcheinander wirbelt. Die Protagonistin könnte dabei in ihrer schlafwandlerischen Isoliertheit und mit steigender Verstörung einem frühen Polanski-Film entsprungen sein. Der Film ist pure Atmosphäre, gestützt durch einen recht bizarren Score mit fast elektronisch klingenden Kirchenorgelsoundteppichen. Schauspielerische Schwächen, insbesondere in der Komparserie, und dramaturgische Ungereimtheiten fallen da nicht wirklich ins Gewicht. Regisseur Harvey und sein Drehbuchautor Clifford arbeiteten häufig zusammen, allerdings hauptsächlich im Bereich Kurz- und Dokumentarfilm.

Rating: $$$$- (Trash: $$$$)

Splatter:

0/10

 

 

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