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Kleine Schwarze mit dem roten Hut, Der

               
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Quelle: Antel-Filmarchiv

Info

OT: 
Prima ti suono e poi ti sparo
AT:
Zwei tolle Hechte – wir sind die Größten!
Johnny, lad' mal die Gitarre durch
Johnny and a Guitar
Johnny Chitarra

Jahr: I 1975
R:
Franz Antel ("Francois Legrand" - bescheiden war er ja nicht, der Franz...)
B:
Oreste Coltellacci, Michele Massimo Tarantini
K: Mario Capriotti
M: G. & M. de Angelis
D: Jorge Hill ("George Hilton"), Piero Lulli, Hans Terofal, Rinaldo Talamonti, Ignazio Spalla, Herbert Fux

Quelle: DVD (Cent Entertainment)

 

Inhalt

In Little Lake ist Zores zuhause. Für die Sheriffs ist meist schon am Tag der Einstellung Schicht im Schacht; dafür sorgen die umtriebigen Galgenvögel der Gegend (u.a. Herbert Fux), die das kleine Dörflein wie die Scheißhausfliegen umschwirren.
Keiner der Bewohner kann sich einen Reim drauf machen, wieso der mysteriöse Halunke El Moro das ärmliche Fleckchen terrorisiert, und man beschließt, den berüchtigten Revolverhelden Red Jack anzuheuern, um den stressigen Umtrieben allemal ein Ende zu bereiten.
Per Zufall wird der Nichtsnutz und Tagedieb Nick (Rinaldo Talamonti) mit Red Jack verwechselt und stantepede mit einem Blechstern versehen. So lange Kost und Logis stimmen, hat der Kleine damit auch keine Probleme, nur bei der ersten Konfrontation mit den Gangstern im Saloon sind die Hosen gestrichen voll. Zum Glück trottet der mit allen Wässerchen gewaschene Johnny ("George Hilton") des Weges und greift dem Ordnungshüter wider Willen heftig unter die Arme.
Auch den gerade eingetroffenen vier Varieté-Schönheiten (samt kaffeebrauner Köchin) verhilft Johnny zum eigenen Saloon, nachdem dessen Besitzer nach diversen Einschüchterungen seine sieben Sachen gepackt hatte.
Es herrscht also frischer Wind in Little Lake, aber El Moro möchte sich sein Süppchen nicht versalzen lassen...

Die Kritik des Sargnagels:

Uiuiuiui... ich bin ja einiges gewohnt und erwarte von einer Spaghetti-Klamotte auch ordentlich Schmackes, aber "Der Kleine..." ging völlig in die Binsen. Franz Antel wäre doch lieber bei der "Wirtin von der Lahn" geblieben, sein Dirndl-Humor landet hier mächtig in den Plünnen – naja, wie eigentlich auch bei allen seinen "Dirndl"-Filmen. Inhaltlich orientierte man sich bei US-Westernkomödien á la "Sein Engel mit den zwei Pistolen" (mit Bob Hope und Jane Russell *lechz) oder Burt Kennedys "Latigo" - ein zum Sheriff gestempelter Volltrottel soll mit der "Beratungsleistung" eines echten, aber inkognito agierenden Gunslingers den wilden Westen retten.
Die völlig verschnarchte und vorhersehbare Story (El Moro sollte eigentlich schon nach zehn Minuten identifiziert sein) reißt nun wirklich nicht vom Hocker, und die Leistungen der Darsteller nennt man heutzutage in Arbeitszeugnissen "bemüht". Selbst Hilton´s Schorsch wirkt auffällig desinteressiert und stolpert trotz Hauptdarsteller-Status eher unbeteiligt grinsend durch die Szenerie. Sein Outfit scheint er sich geradewegs aus dem Urlaub auf Ibiza mitgebracht zu haben; statt den klassischen Halleluja-Priesterkittel gibt's hier das Modell "Blumenkind der Balearen" mit Strohhut und Killefitz-Kettchen um den Hals.
Hans Terofal verstarb kurz nach den Dreharbeiten: Sein akuter Alkoholismus ist ihm durchweg anzumerken, und auch Piero Lulli schafft´s nicht, ein wenig Qualität zu verbreiten. Zumindest die gecasteten Saloon-Schicklinden sind ein Augenschmaus in Miedern und Hotpants (!) – wenigstens da hat sich Antel nicht lumpen lassen.
Enttäuschend wiederum leider der Score der De Angelis-Brüder, die gnadenlos weit unter ihrem eigenen Durchschnitt bleiben.
Ansonsten bleibt handwerklich Altbackenes; die deutsche Synch rettet nix, weil letztendlich doch viel zu bieder.
"Der kleine Schwarze..." ist eine der schlechtesten Spaghetti-Comedies überhaupt, selbst Trash sucht man mit der Lupe; den Schund hab ich mir aus Rezi-Gründen sogar zweimal angetan - autsch! Bevor das nochmal passieren sollte, lass ich mir lieber von einer zahnlosen Ziege die Klöten ...

Rating: $+

(Der Bonus ist für die Varieté-Frolleins)

Bodycount:

Nada

Explizite Brutalitäten:

Zero (Selbst nach der "Marterung" Johnnys durch El Moros Schergen sieht der Gutste aus wie nach einem relaxten Saunagang)

Liebe:

3/10 (aber keiner der männlichen Protagonisten möchte ehelichen...)

Splatter:

0/10 (muahahaha... nochmals diesen "Genuss" und meine Fernbedienung "splattert")

 

 

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