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Blutige Dollar

Kein Trailer vorhanden

Info

OT: 
Quinto: non ammazzare
AT:
El Valor de un Cobarde (SP)
Blutige Dollars
Quinto, töte nicht (Dt. Kinotitel)

Jahr: I/SP 1969
R:
León Klimovsky
B:
Dino de Rugeris, Manuel Martinez Remis
K:
Giuseppe la Torre
M:
Piero Umiliani
D:
German Cobos, Alfonso Rojas, Sarah Ross, Giuseppe Cardillo („Steven Tedd“), Raf Baldassarre

Quelle: VHS (Inter Pathé)

 

Inhalt

Als ein kleiner Zug Leprakranker einen kleinen, schmucken Weiler durchmisst, ist der Empfang dort natürlich nicht gerade herzlich. Noch länger werden die Gesichter der seuchenpanischen Einwohner, als die vermeintlich Aussätzigen auf einmal Knarren in ihren gar nicht so leprösen Griffeln halten und in einem blutigen Coup die Bank klar machen. Auf der Flucht trennen sich die Banditen, um sich in ihrem Höhlenversteck wieder zu vereinen. Doch potz Tausend: Die Beute von immerhin einer halben Million Dollar ist verschwunden, denn eines der Gangmitglieder spielt falsch und hat die Knatter kurz nach dem Überfall beiseite geschafft.
Derweil bietet sich den beraubten Städtern ein anonymer Gunslinger über einen Mittelsmann an: Für zehn Riesen erklärt er sich bereit, den Bankzaster wieder ranzuschaffen. Zähneknirschend willigen die Honoratioren ein, während sich die Banditen in einer abgelegenen Postkutschenstation einnisten, nachdem sie die meisten der dort Anwesenden umgenietet haben. Nur der Stationsbetreiber William (Roberto Camardiel) und der junge Bill (Giuseppe Cardillo) bleiben am Leben, um Küchendienste zu leisten sowie eine Rutsche Amüsiermädchen zum Amüsieren halt. Doch in der Station herrscht eine gespannte Stimmung, denn es gilt ja immer noch zu klären, wer die faule Nuss in der Gang ist. Verschärfend wirken die Intrigen der skrupellosen Kate (Sarah Ross), die versucht, auf dem Rücken oder gleich über die Leichen ihrer Gang-Kollegen auf ihre Kosten zu kommen. Und da ist ja auch noch William, der in der Küche nach Rache dürstet, weil Banditenchef Blacky (Alfonso Rojas) seiner Gattin das Lichtlein abgedreht hat.

Zitate

„Du bist nicht der Schlechteste. Ich hab' einen Burschen gern, der sich fügt.“ (William hat Bill erfolgreich für den Küchendienst eingenordet.)

William: „Sie haben mich rufen lassen, Sir?“ - Blacky: „Ja, Fettsau.“ - W: „Mein Name ist William, verstehen Sie?“ - B: „Ich nenne dich Fettsau, weil du so fett bist. Stört dich das?“ - „Nein, Sir.“ - „Klingt schon besser.“

Die Kritik des Gunslingers:

Tja, Freunde, ich will mal so sagen: ein Film der verpassten Chancen. Da wahrscheinlich das Budget schon in der actionhaltigen Eingangssequenz im wahrsten Sinne zum größten Teil verpulvert war, spielen nahezu zwei Drittel des Films innerhalb der Postkutschenstation. Regisseur Klimovsky konnte bei dem Streifen eigentlich auf gute Voraussetzungen zurückgreifen: eine gute Grundidee und ein Darsteller-Ensemble, das zu einem guten Teil aus erprobten spanischen Akteuren bestand. Doch leider macht er aus der klaustrophobischen Situation, in der es aus verschiedenen Gründen mächtig knistern müsste, viel zu wenig. So plätschert gerade der potenziell interessante Mittelteil der Handlung recht lahmarschig dahin und mündet zudem in ein Finale, das nicht hinreichend motiviert, sogar nachgerade deplatziert ist.
Eine straffere Regie und ein Buch, das sich mehr auf die psychologischen Aspekte und eine gewisse Logik vor allem im Hinblick auf den Schluss kapriziert hätte, hätten aus den Grundzutaten einen deutlich überdurchschnittlichen Italowestern schaffen können. Doch so schlecht, wie er vielerorts gemacht wird, ist der Film beileibe nicht: Die Darsteller, abgesehen vom eher schlappsäckigen Giuseppe Cardillo, sind OK, besonders Alfonso Rojas dabei sogar richtig gut, und auch wenn die Kamera nur selten eine Art „Amerikanische Einstellung“ verlässt, gelingen ein paar nette Shots. Ein weiteres prinzipiell gelungenes Stilmittel sind die in schwarz-weiß gehaltenen Rückblenden, die aus Sicht der einzelnen Gangster den Überfall noch einmal en Detail passieren lassen, während sie ihre Alibis schildern. Alles in allem reicht’s noch für ein knappes „Durchschnittlich“.

Rating: $$$-

Bodycount:

ca 20 Gringos; 4 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Die Bürger hängen einen gefangenen und verwundeten Banditen ohne Prozess direkt auf
  • Beim Besetzen der Poststation legen die Banditen fast alle Anwesenden um und haben dabei offensichtlich Spaß. Die Leichen packen sie in eine Kutsche, die sie dann auf die Reise schicken

Liebe:

Trotz oder gerade wegen der angespannten Situation kommen sich Bill und „Tanz“maus Eliana (Diana Sorel) heftig näher: 2/10

Splatter:

2/10

 

 

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