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White Zombie

Info

OT: 
White Zombie

Jahr: USA 1932
R: Victor Halperin
B: Garnett Weston
K: Arthur Martinelli
M: Xavier Cugat
D: Bela Lugosi, Madge Bellamy, Robert Frazer, John Harron

Quelle: DVD (MiB)

 

Inhalt

Madeleine und ihr Verlobter Neil (Madge Bellamy, John Harron) reisen nach Haiti, um auf dem feudalen Anwesen von Madeleines Bekanntem, Charles Beaumont (Robert Frazer), zu heiraten. Schon während der Kutschfahrt zum Schloss fallen den beiden Turteltäubchen allerhand seltsame Gestalten auf, die durchs Unterholz strolchen und vom Kutscher (Clarence Muse) als „Zombies“ bezeichnet werden. Auf dem Schloss dann eine weitere unliebsame Überraschung: Beaumont ist scharf auf Madeleine und versucht, sie mit allen Tricks für sich zu gewinnen. Zu diesem Behufe sucht er den unheimlichen Zuckermühlenbaron Legendre (Bela Lugosi) auf, der Zombies als willige und höchst belastbare Sklavenarbeiter für sich schackern lässt. Mit Hilfe eines von Legendres ausgehändigten Pülverchens und einer Prise Woodoo wird Madeleine in einen todesähnlichen Schlaf versetzt, aus dem sie als willenlose Hülle wieder erwacht. Das hatte sich der gute Beaumont etwas anders vorgestellt, zumal jetzt auch der mächtige Legendre selbst Madeleine für sich beansprucht. Währenddessen setzen Neil und der Zombie-Experte Dr. Bruner (Joseph Cawthorn) Himmel und Hölle in Bewegung, um die Macht Legendres zu brechen und Madeleine zu erlösen.

Zitate

"Das ist kein guter Ort, Sir. Er ist verdammt. Sie sollten hier nicht lange bleiben. Hören Sie auf meinen Rat!" (Ganz klar: falsches Reiseziel ausgewählt)

Dr. Bruner plaudert aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz:

"Sie können die Gesetze der Natur nicht für diese Gegend verwenden. Es geschehen seltsame Dinge, die der Menschenverstand nicht fassen kann. Da draußen herrscht das Böse."

"In dieser Gegend ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen sterben und als Untote zurückkehren."

Die Kritik des Gunslingers:

Früher Klassiker des Horrorfilms, der zum ersten Mal in der Filmgeschichte das Zombiethema aufgreift. Die Untoten hier sind allerdings weniger bedrohlich als vielmehr arme Würste, die vom Zombiemaster gnadenlos ausgebeutet und für die eigenen finsteren Zwecke genutzt werden. Die Atmosphäre ist grandios, dank klasse Kulissen, hier besonders die Zuckermühle und das Schloss von Legrange, sowie effektvoll gemalter Außenansichten und eines im Original feinen Scores aus Trommeln, Streichern und Chören. Die darstellerischen Leistungen sind passabel, wenngleich dem Film in dieser Hinsicht seine zeitliche Nähe zum Stummfilm anzumerken ist und besonders Bela Lugosi zum Überziehen neigt. Auch wenn der Film heute nicht mehr in dem Sinne gruselig ist, gibt es wirklich bedrückende Passagen, etwa, wenn der Zombiemeister seinem Opfer amüsiert beim langsamen, giftinduzierten Sterben zuschaut.
Ein Wort noch zur deutschen Fassung, die kurz gesagt, eine Katastrophe ist. Nicht nur die Namen der Protagonisten wurden geändert, so wurde aus Madeleine „Margaret“, aus Neil „John“, aus Legendre „Drago“ und aus Beaumont „Graf Baldwin“. Zusätzlich ist die Geschichte verfälscht, indem sie Legendre einen so im Original nicht vorhandenen vampirischen Bezug unterjubelt. Und auch der stimmungsvolle Original-Score mit seinen Streichern, Chören und Trommeln wurde ersetzt durch einen elektronisch-sakralen und mit verfremdeten Stimmen angereicherten Düsterklangteppich im „italienischen“ Stil der 70er-Jahre.

Rating: $$$$

Splatter:

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