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Lola Colt... Sie spuckt dem Teufel ins Gesicht

Info

OT: 
Lola Colt - Faccia a Faccia con El Diablo

Jahr: I 1967
R: Siro Marcellini
B: Siro Marcellini, Luigi Angelo, Lamberto Antonelli
K: Giuseppe la Torre
M: Ubaldo Continiello
D: Lola Falana, Pietro Martellanza (“Peter Martell”), German Cobos, Tom Felleghy

Quelle: VHS (Toppic)

 

Inhalt

Eine Kutschladung Tanzmäuse macht Zwangsstation im lauschigen Grenznest Santa Anna, weil eine der Tänzerinnen (Dada Gallotti – was für ein Name, liebe Freunde) recht malade ist. Doch nicht nur gibt es keinen Arzt im Ort, auch schlägt den Hupfdohlen die geballte Abneigung der frömmelnden Bevölkerung, speziell der weiblichen Geschlechts, entgegen. Glücklicherweise erbarmt sich der Saloonbesitzer Hunter und lässt die Mädels gegen Kost und Logis bei sich auftreten. Zudem gibt es noch den schnieken Rod (Pietro Martellanza) , ehemaliger Medizinstudent, der den Ladies vorerst nur medizinisch nähertritt. Könnte also alles so schön sein, wenn, ja wenn nicht der Bandit El Diablo (German Cobos) mit seinem Mob den Ort tyrannisieren würde: Diablo nämlich macht seinem putzigen bürgerlichen Namen Larry Stink alle Ehre, denn der Stinker erpresst von der Stadt „Steuern“. Bei Zahlungsunfähigkeit nimmt er ein paar unglückliche Dörfler als Geiseln, die er auf sein versteckt gelegenes Landgut verschleppt und unter die Radieschen verlegt, wenn man sich seinen Anweisungen widersetzt. Lola (Lola Falana), die oberste Tanzmaus, sprüht nur so von Ideen, um dem lüsternen El Diablo das Handwerk zu legen, doch den eingeschüchterten Dörflern fehlt dazu der Arsch in der Hose. So müssen die Banditen erst einen kleinen Jungen (Enzo Santaniello) erschießen, bis Lolas Appelle auf fruchtbareren Boden fallen. Trotz ihrer eigentlich pazifistischen Grundhaltung stellt sie sich an die Spitze einer Bürgerarmee, um Diablo auszuräuchern und die Geiseln zu befreien.

Zitate

Slim: „Entschuldigen Sie: Wir brauchen dringend einen Doktor. Wir haben eine Kranke.“ – Dörfler: „Einen Arzt brauchen wir selber, aber hier hält sich keiner … die Luft ist zu bleihaltig.“

Bandit: „Die Männer waren von Don Rodriguez“ (Tom Felleghy). – Diablo: „Jetzt wagen schon die Spießer aufzumucken.“

Die Kritik des Gunslingers:

Der einzige Punkt, der diesen müden Italo aus dem schlechten Spaghetti-Durchschnitt hervorblinzeln lässt, ist die Tatsache, dass mit der wirklich verdammt hübschen Lola Falana eine Frau die Hauptrolle bekleidet. Ansonsten genügt das Werk kaum dem Standard. Während German Cobos noch einen durchaus passablen Schurken abgibt und Tom Felleghy seine Sache als lethargischer Grande ebenfalls ordentlich macht, verharren die Leistungen des Rests eher im Minus-Bereich. Glücklicherweise richtet Pietro Martellanza, obwohl im Cast an zweiter Stelle genannt, mit seiner Nebenrolle als verhinderter Dottore und Lolas Love-Interest keinen zusätzlichen Schaden an. Enzo Santaniello, hier in der Rolle des kleinen unglücklichen Pablito, wurde im Jahr darauf deutlich spektakulärer umgelegt: In „Spiel mir das Lied vom Tod“ gibt er den McBain-Sohn, den Henry „Don’t call me Frank“ Fonda in einer denkwürdigen Szene eindampft.
Noch ein Wort zum Score: Während das Hauptthema und seine Ableitungen ein durchaus netter, trompetendominierter Trauermarsch mit Akustik- und E-Gitarren-Würze bildet, ist der Rest, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Da gibt’s Easy-Listening mit Orgel, Flöte und Gitarre und natürlich die drei Songs, die Lola Falana im Saloon darbietet, die die Bandbreite vom groovigen Uptempo-Soul über Blues bis zum Gospel abdecken. Höchst unpassend, aber auch nicht wirklich übel.

Rating: $$+

Bodycount:

ca. 30

Explizite Brutalitäten:

  • El Diablos Leute sprengen zwei gekreuzigte Geiseln mit Dynamit
  • Rods Eltern kriegen von Diablo eine Lektion in Sachen verschärfte Fragetechniken

Liebe:

Rod lässt die puritanische Gewitterziege Rose (Erna Schürer) zugunsten der feschen Lola stehen: 2/10

Splatter:

1/10

 

 

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