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Info

OT: 
... e alla Fine lo chiamarono Jerusalem l'Implacabile
AT:
Padella Calibro 38
Zwei Teufelskerle gegen alle
Zum Nachtisch blaue Bohnen
Blaue Bohnen zum Dessert

Jahr: I 1972
R, B: Antonio „Toni“ Secchi
B: Mario Amendola, Massimo Franciosa, Luisa Montagnana
K: Giorgio Regis
M: Franco Micalizzi
D: Scott Holden, Keenan Wynn, Giorgio Trestini, Delia Boccardo

Quelle: VHS (Inter-Pathé)

 

Inhalt

Sheriff Jones (Mimmo Palmara) hat kräftig Mammon geladen, Kohle, die allerdings gedacht ist für die Sache der Konföderation und daher zuzustellen an General Briscott (Philippe Leroy) in Fort Edward. Da allerhand Geschmeiß hinter dem Gold her ist, ist auch eine schlagkräftige Eskorte vonnöten. Jones betraut mit der Aufgabe den alternden Gunslinger, Ganoven und Quartals-Säufer Bill Bronson (Keenan Wynn). Zur Verstärkung kabelt der Alte an seinen Sohnemann Jessie (Scott Holden), der nach dem Tod der Mutter in einem Kloster aufwuchs.
Groß ist die Begeisterung Bronsons nicht, als anstatt des erwarteten Raufbolds und Revolvermannes ein geschniegelt Bürschchen der Kutsche entsteigt. Jessie hat zwar mit den geforderten Westmann-Attributen nix am Hut, ist aber dafür eine Perle im Haushalt und hält sich auch die Fingernägel sauber. Doch erste Raufhändel mit der Gang von Bullseye Joe (Nello Pazzafini), der scharf ist auf das Gold, zeigen, dass der Junge doch mehr auf dem Kasten hat, als die gewichste Fassade vermuten lässt.
Und so machen sich Vater und Sohn, bald verstärkt durch den tumben Ganoven Bobo (Giorgio Trestini), mit dem Gold auf den Weg nach Fort Edward, verfolgt von diversen Interessenten an dem Zaster.

Zitate

Bronson zu Jessie: „Schluss mit dem Waschen, Schluss mit dem Putzen, Schluss mit der Kocherei – morgens, mittags, abends! Und mach vor allem die verfluchte Schürze ab!“

Connie (Delia Boccardo): „Schade, Jessie, aber ich bin immer auf der Seite des Gewinners.“ (Na, da kommt dann doch so was wie Spaghetti-Feeling auf)

Die Kritik des Gunslingers:

Zur Götterdämmerung des Spaghettiwesterns schrieb sich auch Antonio Secchi mit seiner ersten und einzigen Regiearbeit ins Gästebuch ein. Der hauptamtliche Kameramann Secchi, der etliche Italos fotografierte, versuchte sich an einer Komödie, denn mit was anderem brauchte man zum Ende des Genres gar nicht mehr aus dem Gebüsch zu kommen.
Nun ja, ich bin weder Liebhaber noch Kenner der Italowestern-Juxereien, doch vorliegender Streifen liefert ordentlich ab. Mit zwei eher unbekannten Amis in den Hauptrollen und dazu einer Menge solidem Spaghettipersonals – von Palmara und Pazzafini über Osiride Pevarello, den Dell'Acqua-Brüdern bis hin zu Gino Marturano und dem Haudegen Philippe Leroy – verfügte Secchi über eine stabile Basis. Besonders Leroy, dessen wir als wunderlichen General erst am Ende des Werks ansichtig werden, brennt eine Art surreales Feuerwerk ab. Dazu haben wir einiges an Sauigel-Humor, wie Pedro, das furzende Pferd, Bronson, den furzenden Gunslinger, einen Tarantelbiss in den Allerwertesten beim Wildscheißen in freier Wildbahn oder der Mex-Bandit, der nach Spezialbehandlung durch Trestini ein ums andere Mal mit dem Gesicht in Kuhfladen landet. Woher die in der Wildnis immer kommen, bleibt Secchis Geheimnis. Schwule Indianer, Trestini, der den Bud Spencer gibt, und ein paar tatsächlich gelungene Bratpfannen-Aktionen gibt’s ebenfalls auf die Augen. Besonders der Sound der Gusseisernen ist dabei nicht schlecht ;-).
Micalizzis Score hat einen beschwingten,
saxophondominierten Gebläse-Teil im Köcher, inklusive des swingenden Titel-Tracks. Ab und an bringt der Meister auch Klassisches zu Gehör, was in unserem Fall heißt: E-Gitarre, Frauen-Chor, Blues-Harp und Mex-Trompete.

Rating: $$$

Bodycount:

1 (Mexikaner-Häuptling El Tornado (Remo Capitani) wird ein Dynamitstab in der Fuge zum Verhängnis, womit auch die Brutalitäten abgehandelt wären)

Explizite Brutalitäten:

siehe oben (Zwinkern)

Liebe:

Jessie und die taffe Connie zieht's kurzzeitig zueinander, doch die ist eher an der Sache der Konföderation interessiert, und so gehen beide am Ende getrennte Wege 0/10

Splatter:

1/10