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Man nennt mich Halleluja

Info

OT: 
Testa t'ammazzo, Croce... sei morto... Mi chiamano Alleluja
AT:

Trimm dich fit – Nimm Dynamit (Super8)

Jahr: I 1971
R: Giuliano Carnimeo ("Anthony Ascott")
B: Tito Carpi
K: Stelvio Massi
M: Stelvio Cipriani
D: Jorge Hill (“George Hilton”), Charles Southwood, Agata Flori, Roberto Camardiel, Frederico Boido

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Mexiko zu Zeiten der Revolution. General Ramirez (Roberto Camardiel) ist mal wieder auf der Suche nach neuen Einnahmemöglichkeiten; seine Kriegskasse ist durch den andauernden Feldzug und die ewigen Gelage seiner Truppe ziemlich ausgedünnt und die Bataillone Kaiser Maximilians machen ihm gehörig den Hintern heiß.
Nur allzu gern erinnert er sich da an seinen alten Freund und Kupferstecher Halleluja (George Hilton), eines der größten und profitgierigsten Schlitzohren des Westens und mit einem vielfältigen Arsenal an technischen Unmöglichkeiten gesegnet. Nachdem dieser Ramirez gegen Bares, versteht sich, vor den Läufen eines Ösi-Erschießungs-Pelotons gerettet hat, soll er gegen Gewinnbeteiligung helfen, einen sagenhaften Juwelenschatz der Österreicher abzustauben. Gesagt, getan: Halleluja jagt die Klunker einer Rutsche Banditen ab, die im Auftrag des Waffenschiebers Krantz (Andrea Bosic) agieren. Doch leider stellen sich die Preziosen als billige Kopien heraus. Hinter dem echten Schmuck sind zudem nicht nur Österreicher und Mexikaner her sowie Krantz und Halleluja, sondern auch die höchst zweifelhafte Ordensschwester Anna (Agata Flori) und Alexej, ein russischer Zarenspross (Charles Southwood) mit kräftig Dreck am Stecken.

Zitate

„Ich sollte nicht soviel Kreuzstich nähen, dann bekommt sie Sodbrennen.“ (Hallelujas „Nähmaschine“ hat Ladehemmung)

„Du bist ab heute Leutnant!“ – „Aber General, ich bin doch schon Hauptmann!“ – „Was soll’s: Dann bist du eben Oberst.“ (Die Revolution legt Grundsteine zu steilen Karrieren ....)

„Besorgen Sie einen Arzt!“ – „Der ist tot: Den haben Sie heute morgen aufhängen lassen!“ – „So eine Sauerei!“ (... aber auch zu dramatischen Fallhöhen)

„Ihr Wort ist so viel wert wie eine Morgenmesse im Puff.“ (Halleluja zu Krantz)

Die Kritik des Sargnagels:

Mit dem SpencerHill-Klassiker „Vier Fäuste für ein Halleluja“ bürgerte sich der Ausdruck christlichen Jauchzens als Markenzeichen der spaßigen Spaghetti-Fraktion ein. Nach einigen erfolgreichen Sartana-Streifen mit Gianni Garko drehte Carnimeo noch etwas weiter an der Humor-Schraube, entwickelte daraufhin den klangvollen Charakter ´Halleluja´ und manifestierte damit endgültig seine humoristische Ausrichtung. Mit noch mehr Wassern gewaschen und einem loseren Mundwerk gesegnet als sein Vorgänger schlüpfte der ebenfalls Carnimeo-erprobte Uruguayo Jorge Hill in die Rolle des gewieften Zockers im Priesterkittel und schaffte damit wohl den endgültigen Durchbruch im Spaghetti-Genre.
Handwerklich stimmt wieder alles; Stelvio Massi liefert gewohnt schräge Bilder, schöne Unschärfe-Blenden und tolle Kontraste zwischen Detailaufnahmen und Totalen. Die Action ist stimmig und auf den Punkt, das Gunplay vom Feinsten. Leichen pflastern auch Hallelujas Weg, vor allem dank einer Nähmaschine Marke Seliger, die zur Gatling-Gun umfunktioniert wurde. Der Nachfolger „Beichtet Freunde, Halleluja kommt“ geriet um einiges gelinder, dafür wurde nochmals der Humor-Faktor potenziert.

Die Kritik des Gunslingers:

Im Vergleich zum deutlich schwächeren Nachbrenner "Beichtet Freunde...", zünden Carnimeo und Hill hier eine solide Spaßgranate. Sämtliche Darsteller sind mit Eifer bei der Sache und machen diese gut. Selbst Rüpel vom Dienst wie Frederico Boido entdecken ihre humoristische Ader, und Luciano Rossi macht uns wieder den Kinski. Der in diesen Klamaukschinken darstellerisch chronisch unterforderte Jorge Hill führt uns lässig seine unterschiedlichen Gimmicks vor und darf ein paar trockene Sprüche ablassen. Als Klischee-Revoluzzer glänzt Roberto Camardiel, der verbrannte Erde hinterlässt.
Technisch ist der Streifen, wie bei Carnimeo gewohnt, eh’ auf der Höh’: Massi spendiert uns auch mal eine subjektive Kamera, und der Cipriani-Score ist ordentlich aufgemotzt mit Fuzz-Gitarren, Streicherbombast, Trompeten, Orgel, Spinett, Flöten und Kirchenglocken.

Rating: $$$$ (SN) / $$$+ (GS)

Bodycount:

nach ca. 50 Umgemähten bereits in der Öffnungssequenz das Zählen abgebrochen

Explizite Brutalitäten:

  • Halleluja versetzt die Suppe der Banditen mit einem starken Abführmittel. Farrrrz!
  • Die Gangster foltern Schwester Anna mit Willie, ihrem giftigen Skorpion, damit sie das Versteck der echten Juwelen ausspuckt
  • Aus demselben Grund verpassen Ramirez’ Leute Alexej einen Schwedentrunk mit Wasser („Der General hatte doch ausdrücklich angeordnet, nur 50 Liter.“). Na denn, Prost!

Liebe:

Geld regiert ... Eben, daher: 0/10

Splatter:

3/10

Spezialitäten:

  • Halleluja setzt unter anderm eine schussstarke Nähmaschine, Tränengas, Mini-Sprengladungen und Abführmittel ein
  • Schwester Anna besitzt ein Taschenmorsegerät
  • Fürst Alexej vertraut auf seine armierte Balalaika und einen Vorrat an Miniatur-Dolchen

 

 

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