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Rechnung zahlt der Bounty-Killer, Die

Info

OT: 
La Morte sull’ alta Collina
AT:
Sin Aliento (SP)
Der Tod droben auf dem Hügel

Jahr: I/SP 1969
R:
Fernando Cerchio
B:
Eduardo Manzanos Broschero, Lorenzo Gicca Palli, José Mallorqui
K:
Julio Ortas
M:
Luis Enriquez Bacalov
D:
Karl Hirenbach (“Peter Lee Lawrence”), Luis Davila, Tano Cimarosa, Agnes Spaak

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Mr. Braddock (Antonio Gradoli) ist nicht nur Besitzer der örtlichen Bierschwemme, sondern verdient sich ein erklecklich’ Zubrot mit dem Rippen von Geldtransporten. Tipps hierzu bekommt er aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen, sprich der Armee, die Drecksarbeit machen dann die mexikanischen „Revolutionäre“ von General Valiente (Tano Cimarosa).
Eines Tages nun fliegt der leichtlebige Loring Vanderfelde („Peter Lee Lawrence“) mal wieder zuhause raus, weil sein Lebenswandel – Billiardspielen und mit dem Revolver rumballern – seinem streng religiösen Alten nicht passt. Vanderfelde treibt sich also wieder mal in einem Saloon rum, als Valientes Mexe im Auftrag Braddocks die örtliche Bank klarmachen. Zusammen mit einem dort ebenfalls offensichtlich zufällig abhängenden Fremden, der sich später als Francis Parker (Luis Davila) vorstellt, jagt er den Mexikanern den Zaster ab, immerhin 300.000 Dollars.
Anstatt das Moos brav wieder abzuliefern, beschließen die Beiden, auf eigene Rechnung zu arbeiten und verstecken die Pennunzen, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Doch Braddock und Valiente, deren Reisigenschar sich bleibedingt mittlerweile merklich gelichtet hat, lassen selbstredend nichts unversucht, die erlittene Schlappe wieder auszubügeln. Und Parker hat außerdem Pläne, die weiterreichen als bis zum nächsten, schnell verdienten Dollar.

Zitate

Parker: „Ehrlichkeit wird manchmal belohnt, Unehrlichkeit dagegen immer.“

Valiente: „Ich habe die ganze Nacht überlegt; mir tut noch der Schädel weh.“ (Erstaunlich, wenn man das Ergebnis der Überlegungen berücksichtigt ;-))

Die Kritik des Gunslingers:

Fernando Cerchio hatte sich seit den 30er-Jahren als Experimental- und vor allem Dokumentarfilmer profiliert. Mit diesem, seinem einzigen Genre-Beitrag und gleichzeitig letzten Film, lieferte er ein höchst durchschnittliches Ergebnis ab: solide gemacht, doch völlig uninspiriert.
Der Streifen leidet zum einen deutlich daran, dass er sich selbst nicht ernst nimmt und immer wieder Comedy-Elemente einflicht, die nicht lustig, dafür aber in höchstem Maße lächerlich sind. Herhalten müssen dafür zumeist die Mexikaner, die eher an eine Truppe von Schießbudenfiguren gemahnen denn an „ordentliche“ Banditen. Die zeichnet der Film doof wie zwei Pack Toastbrot: Wenn zum Beispiel die Gringo-Auftraggeber ihren mexikanischen Schergen einen Coup anhand von Kinderzeichnungen erklären müssen, ist das schlichtweg peinlich. Zudem fehlen Tano Cimarosa komplett Ausstrahlung und latente Gefährlichkeit, die meinetwegen Fernando Sancho oder auch José Bodalo bei all’ ihrer aufgeblasenen Operettenhaftigkeit immer verströmen. Cimarosa hingegen ist der leicht unterbelichtete Kumpel von nebenan, der in Fantasieuniform über einen Haufen Vollpfosten gebietet. Zweitens wird gerade mal in einer kurzen Dialogsequenz angedeutet, dass auch Braddock nach Verlust des Zasters Druck kriegt, und zwar von seinem Verbindungsmann in der Armee: Hätte der Film dies weiterverfolgt und den Humorregler deutlich runtergefahren, wäre wohl mehr drin gewesen.
Einmal mehr erfreut uns allerdings der Argentinier Luis Davila mit einer so entspannten und glaubwürdigen Performance, während für mich Karl Hirenbach die positive Überraschung des Films ist. Das eher leichte Fach scheint mehr seinen Fähigkeiten zu entsprechen als das Ausfüllen dramatischer oder zerrissener Charaktere. Im Hintergrund registrieren wir mit dem guten alten Nello Pazzafini oder auch Francisco Brana dankbar bewährtes Nebenrollen-Personal.
So gut wie die Kameraarbeit von Julio Ortas wieder ist, so schwach präsentiert sich diesmal der Score von Bacalov, der mit Flöten, rhythmischem Hufgetrappel und dem hin und wieder angerissenen Cucaracha-Thema eher in den Comedy-Bereich gepasst hätte.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 12 Gringos, ca. 36 Mexikaner

Explizite Brutalitäten:

General Valiente versucht, das Geldversteck aus Loring rausprügeln zu lassen

Liebe:

Komplette Fehlanzeige, es sei denn man zählt Geschwisterliebe dazu ;-): 0/10

Splatter:

2/10

 

 

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