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Es geht um deinen Kopf, Amigo

Info

OT: 
Los cuatro Salvajes
AT:

Ringo – Il Volto della Vendetta (I)
Den Colt im Genick

Jahr: SP/I 1967
R: Mario Caiano
B: Mario Caiano, Eduardo M. Brochero
K: Julio Ortas
M: Francesco “Franco” de Masi
D: Antonio de Teffè (“Anthony Steffen”), Frank Wolff, Eduardo Fajardo, Armando Calvo

Quelle: DVD (X-Rated)

 

Inhalt

Schon lange ist’s her, seit für die beiden Glücksritter Ringo (Antonio de Teffè) und Tim (Eduardo Fajardo) das letzte Mal die Sonne schien: So stromern sie völlig abgebrannt durch Neu Mexico und hoffen auf bessere Zeiten. Die scheinen endlich anzubrechen, als sie dem Mexikaner Fidel (Armando Calvo) zweimal hintereinander den Arsch retten. Auf Fidels Rücken nämlich ist die Hälfte einer Schatzkarte eintätowiert; Teil Zwei ziert den Buckel von Fidels altem Knastkumpel Sam Dellinger (Alfonso Godá), der’s inzwischen sogar zum Sheriff gebracht hat. Das Quartett komplett macht der Spieler Tricky (Frank Wolff), der sich als weiterer Partner aufdrängt.
Zuerst gilt es Sam ausfindig zu machen, was der leichteste Teil des Unterfangens ist. Als weitaus problematischer gestaltet sich die Geldgier einiger Beteiligter. So muss zuerst der betrügerische Sheriff Sam bleibefeuert in Frühpension geschickt werden und anschließend Fidel seine Träume vom schnellen Reichtum vorerst vergessen. Besonders Tricky tut sich als geschickter Intrigant hervor, der innerhalb der Gruppe mit Schnaps und gespaltener Zunge kräftig Zwietracht sät. Als dann auch noch die Mexikanerin Manuela (Alejandra Nilo) dazustößt, der das verbliebene Trio den Lynchmob erspart, bedeutet dies das endgültige Ende der Ring-Gemeinschaft.

Zitate

Fidel: „Mein Freund ist mittlerweile Sheriff von St. Louis. Ich weiß auch nicht, denn ein Ehrenmann ist er weiß Gott nicht. Aber ihr wisst ja, wie das manchmal geht.“

Pfarrer: „Samuel Dellinger. Du warst kein guter Sheriff, nicht einmal das, was man einen guten Mann nennt. Aber der Herr wird auch dies vergeben.“ (Über Verblichene soll man ja nicht …)

Die Kritik des Gunslingers:

Mario Caiano ist ein Regisseur, der ebenso wenig richtige Kracher wie echte Gurken abgeliefert hat: gutes Mittelmaß, das immer für einen gewissen Unterhaltungswert steht. Nun, diesem Streifen fehlt allerdings nicht viel, um einen Platz im Gurkengewächshaus einzunehmen.
Hauptproblem ist, dass das Buch spätestens mit der völlig unmotivierten Einführung der Mexikanerin einen Beziehungsplot reindrückt, der den bis dahin eigentlich recht zügig dahin schnurrenden Film fast zu Fall bringt. Und dass der „Steffen“ nicht wirklich zum Romeo taugt, macht’s nicht besser.
Anstatt sich auf die Gruppendynamik innerhalb des Schatzsuchertrupps zu konzentrieren und die wirklich unterhaltsamen Versuche Trickys die Gruppenstruktur zu sprengen, um seine eigene Suppe zu köcheln, verliert sich der Streifen in läppischer Geschwätzigkeit. Dazu ist die deutsche Synchro wirklich unterste Kanone, was das Ganze noch unerträglicher macht. Wie so häufig, hätte auch dieses Werk wahrscheinlich der kräftige Einsatz des Rotstifts retten können. Schließlich gibt es, wie bereits erwähnt, durchaus gute Ansätze, die der Film allerdings größtenteils in der zweiten Hälfte verspielt.
Gut allerdings die Darstellerriege, die sich in erster Linie aus spanischem Personal zusammensetzt. Eduardo Fajardo überzeugt in einer für ihn ungewöhnlichen Rolle als Gutmensch, und auch „Anthony Steffen“ gestattet sich diesmal keine Ausreißer nach unten. Wirklich klasse ist einmal mehr Frank Wolff: Sein durch und durch falscher Fuffziger Tricky – geschniegelte Schale, völlig verrotteter Kern – hält den Streifen selbst in seinen dunkelsten Momenten so halbwegs in der Spur.
Julio Ortas steuert eine souveräne Kamera ohne Sperenzien bei, und auch der Score von de Masi ist solide und unspektakulär mit einem schönen Titelthema, das von Trompete, Bluesharp und Gitarren getragen wird.

Rating: $$$-

Bodycount:

ca. 17 Gringos, 35 Mexikaner

Explizite Brutalitäten:

  • Die Mitglieder der Bürgerwehr vertrimmen die vier Schatzsucher, nachdem sie diese auf Geheiß von Sheriff Dellinger ausgeräuchert haben
  • Um sich vor dem drohenden Galgen zu bewahren und ein Druckmittel gegen Sam zu haben, brennen die eingeknasteten Schatzjäger dem armen Fidel seine Tätowierung mit Hilfe einer Kerze heraus. So existiert von dem Teil der Schatzkarte nur noch die Kopie, die Ringo angefertigt hat.

Liebe:

Zwischen Ringo und Manuela gibt’s ein Kröschen, das sich allerdings größtenteils in gemeinsamem Wassersuchen Bahn bricht: 1/10

Splatter:

3/10

 

 

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