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Fremde von Paso Bravo, Der

 
Info

OT: 
Uno Straniero a Paso Bravo

AT:
Los Pistoleros de Paso Bravo (SP)

Jahr:
I/SP 1968
R :
Salvatore Rosso
B:
Fernando Morandi, Lucio Battistrada
K:
Alfonso Nieva, Gino Santini
M:
Angelo Francesco Lavagnino
D:
Antonio de Teffè (“Anthony Steffen”), Giulia Rubini, Eduardo Fajardo, Adriana Ambesi

Quelle: VHS (ufa)

 

Inhalt

Rau ist das bleierne Lüftchen, das Gary Hamilton (Antonio de Teffè) entgegenschlägt, als er, mit Esel unterm Arsch, im Provinznest Paso Bravo eintrifft. Im Kugelhagel macht das kurz zuvor für 100 Dollar erstandene Grautier gleich die Grätsche. Hamilton, der aus Sicherheitsgründen auf das Tragen von Waffen und das Verkosten von Alkoholika verzichtet, trotzt zwar den Urhebern der Schießerei Schadenersatz ab, hat sich damit aber unversöhnliche Feinde geschaffen.
Die Jungs gehören zur Truppe des örtlichen Tycoons Acombar (Eduardo Fajardo), mit dem Gary eh’ noch einen Strauß auszufechten hat: Dieser zeichnet nämlich verantwortlich für den Tod seiner Frau und Tochter, denen er zwecks Vermögensmehrung das Dach überm Kopf anzünden ließ, als Hamilton wieder mal wegen Suffs im Knast saß. Nach dem rauen Empfang ist klar: Ohne Knarre kommt man nicht weit in Paso Bravo. Das sieht auch Gary ein, der Acombars lästige Quälgeister kurzerhand eindampft und damit die Aufmerksamkeit des Magnaten auf sich lenkt.
Acombar lässt Hamiltons Schwägerin Anna (Giulia Rubini) entführen, um Druck auszuüben. Aber Gary reagiert furztrocken und bringt im Gegenzug Acombars fiesen Sprössling Jackie (Franco de Rosa) in seine Gewalt. Als der sein Maul zu weit aufreißt, muss er es leider auch gleich für immer schließen, was Acombar naturgemäß nicht gerade fröhlich stimmt: Er lobt zwei Riesen auf Hamiltons Kopf aus. Jetzt wird’s richtig gemütlich, denn auch Gary hat ein paar Verbündete um sich geschart, um endlich Nägel mit Köpfen zu machen.

Zitate

Clark (Claudio Biava): „Wer bist du eigentlich, und warum trägst du keinen Revolver?“ – Gary: „Ich hab’ zwei linke Hände.“

Henry (Renato Pinciroli): „Leck mich am Arsch! Was ist das für ein Vogel? Trinkt keinen Alkohol, trägt keinen Ballermann, aber `n Riesenglimmstängel in der Schnauze.“

„Ihr verdammten Schweine! In meinem ganzen Leben habe ich noch nicht so viel Scheiße auf einem Haufen gesehen.“ (Gary reißt allmählich die Hutschnur)

Die Kritik des Gunslingers:

Tja, keine Frage, welchen Film Antonio Margheriti gesehen haben muss, bevor er zwei Jahre später seinen „Satan der Rache“ fabrizierte. Nicht nur die Namen der beiden Protagonisten sind jeweils identisch, auch die Handlung gleicht sich vom groben Strickmuster: Hamilton kommt nach Knastaufenthalt zurück, um sich am mächtigen Acombar für ein begangenes Verbrechen zu rächen. In beiden Fällen spielt zudem der Sohn Acombars eine katalytische Rolle.
Leider ist hier die Geschichte etwas unausgegoren, so dass sich die Verhältnisse der Charaktere und Handlungsweisen der Personen nicht zwingend erschließen. Warum beispielsweise kennen sich Acombar und Hamilton nicht, scheinen sie doch aus dem gleichen, seeeeehr überschaubaren Ort zu stammen? Vielleicht liegt’s ja auch an der Synchro … Zudem ist der Showdown deutlich zu lang und langatmig ausgefallen. Dafür gibt’s einige ausgesprochen gelungene Szenen, etwa, wenn beim Laden eines Gewehres jede Patrone, die Gary ins Magazin einklinkt, mit einer Gangstervisage gegengeschnitten ist.
Eine Überraschung ist für uns Steinfressen-Afficionados überhaupt die Leistung „Anthony Steffens“, der diesmal sogar richtig aus sich raus geht und tatsächlich mehr als nur ein, zwei Gesichtsregungen drauf hat. Das trompeten- und gitarrendominierte Titelthema des Scores ist toll, wenn auch im Abspann leider mit Gesang unterlegt.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 45

Explizite Brutalitäten:

Gary kriegt gehörig Haue von Clarks Leuten, die mehr über den geheimnisvollen Fremden wissen wollen

Liebe:

Bardame Rosy (Adriana Ambesi) fährt gehörig auf Gary ab, der allerdings ein Auge auf seine leider verheiratete Schwägerin Anna geworfen hat, die ihn an seine verblichene bessere Hälfte erinnert: 2/10

Splatter:

1/10

Spezialitäten:

  • Gary trinkt weder Alkohol, noch trägt er (anfangs) Waffen
  • Der Hausierer (José Calvo) saugt sich eine Kugel aus dem Arm. Wow!

 

 

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