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Mannaja - Das Beil des Todes

Info

OT: 
Mannaja

Jahr: I 1977
R: Sergio Martino
B: Sergio Martino, Sauro Scavolini
K: Frederico Zanni
M: Guido & Maurizio de Angelis
D: Maurizio Merli, John Steiner, Sonja Jeannine, Philippe Leroy, Martine Brochard

Quelle: DVD

 

Inhalt

Kopfgeldjäger Jim Martin (Maurizio Merli), nur bekannt als „Mannaja“, das „Wurfbeil“, kommt in den verschlammten Weiler Suttonville, um hier seine letzte Beute, den Ganoven Burt Craven (Donald O’Brien), zu versilbern. Doch außer Schlamm und Schwefeldämpfen aus der nahen Silbermine ist nichts zu holen in dem elenden Nest, das unter sittenstrenger Kontrolle des Minenbesitzers McGowan (Philippe Leroy) steht. Also lässt Mannaja Craven laufen und dient sich McGowan, mit dem er zudem noch eine persönliche alte Rechnung zu begleichen hat, für zwei Riesen am Tag als Sicherheitsexperte an. Der Minenchef ist nämlich wirtschaftlich in raues Fahrwassergeraten, seit seine Silbertransporte regelmäßig durch Banditen gerippt werden und der Geschäftspartner ob der ausbleibenden Lieferungen kein Silber mehr abnehmen will. Doch McGowan verlässt sich lieber auf die Dienste seines Schlägers George Voller (John Steiner) und dessen Truppe. Letzteren macht sich Mannaja endgültig zum Feind, als sich Voller nach ein wenig Haue im Straßenschlamm wälzen muss wie ein Schwein in der Suhle und sich dabei den schnieken Umhang ruiniert. Inzwischen hat McGowan den Kaffee auf: Zermürbt durch die ewigen Banditenüberfälle, hinter denen natürlich Voller steckt, will er aufgeben. Doch dann entführt Voller seines Chefs geliebte Tochter Debra (Sonja Jeannine), was diesem endlich die Augen öffnet über seinen sauberen Vertrauten. Nun soll Mannaja die Kohlen aus dem Feuer holen, der seinen Preis allerdings inzwischen auf 100 Riesen hochgeschraubt hat. Aber Mannaja macht den Fehler, die Situation völlig falsch einzuschätzen, was ihm fast Leben und Augenlicht kostet. Dank Burt Craven, der sich für die Freilassung revanchiert, springt er dem Tod noch mal von der Schippe, und er bereitet sich auf die finale Begegnung mit Voller vor.

Zitate

Craven: „Du lässt mich laufen?“ – Mannaja: „Wenn ich Geld brauche, fange ich dich wieder ein.“

„Eines können Sie sich nicht kaufen. Etwas, was Sie nie besessen haben: Menschlichkeit.“ (Mannaja zu McGowan)

Voller: „Werfen Sie den Revolver weg!“ – Mannaja: „Hören Sie, Voller, soll ich auch noch meine Hose ausziehen?“

Die Kritik des Gunslingers:

Wow, was für ein Beginn: Burt Craven flieht zu Fuß vor dem berittenen Mannaja durch nebeldurchwehte Sumpflandschaften. Zeitlupen und elektronisch verstärkte, leicht verfremdete Geräusche erhöhen das Mystische dieser Szenerie. Am Ende – ZACK – ist Burt um eine Hand ärmer und Mannaja um einen prämienträchtigen Gefangenen reicher. „Mannaja“ lehnt sich atmosphärisch klar an „Django“ und vor allem an den 1976 entstandenen „Keoma - Melodie des Sterbens“ an. Selbst der Vokalscore, wieder durch die Brüder de Angelis, gemahnt stark an den Vorgänger. Die Atmosphäre ist trübe und lichtlos: Die Menschen schuften wie bezahlte Sklaven in der schwefeldampfdurchwaberten Silbermine des ebenfalls freudlosen und dazu kranken Despoten, den bald ein noch Schlimmerer beerben wird. Selbst die Lust auf Rache vergeht Mannaja in diesem Jammertal, in dem Tod schon fast Erlösung bedeutet. Leider verlangsamt der Nebenplot um die Tanztruppe mit eingeklinkter Semi-Liebesgeschichte den Rhythmus für mein Dafürhalten zu stark. Allerdings ist er wiederum gut für eine besonders gelungene Szene, in der ein Massaker an Postkutschenpassagieren gegengeschnitten ist mit einer Tanzvorführung im Saloon.
Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank gut: Besonders imponiert haben mir Philippe Leroy als ausgebrannter Despot McGowan sowie John Steiner als sardonischer Voller. Unserer Lieblingsschnauz Maurizio Merli gibt im Rahmen seiner Möglichkeiten eine ebenfalls gute Vorstellung. In kleinen Nebenrollen sind unter anderem auch Veteranen wie Nello Pazzafini und Rik Battaglia zu sehen. Ebenfalls zu erwähnen ist die tolle Fotografie von Frederico Zanni. Für Maurizio Merli blieb dies der einzige Ausflug ins Western-Genre.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 70, 2 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Beim Überfall auf die Postkutsche killen Vollers Leute alle Passagiere: „Zeugen können reden“, sind dabei aber leider nicht ganz gründlich
  • McGowan lässt die Tanzmädels zur Strafe für ihren liederlichen Lebenswandel öffentlich auspeitschen
  • Mannaja kriegt von Vollers Leuten Dresche und wird mit fixierten Augen, bis zum Hals eingebuddelt, der Sonne zum Brutzeln überlassen
  • Voller ersticht Mannajas kurzzeitiges Love Interest Angela (Martine Brochard)

Liebe:

Zwischen Tanzmaus Angela und Mannaja könnte was gehen, tut es aber nicht: 0/10

Splatter:

3/10

 

 

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