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Vampyros Lesbos - Die Erbin des Dracula

Info

OT: 
Vampiros Lesbos

AT:
Las Vampiras
El Signo del Vampiro
Im Zeichen der Vampire
Das Mal des Vampirs


Jahr: SP/D 1970
R, B: Jess Franco („Franco Manera“)
B: Jaime Chávarri
K: Manuel Merino
M: Manfred Hübler, Siegfried Schwab
D: Soledad Miranda („Susann Korda“), Ewa Strömberg, Dennis Price, Paul Muller

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Linda Westinghouse (Ewa Strömberg) ist Anwältin in einer großen Kanzlei in Istanbul. Seit Wochen sucht sie der immer gleiche Traum heim: Sie erlebt Lesbo-Knattereien mit einer Unbekannten (Soledad Miranda), in deren Bann sie zu stehen scheint. Der wenig befriedigende Rat ihres Psychologen (Paul Muller): „Suchen Sie sich einen Liebhaber. Einen besseren.“ Hat sich dabei wohl selbst im Sinn, der Gutste.
Na ja. Ein Auftrag führt Linda erstmal auf eine anatolische Insel im Mittelmeer. Hier soll sie die Gräfin Carody in einer komplizierten Erbsache beraten. In der schönen Gräfin, die Linda praktischerweise gleich im Bikini empfängt, erkennt diese die Frau aus ihren Träumen. Nach einem gemeinsamen Bad im Meer beginnen Tage der Extase, die Linda schließlich einen Aufenthalt in Professor Sewards (Dennis Price) Privatklapse bescheren.
Seward, der gerne in alten Schmökern blättert, und sich selbst für einen ausgewiesenen Vampirexperten hält, ahnt, dass etwas im Busch ist. Und richtig: Selbstredend ist die Gräfin tatsächlich eine Vampiressa, von Dracula einst persönlich in den Kreis der Blutsauger aufgenommen. Während Linda Hilfe sucht beim Prof, bleibt auch die Gräfin weiter an ihr dran, um sie auf die dunkle Seite zu ziehen.

Die Kritik des Gunslingers:

Mit „Vampyros ..“ legte Vielfilmer Jess Franco einen Klassiker des psychotronischen Films vor. Besonders in der ersten Hälfte gestaltet sich der Streifen ziemlich surreal, sehr trippy. Bilder und Szenen reihen sich kaum verknüpft und wiederholend aneinander: Impressionen vom Hafen in Istanbul, ein bunter Drachen, laufende Skorpione und natürlich jede Menge Nacktszenen, in denen vor allem Soledad Miranda und Ewa Bergström im Fokus stehen. Dazu gibt’s einen Nachtclub, in dem die Gräfin auf der Bühne aushilft *lach*, mit einem seltsam konservativen Publikum. Platz für mehr als eine ausgedehnte Soledad-Performance (wink).
Ein Sonderthema in diesem Zusammenhang ist der fulminante Score, für den Siegfried Schwab und Manfred Hübler verantwortlich zeichnen. Franco hatte die Beiden Ende der Sechziger in einer Berliner Disco kennengelernt. Schwab kam zwar eher vom Jazz, konnte aber auch mit dem „Now-Sound“ was anfangen. Der Score beinhaltet schweres Easy-Listening-Georgel, angereichert mit Sitar und Fuzz-Gitarren. Dazu werden verfremdete Bläser, Sprechgesang und Flöte gereicht. Fantastisch.
Grandios sind auch die Sets. Statt eines Gruselschlosses gibt es eine Art Appartmentanlage am Strand, die die Gräfin mit ihrem getreuen Diener Morpho (José Martinez Blanco) behaust. Klasse Pornobrille übrigens, der Mann (wink). Farbenprächtiges Hipster-Ambiente, anstelle knarzender Türen und flackernder Kerzen. Und das alles festgehalten durch eine wirklich feine Kamera. Sehr schön gelungen ist zudem die unscharfe Trennung von Realität und Traum. Nicht fragen, einfach treiben lassen.
Das Niveau kann der Film, der natürlich locker auf der „Dracula“-Geschichte basiert, im weiteren Verlauf nicht halten. Die Geschichte wird zunehmend konventioneller, was dem Ganzen einen Großteil seines Reizes entzieht. Es sieht so aus, als seien zur Filmmitte bereits entweder die Ideen verbraten oder halt die Erfrischungen verbraucht gewesen.
Insbesondere Soledad Miranda ist allerdings eine Augenweide. Im gleichen Jahr drehte sie mit Franco zwei weitere Filme: „Sie tötete in Extase“ und „Der Teufel kam aus Akasava“. Auch für diese Streifen verwendete Franco Musik von Hübler/Schwab. Soledad Miranda kam kurz nach Abschluss der Dreharbeiten bei einem Autounfall ums Leben.

Rating: $$$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

1/10 (zu sehr Plakafarbe (wink))

 

 

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