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Beichtet Freunde, Halleluja kommt

Info

OT: 
Il West ti va stretto, Amico ... e arrivato Alleluja!
AT:
Alléluia défie l'Ouest (F)

Jahr: 1972 (I/D/F)
R:
Giuliano Carnimeo ("Anthony Ascott")
B:
Giovanni Simonelli, Ingo Hermes, Tito Carpi
K: Stelvio Massi
M: Stelvio Cipriani
D: Jorge Hill ("George Hilton"), Agata Flori, Lincoln Tate, Umberto d'Orsi

Quelle: VHS (Ufa), TV (Tele 5)

Poster, Lobbycards etc. von "Beichtet Freunde, Halleluja kommt"

 

Inhalt

Es ist immer noch Revolution. Diesmal sind die Revolutionäre unter "General" Ramirez (Roberto Camardiel) und seine Ösi-Kontrahenten hinter einer aztekischen Götzenstatue her. Wer sie besitzt und den Pueblo-Indianern zurückgibt, kann auf deren 10.000 Krieger zurückgreifen. Ramirez' geldgieriger Kumpel Halleluja (Jorge Hill = "George Hilton") arbeitet gegen entsprechend fürstliche Bezahlung für seinen Spezi, lässt sich aber auch von den Österreichern anheuern.
Zudem ist das Gaunerpärchen Fleurette (Agata Flori) und Archie (Lincoln Tate) auf der Jagd nach der Statue: Die beiden haben dummerweise ihre Beute aus einem Juwelendiebstahl im Bauch des für wertlos gehaltenen Götzen deponiert. Als weiterer Interessent taucht der Geschäftsmann Ferguson (Umberto d'Orsi) auf, der die Figur als Faustpfand für einträgliche Geschäfte mit der mexikanischen Regierung in die Greifer bekommen möchte.

Zitate

"Für zwei Dollar nehm' ich noch nicht mal den Hut ab." (Hallelujas Geschäftsmotto)

"Wer sind Sie denn?" - "Ich komme vom Sparverein Süd-Ost und wollte fragen, ob Sie bei uns mitsparen wollen." (Ferguson lernt Halleluja kennen)

"Nanü, wen haben wir denn da?" - "Ich heiße Erwin. Erwin Pomerenke." - "Na, dann geh' mal schön wachsen." (Halleluja haut einem kurzgewachsenen Ganoven aufs Haupt)

Die Kritik des Gunslingers:

Westernkomödie von Giuliano Carnimeo, die auch "dank" der deutschen Synchro die Schwelle zum Klamauk leider häufiger überschreitet. Von der Ausführung her hält der Streifen den gewohnt hohen Carnimeo-Standard, ist allerdings nicht so stark wie der Vorgänger "Man nennt mich Halleluja". Es tauchen einige Bekannte aus Teil Eins auf: So ist Roberto Camardiel wieder der schlitzohrige, notorisch klamme Revolutionsführer Ramirez, und auch Paolo Gozlino und Agata Flori sind dabei, wenngleich in anderen Rollen. Der Soundtrack von Stelvio Cipriani geht in Ordnung, nervt aber an etlichen Stellen ziemlich, in denen er mir zu sehr Comedy-Untermalung wird.
Seit Ende der 60er-Jahre nahmen die Ulk-Western zunehmend überhand und läuteten bald endgültig zum letzten Gebet für das Genre.

Die Kritik des Sargnagels:

Steht man auf gute Spaßwestern all´italiana kommt man an der Kombi Carnimeo/Hilton nicht vorbei. Der zweite offizielle Halleluja-Streifen (mit der Zeit bekam ja jeder dahergelaufene Treppenwitz das "Halleluja-Gütesiegel" in den deutschen Verleihtitel) besticht durch zündende Spässken, einem Hilton in Höchstform, hanebüchener Handlung und natürlich wieder einer extraherben deutschen Synchro.
Stelvio Massis blitzsaubere Kamera-Arbeit und der routinierte Score runden die Soße lecker ab.
Nach "Beichtet Freunde..." schaltete Carnimeo nochmals einen Gang höher und drehte mit "Kennst du das Land, wo blaue Bohnen blühn" und "Dicke Luft in Sacramento" zwei vollends überdrehte Komik-Vehikel, die mit das Schärfste an humorigem Spaghetti-Trash markierten. Natürlich mit Hilton ;-)

Rating: $$$- (GS) ; $$$$ (SN)

Bodycount:

ca. 25 Gringos

Explizite Brutalitäten:

  • Während eine Gruppe Österreicher gemeinsam pinkelt, setzt Halleluja sie mit einem einzigen Peitschenhieb auf die "Kronjuwelen" außer Gefecht. Outsch!
  • Halleluja gießt dem in der Wanne sitzenden Ferguson heißes Wasser nach, um seinen Fragen nach der Statue entsprechenden Nachdruck zu verleihen
  • Drake (Paolo Gozlino) zückt bei seiner Fragestunde mit Fleurette ein glühendes Brandeisen

Liebe / Splatter:

0/10

Spezialitäten:

Halleluja nutzt seinen Revolver als Raketenwerfer und arbeitet teilweise mit Schalldämpfer. Zudem ist er ein zielsicherer Golfspieler. Ein mit Pfeffer gefüllter Dudelsack dient nicht nur der akustischen, sondern auch der chemischen Kriegsführung.

 

 

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