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Mann mit der Kugelpeitsche, Der

Info

OT: 
Il mio Nome è Shanghai-Joe
AT:
Mezzogiorno di Fuoco per Han-Hao (I)
Knochenbrecher im Wilden Westen
Karate Jack
Western Jack
Mein Name ist Karate Jack
Karate Jack – ich bin euer Richter
Karate Jack - ich bin euer Henker

Jahr: I 1973
R: Mario Caiano
B: Mario Caiano, Carlo Alfieri, Fabrizio Triffone Trecca
K: Guglielmo Mancori
M: Bruno Nicolai
D: Chen Lee, Piero Lulli, Carla Romanelli, Klaus Kinski

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Der Chinese Han Hao (Chen Lee), schon bald überall bekannt als „Karate Jack“, landet als Glücksritter in San Francisco. Mit den üblichen Jobs seiner Landsleute, will sagen in Wäschereien, Büglereien oder Restaurants, hat Jack nichts am Hut. Ihn zieht’s nach Texas, um dort als Cowboy zu arbeiten. Doch der Westen ist rauh, und offene Arme sind was anderes, daher muss Jack diversem rassistischen Gesocks kräftig Mores lehren. Dank seiner Kampfkunst und seiner Kugelpeitsche, einem Spezial-Jo-Jo, das anstelle einer Rolle am Ende eine Stahlkugel besitzt, eilt ihm bald ein untadeliger Ruf voraus. Weswegen ihn auch der Viehbaron Spencer (Piero Lulli) einstellt.
Leider geht Spencer einem üblen Nebenerwerb nach: dem Schmuggel und Verkauf von mexikanischen Sklavenarbeitern. Der gerechtigkeitsliebende Jack haut also direttamente wieder in den Sack, den Spencers aufs Haupt und schlägt sich auf die Seite der Entrechteten. Da steht er allein auf weiter Flur, denn selbstredend sind die Behörden gekauft. Dazu hat der wutschnaubende Spencer vier üble Gestalten (Claudio Undari, Gordon Mitchell, Giacomo Ross-Stuart, Klaus Kinski) auf den verhassten „Gelben“ angesetzt, die sich 5.000 Dollar Kopfgeld verdienen wollen.

Zitate

„Endlich haben wir die Indianer vom Hals, und was ist? Scheiße! Jetzt schwirren die gelben Heuschrecken durchs Land.“ (Jack erfährt in Texas Gastfreundschaft und Offenheit)

„Das Amerika, was ich suche, finde ich erst, wenn Kreaturen wie du verfault sind.“ (Jack zu Spencer)

„Scheiß dir nicht auf den Schwanz, Doktorchen: Ich bin auf den Zopf des Chinesen scharf.“ (Skalp-Jack)

Die Kritik des Gunslingers:

Wer hier angesichts des Entstehungsjahrs oder dem deutschen Titel eine weitere Western-Komödie erwartet, wird wohltuend überrascht. Routinier Mario Caiano, dessen Arbeiten ich im übrigen gerne vergustiere, inszenierte eine zum Teil knallharte, rauhe und gelungene Mixtur aus Italowestern und Martial Arts, gelegentlich allerdings mit Augenzwinkern. Der Crossover funktionierte prächtig an der Kinokasse und liess eine handvoll Epigonen foigen, so z.B. das Pseudo-Sequel "Zwei durch dick und dünn" - hier allerdings nicht mehr von Caiano inszeniert - oder der alberne "In meiner Wut wieg ich vier Zentner" von Margheriti.
Die Brutalitäten sind in der Tat nicht von schlechten Eltern und ließen den Gunslinger einmal mehr über die FSK-Freigabepolitik nachdenken. (Genre-)Stars wie Klaus Kinski, Claudio Undari oder Gordon Mitchell ließen hier dem unbekannten Chen Lee den Vortritt und begnügten sich selbst mit kleinen, aber exquisiten Nebenrollen als eigenwillige Sado-Killer unterschiedlichster Ausprägung. Piero Lulli kann mal wieder richtig schön rumsauen, und auch der Rest des Ensembles besteht zum größten Teil aus bewährten Stammkräften.
Wie bei Caiano üblich, gibt’s an der Umsetzung mal wieder nichts zu mosern. Der Score von Bruno Nicolai ist phasenweise klasse: Trompeten, Gitarren, Flöten und sparsamer Chorgesang vereinigen sich zu einem schönen Titelthema, weiters spendiert der Meister noch einige Orgel-Splitter.

Rating: $$$$-

Bodycount:

ca. 15 Mexikaner, 9 Gringos, 1 Chinese

Explizite Brutalitäten:

  • Spencers Leute knipsen ohne zu zögern eine Rutsche Sklavenarbeiter ab, als sie einer Militärpatrouille in die Hände zu fallen drohen
  • Jack kriegt von den Spencers eine kräftige Abreibung und muss gegen einen riesigen Kampfstier antreten
  • Ein unter einem Galgen auf einem Fass balancierender Mexikaner wird von Spencer und seiner Gefolgschaft als Zielscheibe benutzt und zerlegt („Die Archilles-Sehne ist doch ein schönes Ziel“)
  • Jack drückt das Gesicht von Pedro dem Kannibalen (Undari) in kochendes Reiswasser
  • Tricky (Rossi-Stewart) verliert seine Augen im wahrsten Sinne an Jack
  • Skalp Jack (Kinski) entlockt mit Hilfe seines gut bestückten Sortiments diverser Schneid-Werkzeuge dem Doc (Dante Maggio) scheibchenweise das Versteck Karate Jacks
  • S-J verpult K-J diverse Kugeln, bevor er ihn zwecks haartechnischer Nachbehandlung anpflockt.

Liebe:

Die Mexikanerin Cristina (Carla Romanelli) hat sich in die hübschen Augen von Karate-Jack verguckt, umgekehrt eher weniger. Na gut: 1/10

Splatter:

Nicht schlecht, Frau Specht: 5/10

Spezialitäten:

Neben seiner „Kugelpeitsche“ besitzt Jack fundierte Kenntnisse in Kung-Fu sowie Akupunktur. Letztere sind seeeehr nützlich für Operationen am eigenen Körper.

 

 

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