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Django - Sein Gesangbuch war der Colt

Info

OT: 
Le Colt cantarono la Morte e Fu … Tempo di Massacro
AT:
Django - Der Hauch des Todes

Jahr: I 1966
R:
Lucio Fulci
B:
Fernando di Leo
K: Riccardo Pallottini
M: Coriolani "Lallo" Gori
D: Franco Nero, Jorge Hill (“George Hilton”), Giuseppe Addobbati (“John M. Douglas”), Nino Castelnuovo, Aysanoa Runachagua (“Alfred Aysanoa”)

Quelle: DVD (Dr. Dressler)

 

Inhalt

Tom Corbett (Franco Nero) - in der deutschen Fassung mal Tom, mal Django genannt - verdient seine Brötchen durch Goldwaschen, als ihn eine Nachricht aus der Heimat erreicht. Carradine (John Bartha), ein Freund der Familie, bitte um rasche Heimkehr. Corbett macht sich auf die Socken. Erste Anlaufstation ist die Ranch seines Bruders Jeffrey („George Hilton“).
Doch ist sein Bruder verschwunden, und das von pöbeligem Geschmeiß bevölkerte Anwesen gehört inzwischen einem gewissen Scott (Giuseppe Addobbati). Corbett erkennt, dass nicht nur der ehemalige Familiensitz, sondern die gesamte Stadt unter Scotts Knute steht. Seine Ansprüche setzt dieser mithilfe der Schlägertruppe seines Sohnes Jason (Nino Castelnuovo) durch, einem kaum zu kontrollierenden, an Irrsinns Gestaden wandelnden Sadisten. Tom findet seinen Bruder als saufendes, zusammen mit ihrem alten Kindermädchen (Rina Franchetti) in einem Loch hausendes Wrack vor. Von ihm und der übrigen Bevölkerung, die größtenteils vor Angst schlottert, kann Tom keine Hilfe erwarten, und auch Carradine tritt leider mitsamt Familie bleiinduziert vorschnell die letzte Reise an. Sein Versuch einer Gesprächsaufnahme scheitert unter den Peitschenhieben Jasons.
Als dann auch noch das Kindermädchen bei einem Mordanschlag einen verplättet kriegt, reicht’s, und auch Jeffrey tauscht nun die Tequilapulle mit dem Revolvergurt. Während des folgenden Rachefeldzugs lernt Tom eine unangenehme Lektion darüber, dass man sich Verwandtschaft nicht aussuchen kann.

Zitate:

Chinese (Tchang Yu): „Warten, bitte! Nicht weg gehen, fremder Mann! Wenn wir kaufen, wir müssen auch bezahlen. Bei uns kosten Auskunft 20 Cent. Ich habe viele Jobs, aber arbeiten nur für Geld.“ – Tom: „Vernünftig. Wird ja auch alles teurer.“ (Der Chinese ist gegen Bares unter anderem Totengräber, Saloon-Pianist oder auch Verbündeter bei Handgreiflichkeiten und überdies schlauer als Konfuzius)

„Wie der Junge mit der Peitsche arbeitet … nicht ungeschickt.“ (Jeff bewundert Toms Verletzungen nach dem Peitschenduell mit Jason)

„Wenn du an Scott rankommen willst, musst du immer erst ein Dutzend Andere umlegen.“ (Jeff lebt schon lange in der Gegend)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit seinem allerersten Western schuf Lucio Fulci gleich einen B-Klassiker des Genres, an dem sich andere Nachfolger orientierten. So hat sich anscheinend bereits Ferdinando Baldi für seinen im gleichen Jahr erschienenen, guten "Django, der Rächer" von den dramatischen Verwandtschaftsverhältnissen inspirieren lassen. Obwohl bei letzterem die Konstellationen etwas anders liegen – ich gehe mal davon aus, dass Baldis Film später im Jahr entstand. Falls nicht, bin ich für Korrekturen dankbar ;-). Das schwierige Vater-Sohn-Verhältnis ist nicht neu, aber auch dank der guten Darsteller entsprechend umgesetzt. Die Figur des Jeffrey erinnert klar an die versoffenen Protagonisten aus den Howard-Hawks-Klassikern „Rio Bravo“ und „El Dorado“, während Tom vom Outfit her eher aus der Richtung "Für eine Handvoll Dollar" respektive "Django" kommt.
Die Atmo ist dicht und düster, der Showdown für meinen Geschmack leider ein wenig undramatisch und langatmig geraten. Auch wenn die Szene, in der Franco Nero mit einem Salto nebst einfacher Schraube von einer fahrenden Kutsche hinter vier Gangster springt, um bei diesen gleich einzulochen, wohlgeraten ist. In einigen Einstellungen blitzt zudem Fulcis Faible für Splattriges durch, wenn einem Gangster etwa durch ein Stück Blei ein drittes Auge in die Stirn gestanzt wird. Fürs Auge bietet auch Pallottinis Kamera viel, inklusive Weite vortäuschender Panoramen und etlicher ungewöhnlicher Einstellungen. Goris gitarren- und streicherorientierter Score ist gelungen, bietet einen schönen Titelsong und orientiert sich ansonsten an den Genre-Standards.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 46, 4 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Der stets in weiß gekleidete Jason Scott veranstaltet mit Freunden eine Jagdpartie, bei der ein Gefangener laufengelassen wird, um ihn von einer Hundemeute zerfleischen zu lassen
  • Jason erschießt völlig grundlos den ältesten Sohn einer Familie, die die Stadt verlassen will
  • Tom wird durch Jason mit seiner Peitsche ziemlich auseinander genommen
  • Jeff und Tom amüsieren sich königlich beim Niedermetzeln der Scott-Gang

Liebe:

Nada

Splatter:

3/10

 

 

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