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Info

OT: 
Bandidos

AT:
Crepa tu … che vivo io (I)

Jahr: I/SP 1967
R:
Massimo Dallamano (“Max Dillman”)
B:
Romano Migliorini, Gianbattista Musseto, Juan Cobos
K:
Emilio Foriscot
M:
Egisto Macchi, Nico Fidenco
D:
Enrico Maria Salerno, Terry Jenkins, Venantino Venantini, Cris "Chris" Huerta

Quelle: DVD (Starmedia)

Poster, Lobbycards etc. von "Bandidos"

 

Inhalt

Die Banditenhäuptlinge Cain (Venantino Venantini) und Vigonza (Chris Huerta) überfallen mit ihrem Gesindel einen Zug, in dem sie ein Massaker auch an Frauen und Kindern anrichten. Unter den Passagieren befindet sich der Kunstschütze Richard Martin (Enrico Maria Salermo), der den Gangstern zu deren Betrübnis erst einmal bleihaltig Paroli bieten kann. Der Zufall will es, dass Cain einst Schüler Martins war. Um seinen alten Meister zu demütigen, verschont er zwar dessen Leben, aber um ihn von totsicheren Racheplänen zu kurieren, zerballert er Martin beide Hände.
Von nun an tingelt dieser als heruntergekommener Chef einer unterklassigen Schießshow durch die Lande, immer hoffend, dass sich unter seinen Schützen ein Talent findet, das es mit dem teuflisch schnellen Cain aufnehmen kann. Dieser Mann scheint sich in dem entflohenen Sträfling Philip Raymond (Terry Jenkins) gefunden zu haben, der ihn in einer *Hust* misslichen Situation beisteht.
Raymond saugt gierig das Wissen des Älteren in sich auf, verfolgt aber höchsteigene Pläne: Auch er sucht Cain und ist nicht die Bohne bereit, sich zum Werkzeug Martins machen zu lassen. Der sieht sich, bitter enttäuscht, nun gezwungen, trotz seines Handicaps den Showdown mit seinem alten Freund und Schüler zu suchen. So bleibt es nicht aus, dass am Ende wieder jeder für sich steht: Dem Glücklichen bleiben seine leeren Hände, den anderen bleibt nicht einmal mehr das Leben.

Zitate

„Was willst du von mir?“ – „Ich will dich zusammenschlagen, dass dich deine eigene Mutter nicht mehr erkennt.“ – „Das ist aber ein abendfüllendes Programm.“ (Einem Straßenschläger fehlt ein wenig das rechte Vertrauen in die Gebrauchsfähigkeit von Martins Händen)

„Das ist Sam. Den wollten sie schon mal lynchen, weil er eine Zehnjährige verführt hatte.“ – „Aber Chef, dafür konnt ich nichts: Sie sah doch aus wie elf!“ (Cain stellt Philip einige seiner Männer vor)

Die Kritik des Gunslingers:

Deutlich überdurchschnittlicher Film des gelernten Kameramannes Massimo Dallamano, der auch unter anderem für Sergio Leone die ersten beiden Dollar-Filme fotografierte. Ein klassischer Italo, bei dem die positiven Identifikationsfiguren schwer auszumachen sind, und zwar deshalb, weil es keine gibt. Angefangen bei den Schaffnern, die gleich zu Beginn einen Schwarzfahrer kurzerhand und bei voller Fahrt aus dem Zug werfen, seinen Sattel aber als Bearbeitungsgebühr einkassieren, bis hin zu Martin und Raymond, denen ausschließlich an der Verwirklichung eigener Pläne gelegen ist.
Cain ist eh’ eine überall verhasste Drecksau, die Menschen gerne in den Rücken schießt und nicht davor zurückschreckt, die eigenen Leute umzunieten, wenn er damit nur anderen Leuten schaden kann. So etwas wie Dankbarkeit und Zuwendung hat lediglich Barfrau Betty (Maria Martinez) im Repertoire, der Raymond den Arsch rettet.

Die Kameraarbeit ist exquisit: viele Groß- und Detailaufnahmen, häufige subjektive Kameraführung sowie etliche ungewöhnliche Einstellungen. Der trompetengesättigte Score von Egisto Macchi ist seeehr goutabel. Leider blieb dies der einzige Western Dallamanos, der sich auch einen Namen als Thriller- und Giallo-Regisseur machte.

Rating: $$$$+

Bodycount:

ca. 25 Gringos, ca. 15 Mexikaner sowie nicht completti gezählte Passagiere

Explizite Brutalitäten:

  • Beim Zug-Ripp nehmen die Banditen den Leuten erst die Wertsachen ab, dann pusten sie sie um, Frauen und Kinder eingeschlossen: „Keine Zeugen“
  • Wegen einer Wette um fünf Dollar legen Zuschauer den aktuellen Kunstschützen von Martins Schießshow um
  • Vigonza killt hinterrücks einen Gefangenen (Aysanoa Runachagua), dem er eine Minute zuvor die Freiheit versprochen hat

Liebe:

Nada: 0/10

Splatter:

1/10

Spezialitäten:

Cain schießt Duellgegnern gerne erstmal das Holster vom Gürtel, bevor er sie umlegt

 

 

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