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Todesschrei, Der

Info

OT: 
The Shout

Jahr: GB 1978
R, B: Jerzy Skolimowski
B: Michael Austin
K: Mike Molloy
M: Anthony Banks, Michael Rutherford, Rupert Hine
D: Alan Bates, John Hurt, Susannah York, Robert Stephens

Quelle: DVD (TB Productions/Intergrove/MMP)

 

Inhalt

Das Ehepaar Rachel (Susannah York) und Anthony Fielding (John Hurt) führt ein beschauliches Leben in einem kleinen englischen Küstenkaff. Anthony frickelt im heimischen Studio als Elektro-Musiker mit verstärkten Geräuschen und Sounds vor sich hin und hilft manchmal als Organist in der Dorfkirche aus, derweil Rachel den Haushalt besorgt.
Dieses etwas elegische Dasein findet mit dem Auftauchen des seltsamen Charles Crossley (Alan Bates) ein abruptes Ende: Crossley, schiebt ordentlich Kohldampf und lädt sich bei den Fieldings mehr oder weniger selbst zum Mittagessen ein. Und der unheimliche Essengast hat eine Menge zu erzählen. Denn 18 Jahre hatte er im australischen Outback verbracht und tiefen Einblick in die magischen Rituale der Aborigines gewonnen. So beherrscht er angeblich auch die Königsdisziplin der Schadenzauber, den „Todesschrei“: so fürchterlich, dass sämtliches Leben in der Nähe umgehend Feuer aus machen würde.
Anthony will den auf Mystiker machenden Crossley am liebsten sofort wieder loswerden, dem er kein Wort glaubt, zumal der auch noch seine Musik scheiße findet. Doch als Crossley ihm für den nächsten Tag eine Gratis-Vorführung des Todesschreis verspricht, darf er noch eine Nacht bleiben. Aber die überaus gelungene Performance wirft Anthony aus der Bahn, zumal sich Crossley nun richtig bei den Fieldings einnistet und ihm Rachel inzwischen offensichtlich hörig ist.

Zitate

Crossley: „Ich versuche, ihn (seinen Arzt) bei Laune zu halten. Ich erfinde Träume. Angefüllt mit allen bedeutungsvollen Symbolen.“

Crossley: „Es ist immer dieselbe Geschichte, aber ich variiere die Höhepunkte etwas, weil ich möchte, dass alles lebendig bleibt.“

Die Kritik des Gunslingers:

Skolimovskis – wenn man so will – Gruselfilm ist eingebettet in eine kleine Rahmenhandlung, zu der der Film immer wieder kurz zurückkehrt: In einem Sanatorium findet ein Cricketspiel zwischen Klinikpersonal und einer gemischten Mannschaft aus Dorfbewohnern und Insassen statt. Einer der Punktezähler und Patient der Anstalt ist Charles Crossley, der seine Geschichte seinem Mitzähler Robert (Tim Curry) erzählt. Hierbei darf man sich schon mal Gedanken machen, was ist eigentlich Wahnsinn, was Normalität? Während beispielsweise einer der Klinikärzte über „wahnsinnige Bäume“ schwadroniert, wirkt Patient Crossley intelligent und reflektiert.
Die Kernhandlung des Streifens beschreibt dagegen, wie schnell paranormale Phänomene oder alleine der Glaube daran einen bisher durch und durch rationalen Alltag durchmischen. Schrittweise übernimmt Crossley durch kleine „magische“ Aktionen die Kontrolle über das Leben des Paares: Eine abgerissene Gürtelschnalle Rachels beispielsweise verschafft ihm Kontrolle über ihre Seele, dass sie zuletzt auf allen Vieren vor ihm kauert und um Zuwendung bettelt. Der bearbeitete Kauknochen von Anthonys Hund wird durch Crossley zu einem magischen Gegenstand, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Dabei lässt es der Film immer ein Stückweit offen, ob es sich bei den Geschehnissen um Wahrheit, Zufall oder aber die Fantasie eines begabten Wahnsinnigen handelt. Für alle liefert der Streifen Indizien.
Das Tempo ist gemächlich, und letztlich passiert nicht wirklich viel, doch mich hat’s trotzdem gepackt, auch wenn ich nicht sooo der 70er-Jahre-Kunstfilm-Liebhaber bin (Zwinkern). Auf der anderen Seite ist die Stimmung klasse, leise fröstelnd hält der Horror Einzug in den Alltag. Gute Fotografie, und der Schrei … klasse gemacht, toller Sound, kein bisschen banal oder gar lächerlich. Für letzteren, den Sound, zeichnet der Musiker und Produzent Rupert Hine verantwortlich. Den sparsamen Score komonierten Tony Banks und Mike Rutherford, Gründungsmitglieder von Genesis.
Besonders die beiden männlichen Protagonisten Bates und Hurt sind grandios, und wie Bates seinen Schrei ausstößt. Furchterregend.

Rating: $$$$

Splatter:

1/10

 

 

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