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Dicke Luft in Sacramento

Info

OT: 
Di Tresette ce n'è uno tutti gli altri son nessuno
AT:
Der Dicke, das Schlitzohr und drei Halleluja (D)

Jahr: I 1973
R, B:
Giuliano Carnimeo ("Anthony Ascott")
K: Frederico Zanni
M: Alessandro Alessandroni
D: Jorge Hill ("George Hilton"), Cris Huerta, Nello Pazzafini, Riccardo Garrone, Antonio Monselesan ("Tony Norton")

Quelle: VHS (Greenwood)

Poster, Lobbycards etc. von "Dicke Luft in Sacramento"

 

Inhalt

Beim Duft von Gold und jeder Menge Papiergeld läuft dem berüchtigsten Bauernfänger jenseits des Pecos das Wasser im Mund zusammen - Tresettes ("George Hilton") untrügerisches Näschen für prallgefüllte Portemonnaies führt ihn sogar in die geschlossene Abteilung der psychatrischen Anstalt von Sacramento. Als Koryphäe entgeisterter Wissenschaften verkleidet, stöbert er dort zusammen mit seinem Partner Bambi (Cris Huerta) den Kleinganoven Frank Faina alias Slim Popcorn auf. Dieser ist vor geraumer Zeit mit den "Ersparnissen" des stotternden Möchtegern-Ganoven Frisco Joe (Riccardo Garrone) durchgebrannt, hat danach die Golddollars spießig auf der Bank eingezahlt und suchte eben in besagter Psycholaube Unterschlupf vor diversen Häschern.
Die "Menoni-Gang", eine kuhfell-bekuttete Horde grenzdebiler Strauchdiebe, will sich den Braten ebensowenig entgehen lassen: Eine turbulente Hatz beginnt, in deren Verlauf selbst der KuKlux-Klan nicht ungeschoren davonkommt. Zu allem Überfluss will Tresettes alter Rivale Veleno (Tony Norton) nach zig misslungenen Versuchen endlich eine finale Entscheidung in Blei herbeiführen...

Zitate

"Sehr feinsinnig durchdacht ihn hierher zu bringen nach Amerika; wir sind das beste Land, wo man ihn heilen kann von seiner Demokratie" (Der Klappsen-Direx hat beste Argumente für seine "Therapie"...)

"So manch Patient, beglückt nach Hause rennt!"
(... und dichten kann er auch)

"Hallo? Wer ist da?" - "Tutuuututuuutuutuututu..." - "Also Chef, ich glaub das ist einer von der Bahn..."
(Frisco Joe´s Gestotter sorgt unfreiwillig für Komplikationen)

Die Kritik des Sargnagels:

Jesses, was für ein göttlicher Müll. Sorgten meist die völlig überzogenen Synchros von Rainer Brandt in den Werken von Carnimeo für die Humoreinlage, so wurde hier auch visuell ordentlich vom Leder gezogen und gegenüber dem Vorgänger "Kennst du das Land, wo blaue Bohnen blüh'n?" noch ein paar Schippen Slapstick-Schwachsinn zugelegt.
Schon nach ca. 20 Sekunden wird der Streifen jeglicher Ernsthaftigkeit entjungfert und prescht 83 Minuten entfesselt von Raum, Zeit und Handlung durch die Untiefen des B-Klasse-Humors. Spätestens nach der infernalischen Irrenhaus-Episode ist klar, dass man der Handlung nicht mehr folgen braucht, sondern sich rein auf die Abfolge der "Pointen" konzentrieren muss, um möglichst viele Lacher mitzunehmen.
Handwerklich gibt's Carnimeo-typisch rein garnix auszusetzen, Kamera und Score sind gewohnt gut, die Kloppereien auf den Punkt inszeniert, und der Schnitt macht sich um einige Zwerchfell-Erschütterer bei hochgepitchten Maulschellen-Sequenzen verdient.
In Punkto Slapstick und Brutalsynchro übertrifft dieses Werk auch die Spencer/Hill´sche Genre-Referenz "Vier Fäuste für ein Halleluja" und stellt ein Schmankerl und Muss für jeden Italo-Trash-Fan dar. Mit klassischem Spaghettiwestern hat die Schwarte allerdings bis auf Herkunft und Requisite nix mehr zu tun. Für konservative Seher dürfte der Streifen nur ein weiterer Sargnagel des Genres darstellen und bei Komplettisten im Giftschrank verschwinden.

Rating: $ (Trash: $$$$$)

Explizite Brutalitäten:

83 Minuten

 

 

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