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Escondido

Info

OT: 
El Desperado
AT:

El Desesperado (SP)
Django – Die im Staub verrecken
Die im Staub verrecken

Jahr: I/SP 1967
R: Franco Rossetti
B: Franco Rossetti, Ugo Guerra, Vincenzo Cerami, Elio Scardamaglia
K: Angelo Filippini
M: Gianni Ferrio
D: Andrea Giordana, Franco Giornelli, Dana Ghia, Rosemarie Dexter

Quelle: DVD (Movie Power)

 

Inhalt

Nichts ist Gunslinger Steve Bellasco (Andrea Giordana) näher als sein eigener Geldbeutel, und so wird der frisch dem Galgen Entkommene rasch hellhörig, als er einen sterbenden Soldaten (Antonio Cantafora) aufliest. Der Todgeweihte bittet den Ganoven, seinen Vater Sam (Piero Lulli) von seinem Ableben zu unterrichten. Dieser lebt allein (!) in dem verlassenen (!!) Goldgräbernest Escondido, sitzt auf einer Menge Zaster (!!!) zum Erwerb einer Farm und ist blind (!!!!). Jackpot! Steve beschert dem Jungen nun ein christliches Begräbnis nach Art des Hauses, also das mit Birkenkreuz, schwingt sich in die Uniform des Toten und begibt sich als dieser in das Schlammloch Escondido. Doch ist das Kaff leider gar nicht so verlassen: Zwei Soldaten haben sich dort eingerichtet, die einen Geldtransport der Konföderierten abgreifen wollen. Gleiches wollen die Banditen des fiesen Asher (Franco Giornelli) , die sich ebenfalls dort einfinden. Steve, der von seiner alten Flamme Lucie (Dana Ghia) erkannt wird, inzwischen die Freundin Ashers, drängt sich den Gangstern als Verbündeter auf. Dank ihm und den beiden Soldaten geht der Geldtransport-Ripp gewaltlos über die Bühne, aber als er Asher übers Ohr hauen will, geht das in die Sprichwörtlichen: Am Ende sind die beiden Soldaten und Sam, der Steve bis zuletzt für seinen Sohn hielt, tot und Steve übelst ramponiert, aber immerhin lebendig. Dem ist nun Sams Sparstrumpf wurscht: Er will nur noch Rache. Zu diesem Behufe schließt er sich mit seinem alten Kumpel John zusammen. Dieser ist ein ausgebuffter Trickbetrüger und klebt den Banditen, getarnt als Friedensrichter, bereits am Hacken, um den Armeezaster abzuziehen. Zusammen hecken Steve und John einen Plan aus, der ersterem seine Rache und letzterem die Dollars verschaffen soll.

Zitate

Bill (A. Cantafora): „Es ist aus mit mir. Ich will nicht, dass mich die Geier fressen.“ – Steve: „Soll ich etwa warten bis du tot bist?“ – „Es wird nicht mehr lange dauern.“ (Nachdem er vom winkenden Zaster erfahren hat, hält’s Steve doch noch ein wenig aus)

Sergeant (John Bartha): „In jedem Krieg gibt es Verlierer und die, die kassieren. Wir gehören nicht zu den Verlierern.“ (Na, hier täuscht sich aber jemand gewaltig)

Steve zu Asher: „Du hast es selbst erlebt: Der Tod kommt oft nicht schnell. Auch zu dir nicht …“

Die Kritik des Gunslingers:

Der ganz schwache und im Nachhinein völlig überflüssige Beginn dieses Rossetti-Westerns ließ mich schon bangenden Herzens auf die noch vor mir liegenden 80, 85 Minuten sehen: Ein Lynchmob aus schlechten Cowboy-Darstellern schleift einen milchgesichtigen Andrea Giordana zur Richtstätte … und das noch bebildert auf TV-Niveau. Madre de Dios: Bier her, viel Bier, und das rapidamente, por favor!
Doch weitere Wege zum Kühlschrank konnte ich mir sparen, denn ab dem Wechsel des Handlungsortes in das schlammige Escondido erfährt der Streifen sozusagen einen Qualitäts-Boost. Rossetti macht nun aus dem Schmalspur-Budget das Beste und schafft eine klaustrophobische, dreckige Atmo, zusätzlich verschärft durch eine zum Teil recht raue Gangart. Und auch Andrea Giordana ist nun warmgelaufen als an nichts glaubender Revolvermann, den das üble Treiben der Banditen wieder mit Menschlichkeit impft. Hier ist die Geschichte allerdings etwas unscharf, denn so wirklich nachvollziehbar ist diese Wandlung nicht. Giordanas Mitspieler halten sich ebenfalls wacker: Franco Giornelli als schwarzherziger Gangsterboss und natürlich die beiden Ladies Dana Ghia sowie die zwar hübsche, aber farblose Rosemarie Dexter.
Der Score von Gianni Ferrio ist sehr schön: Flöte, Gitarren, Piano und Orgel hier die Dominanten.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 17 Gringos

Explizite Brutalitäten:

  • Ein Lynchmob nimmt den des Pferdediebstahls verdächtigen Steve schon vor Anlegen der Hanfkrause hart ran
  • Die Banditen misshandeln die beiden Soldaten, um den genauen Zeitpunkt zu erfragen, an dem der Geldtransport Escondido erreicht
  • Nachdem Steve versucht hat schlauer zu sein als Asher, kriegt er seine obligatorische Abreibung
  • Asher lässt die beiden Soldaten hinterrücks umlegen, denen er die Freiheit versprochen hat
  • Die Banditen demütigen den blinden Sam, bevor sie ihn abknallen

Liebe:

Lucy liebt Steve noch immer, doch ist der nicht nur mehr interessiert an der Steigerung des persönlichen Wohlstandes als vielmehr zunehmend auch an der reizenden Katie (Rosemarie Dexter): 2/10

Splatter:

3/10

Spezialitäten:

Eine mit einem Derringer armierte Bibel verhilft Steve zur Flucht vom Galgen

 

 

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