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Gold von Sam Cooper, Das

Info

OT: 
Ognuno per se 

Jahr: I/D 1968
R:
Giorgio Capitani ("George Holloway")
B:
Augusto Caminito, Fernando di Leo
K: Sergio D'Offizi
M: Carlo Rustichelli
D: Van Heflin, Gilbert Roland, Klaus Kinski, Jorge Hill ("George Hilton"), Frederico Boido ("Rick Boyd")

Quelle: TV (SWF, Das Vierte)

 

Inhalt

Sam Cooper (Van Heflin) ist mit seinem Partner nach jahrelangen Entbehrungen und Zweifeln endlich auf eine fette Bonanza gestoßen. Und schon gleich zeigt sich der Fluch des Edelmetalls: Cooper kann sich den plötzlich mordlüsternen Absichten seines Kumpans nur mit der Sprengung des Mineneingangs erwehren, bei dessen Einsturz sein Verfolger unter dem Geröll verschütt geht.
Doch er braucht nun fremde Hilfe, um das Gold zu fördern und abzutransportieren. Aber wem trauen? Nach schwerem Ritt durch Gebirg' und Wüste findet er zufällig im nächstbesten Grenzkaff seinen ehemaligen Ziehsohn Manolo Sanchez (George Hilton), um den sich Cooper bis zu seiner Goldschürfer-Karriere kümmerte, und macht ihm ein partnerschaftliches Angebot. Was er jedoch nicht weiß: Seit einiger Zeit schon hat sich Manolo mit dem zwielichtigen "Blonden" Brent (Klaus Kinski) zusammen getan, der sich aufgrund krimineller Vergangenheit gern priesterlich schwarz gewandet zeigt. Manolo steckt Brent den Goldfund und holt ihn hinter dem Rücken Coopers mit ins Boot. Das passt dem ollen Sam überhaupt nicht, und so sieht er sich seinerseits gezwungen, seinen alten Kriegskameraden Mason (Gilbert Roland) mit an Bord zu holen, des paritätischen Ausgleichs wegen. Und schon wieder unterliegt Cooper einer fatalen Fehleinschätzung, denn Mason hat mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen.
Schon der Aufbruch zur Mine birgt also jede Menge Zündstoff im Team. Offenbar hat sich Coopers Fund nicht nur unter den Vieren herumgesprochen, und so folgt schon nach kurzer Zeit jede Menge Geschmeiß dem Schürfer-Treck. Solange allerdings die Ernte nicht eingefahren ist, übersteht man erstmal die äußeren Gefahren gemeinsam. Als jedoch die güldnen Päcklein geschnürt und transportbereit sind, offenbaren sich mit der Zeit die ganz eigenen Motivationen der Protagonisten...

Zitate

"Wenn Du reich bist, dann ist Dein Leben keinen Cent mehr wert." (am Ende der entbehrungsreichen Goldsuche bewahrheitet sich Sams bittere Erkenntnis)

"Ich hab euch einen Gefallen getan. Ihr hättet es alle am liebsten getan. Aber keiner hatte den Mut dazu." (Brent macht nach dem feigen Mord an einem US-Marshall auf dicke Hose - ein typischer Kinski)

Die Kritik des Sargnagels:

Giorgio Capitani blieb offenbar Zeit seiner Regie-Karriere keinem Genre treu und werkelte sich kunterbunt durch die Welt des Kintopp. Umso überraschender, dass er mit seinem einzigen Spaghettiwestern einen echten Bringer hinlegte. Er hatte jedoch auch ein in allen Bereichen hervorragendes Team.
Fernando di Leo spendierte ein Drehbuch, das sich an der Grundstory offensichtlich am John Huston-Klassiker "Der Schatz der Sierra Madre" orientierte; zudem schien IMO auch "Lohn der Angst" in manchen Passagen Einfluss gehabt zu haben. Die Story hat immer Zug und offenbart keine Längen, die Koalitionsspielchen unter den Vieren werden immer wieder durch superbes Gunplay und ordentliche Action unterbrochen.
Für die Qualität hierfür ist Sergio D'Offizi zu loben, der bei einer seiner ersten selbstständigen Kameraarbeiten ein großes Fass aufmacht. Der Mann ist ein Qualitätsgarant an den Linsen, hier wirkt das bildtechnisch nie statisch, sondern er findet immer die passende Einstellung, mag sie noch so ausgefallen sein. Da setzt man dem Objektiv auch mal sichtbar eine Sonnenbrille über.
Der Score von Rusticelli kommt teils US-üblich, teils modern. In Spannungsmomenten wie z.B. Kinskis Abseiler könnte die Mucke auch für einen Wallace verwendbar sein; sobald jedoch die Kamera in die Totale geht und z.B. Landschaften zeigt, ertönen klassische Western-Melodien. Qualitativ beileibe nicht schlecht, mir persönlich aber etwas zu "uneinheitlich".
Auch bei der Besetzung hatte Capitani ein glückliches Händchen. Über Kinski braucht man kein Wort mehr verlieren, er liefert auch hier wieder den ordentlichen Schuss Psycho in der zündfähigen Melange. Der schwer US-Western erprobte mexikanische Altstar Gilbert Roland ist grandios als Mason; die Rolle wäre sogar noch schmackhafter angelegt gewesen, wenn er nicht "amerikanisiert" worden wäre, sondern noch ein paar Mex-Manierismen hätte einflechten können. Van Heflin merkt man ebenfalls Genre-Routine an; selbst im Alter von damals 58 Jahren machte er bei den Shoot-Outs und auf dem Gaul eine gute Figur und brachte auch schauspielerische Qualitäten mit. Jorge Hill kann hier mal etwas mehr als sein süffisantes Lächeln zeigen und bringt den zwischen den Loyalitäten zerissenen Manolo glaubhaft rüber.
Fazit: ein Machwerk, das mehr verdient hat als ewig ein nobles, doch etwas schattenhaftes Insider-Dasein zu fristen.

Rating: GS: $$$$/ SN: $$$$+

Bodycount:

ca. 15 Gringos

Explizite Brutalitäten:

Nada

Liebe / Splatter:

0/10

 

 

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