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Django und Sartana kommen

Info

OT: 
Arrivano Django e Sartana … é la Fine!

Jahr: I 1970
R, B: Demofilo Fidani (“Dick Spitfire”)
B: Mila Vitelli
K: Aristide Massaccesi (“Joe D’Amato”)
M: Coriolano Gori
D: Jack Betts (“Hunt Powers”), Franco Borelli (“Chet Davis”), Benito Pacifico “(“Dennis Colt”), Celso Faría

Quelle: Youtube

 

Inhalt

„Mad“ Burt Kelly (Gordon Mitchell) und seine Reisigen brauchen Ferien, und zwar in Mexiko. Um sich eine unbehelligte Passage über die Grenze zu sichern, wollen die Bandidos vorher die hübsche Jessica (Simonetta Vitelli) entführt werden, Tochter des reichen Ranchers Brewster (Manlio Salvatori). Also schickt Kelly drei seiner Bumsköppe (darunter Benito Pacifico und Celso Faría) los, um dieses zu bewerkstelligen. Obwohl sich die drei dümmer anstellen als die Polizei erlaubt, gelingt das Bubenstück unter heftigem Bleiverbrauch.
Doch sichere Passage ist was anderes, denn Brewster setzt ein schönes Sümmchen Kopfgeld auf Mad Burt und seine Jungs aus. Das treibt nun den Bountyhunter Django (diesmal extrem triefäugig: Jack Betts) in die Gegend, in der normalerweise der kreuzbrave Sartana (Franco Borelli) nach dem Rechten schaut. Da Mad Burt lieber mit seinem Spiegelbild Poker spielt und streitet oder seine eigenen Leute zusammenwemst, anstatt sich wenigstens mal auf die Socken nach Mexiko zu machen, bleibt er bis zum finalen Bleigewitter in seiner Kiesgrube hocken. So müssen Django und Sartana letztlich nur noch die reifen Äpfelchen vom Baum schießen.

Zitate

I don’t like kids, who play with guns. Especially stupid kids like you.“ (Sartana ist nicht nett zu Burts kleinem Bruder Frank („Paul Ross“ = Paolo Rosani)

Burt: „Which gun shall I use to shoot you: yours or mine? And where?” – Sartana: „Right here … in the eyes.” – „OK. Hehehe!”

Die Kritik des Gunslingers:

Jesses, Freunde, was für eine Gurke hat uns der Meister da denn wieder serviert? Parallel gedreht mit „Tote werfen keine Schatten“, verwendet Fidani kostengünstig die gleichen Sets und denselben Cast. Was bei talentierteren Regisseuren dann auch tatsächlich funktioniert – etwa bei Romolo Guerrieri und Giovanni Fago, die sich 1967 für ihre Streifen einträglich Sets und Cast teilten –, hinterlässt bei Fidani wieder mal nur eine Spur unter der Grasnarbe. Das liegt aber nicht nur am notorischen Sparzwang: Geschichten zu erzählen hatte er halt nur selten. Und wenn doch mal, hatte er immer Probleme, diese umzusetzen. Um dramatische Löcher zu stopfen, müssen einmal mehr dampfende Zossen herhalten, die hin und her und her und hin durch die Kiesgrubenlandschaft galoppieren, ohne dass das nur entfernt was mit dem Plot zu tun hat.
Ist ja auch wurscht, denn letzterer, der Plot, ist eh nur in homöopathischen Dosen festzustellen. Um dieses dürre Gerippe wickelt man noch jede Menge ohne Tempo inszenierte Schlägereien und Shootouts. Letztere erinnern mich bei Fidani immer irgendwie an den „7. Sinn“, die alte TV-Sendung zur Verkehrserziehung, falls jemand die noch kennt. Wenn da so eine olle Gurke herangeschröchelt kam, wusste man sofort: Gleich scheppert’s. So ist’s auch hier, nur geht’s halt ums Eintüten von Schurken.
Dabei stand Fidani durchaus erfahrenes Personal zur Seite. Darstellerisch waren mit Jack Betts, Gordon Mitchell oder natürlich Ettore Manni ja auch Schauspieler am Start, die nicht ganz frei von Talent waren. Und auch Joe D’Amato ist prinzipiell als Kameramann nicht der Schlechteste. Alle übrigens
ständige Mitglieder des Fidani-Universums. Doch wie in fast jedem Fidani-Flick, gibt es auch hier ein wenig Licht, das wohl wieder eher unfreiwilliger Natur ist. So bietet Gordon Mitchell, der allen Ernstes mit seinem Spiegelbild pokert, bis er es „umlegt“, nachdem es ihn schräg angeschaut hat, eine klasse Performance. Leider gönnt ihm Fidani zu wenig Screentime. Und auch die Szene, in der Django zwei Nutten (Mariella Palmich, Krista Nell) zum Dank die Leichen von vier gerade eingedampften Bandidos verehrt, damit sie sich das Kopfgeld teilen können, ist nicht übel.
Der Score von Coriolano Gori ist passabel und
bietet zur Magenberuhigung ein Bouquet aus Trompete, Gitarre, Geigen und Flöte. Django kriegt zudem sowas wie ein vom Titelthema abgeleitetes, eigenes Orgelmotiv.

Rating: $+ (den Halben extra kriegt der Mitchell (wink))

Bodycount:

ca. 41 Gringos + Mexicanos

Explizite Brutalitäten:

  • Kelly Leute drehen auf Brewsters Farm ohne Not allem, was sich bewegt den Hahn ab
  • Silky (Benito Pacifico) gibt der guten Simonetta Vitelli eine kräftige Maulschelle. Als verlängerter Arm ihres Vaters Demofilo Fidani? Wir wissen es nicht.
  • Burts Leute vermöbeln Sartana, um ihn anschließend für Zielübungen am Andreaskreuz zu benutzen

Liebe:

Die ist hier bestenfalls käuflich 0/10

Splatter:

1/10

Speziaitäten:

  • Burt spielt Poker mit seinem eigenen Spiegelbild, das er fortwährend des Betruges bezichtigt
  • Sartana ist ein passabler Messerwerfer

 

 

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