Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Wespenfrau, Die

Info

OT: 
The Wasp Woman
AT:
Insect Woman
The Bee Girl

Jahr: USA 1959
R:
Roger Corman
B:
Leo Gordon
K:
Harry C. Newman
M:
Fred Katz
D:
Susan Cabot, Michael Mark, Fred Eisley, Barboura Morris

Quelle: DVD (Ostalgica) Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Der exzentrische Doc Zinthrop (Michael Mark) fällt bei seinem Arbeitgeber „Holiday Honey“ in Ungnade, weil er mit Wespen forscht, anstatt wie alle anderen Imker der Umgebung brav Bienenhonig zu produzieren. Ziel Zinthrops ist es, aus dem Gelee Royale der Wespenkönigin ein Mittel gegen das Altern zu gewinnen. „Holiday Honey“ also schasst den Falten-Doktor, der daraufhin bei der New Yorker Kosmetik-Klitsche von Janice Starlin (Susan Cabot) vorspricht.
Der Laden ist in wirtschaftlich schweres Fahrwasser geraten, nachdem das bisher werbetragende Gesicht der Chefin aus Altersgründen durch ein jüngeres Modell ersetzt worden ist. Der Doc kann seltsamerweis’ Janice Starlin überzeugen, indem er per Injektion seines Mittels zwei Meerschweinchen in Ratten verwandelt. Von nun an hat Zinthrop bei Starlin Cosmetics freie Hand. Einzige Bedingung: Die Chefin selbst will erstes menschliches Versuchskaninchen sein. Zwar sind Starlins Management-Kollegen und Vertraute ganz und gar nicht überzeugt von den Fähigkeiten des neuen freien Mitarbeiters, doch die Chefin führt den Laden mit strenger Hand, so dass Zinthrop gut vorankommt.
Nach kurzer Zeit ist es soweit, und die Spritzenkur beginnt, doch Janice geht die Verjüngung zu langsam voran: Damit die Sache endlich richtig in die Puschen kommt, schnabuliert sie des nachts von der neuen, viel stärkeren Enzymlösung. Der Effekt ist durchschlagend; doch wie heißt es so schön: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Kritik des Gunslingers:

Mit diesem Streifen, der eher an die Werwolf- und Vampir- vielleicht auch Mad-Scientist-Thematik andockt als an die zu der Zeit überaus populären Monsterfilme, hat sich Regisseur und Produzent Roger Corman leicht verhoben.
Während er in vielen seiner übrigen Werke den geradezu sensationell niedrigen Budgets durch Kreativität ein Schnippchen schlägt, die fehlende Kohle zudem sozusagen als Stimmungsstimulans nutzt, ist ihm dies hier nicht richtig gelungen. Corman macht zwei Fehler, die ihm zumindest in den bisher von mir verkosteten Streifen selten unterlaufen: So ist der Film, gerade für ein schon vom Grundsatz her auf Tempo angelegtes B-Movie eindeutig zu geschwätzig. Zweitens tappt er in eine Falle, der eher weniger versierte Filmemacher auf den leim gehen: Er zeigt sein „Monster“ zu ausführlich, was die Budgetknappheit schmerzhaft bewusst werden lässt und seine Kreatur der Lächerlichkeit preis gibt. So sieht die mutierte Janice als blutsaugende Wespen-Königin so bedrohlich aus wie meine kleine Tochter nach dem Kinderschminken auf der Kirmes. Putzig und allenfalls für das Trash-O-Meter geeignet ist auch der kleine Kater, der mit aufgeklebten Flügelstummeln dem „entsetzten“ Zinthrop an die Wäsche geht, der ihm dann „in höchster Not“ das Genick bricht. Weniger gravierend und eher charmant sind Fehler wie der Umstand, dass der Streifen immer Bienen zeigt, wenn von Wespen die Rede ist oder, dass Gelee Royale bei Wespen nicht bekannt ist. Am Ende gibt es jedenfalls nichts, was ein gut geworfenes Fläschchen Karbol-Säure nicht wieder richten kann.
Richtig toll und auch ebenso anzusehen ;-) ist allerdings die häufig ganz in Existenzialisten-Schwarz gewandete Susan Cabot, dem Vernehmen nach eine von Roger Cormans Lieblings-Darstellerinnen. Sie meistert glaubhaft ihre schwierige Rolle: den Spagat zwischen durchsetzungsfähiger Firmenchefin, quietschiger Früh-Zwanzigerin und dem Wahnsinn naher Besessener. Mit diesem Streifen war ihre Filmkarriere jedoch schlagartig zu Ende. Reden machte sie nur noch durch ihr Ableben, als sie 1986 ihr zwergwüchsiger Sohn mit einer Stange von der Hantelbank erschlug: Ein wahrer B-Movie-Tod. Ganz kurz als Handwerker zu sehen ist im übrigen auch Frank Wolff, der später im europäischen Genre-Kino erfolgreich war.

Rating: $$$ (Trash: $$$$-)

Splatter:

1/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien