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Info

OT: 
Se incontri Sartana prega per la tua Morte
AT:

Sartana (F)
If you meet Sartana, pray for your death (USA)

Jahr: I/D/F 1968
R: Gianfranco Parolini (“Frank Kramer”)
B: Adolfo Cagnacchi, Luigi de Santis, Werner Hauff
K: Sandro Mancori
M: Piero Piccioni
D: Gianni Garko, William Berger, Sydney Chaplin, Franco Pesce, Fernando Sancho

Quelle: VHS (Ufa), TV (mdr)

 

Inhalt

In dem Städtchen mit dem nachgerade erfrischenden Namen Goldspring kochen einige Honoratioren ein umso trüberes Süppchen. Die Bankiers Hallman (Gianni Rizzo) und Stewal (Sydney Chaplin) haben eine Masse Gold beiseite geschafft und im Sarg des frisch verstorbenen Bürgermeisters deponiert. Mit im Spiel sind noch Evelyn (Heidi Fischer), Ehefrau Hallmans, und die Bürgermeisters-Witwe Jane (Maria Pia Conte), beides Stewals Betthäsinnen, was die Sache nicht vereinfacht. Um den Diebstahl zu tarnen, schicken die Schlitzohren eine Kiste voller Steine als Goldtransport auf Reisen und lassen diese von Banditen des selbsternannten „Generals“ Tampico (Fernando Sancho) rauben. Um diese wiederum zu beseitigen, engagieren sie Lasky (William Berger) und seine Halsabschneider, der anschließend seine eigenen Männer mittels Gatling-Gun zur Hölle schickt, um die Steine verschwinden zu lassen. Alles läuft nach Plan: Das Gold ist unbemerkt vereinnahmt, um demnächst mit der Leiche des Bürgermeisters aus Goldspring abtransportiert zu werden, und zusätzlich wartet man auf die Entschädigungssumme der Versicherung. Doch dann taucht Sartana (Gianni Garko) in der Stadt auf, ein mit dem siebten Sinn gesegneter, schwarz gewandeter Revolverschwinger, der offensichtlich über den Plan Bescheid weiß und für sich selbst den Rahm abschöpfen will. Leider hat auch er noch keinen Dunst, wo das Gold versteckt ist. Und auch General Tampico ist wieder im Spiel, goldgierig und zudem stinkesauer ob des Verlusts seiner Männer. Durch geschicktes Streuen von Infomationen an und Unterdrucksetzen von einzelnen beteiligten Interessenten treibt Sartana die Heerschar der Goldgierigen zu wechselnden Bündnissen und vor allem zu Fehlern. Außerdem perlen sämtliche Beseitigungsversuche an ihm ab, wie der Mittelstrahl vom Urinal. So dünnt sich die Riege der Mitspieler zunehmend aus, zumal sich besonders Evelyn als Könnerin erweist, Gier und Geilheit ihrer Partner zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Zitate

Bandit: „Du siehst wie eine Vogelscheuche aus.“ – Sartana: „Ich bin aber euer Totengräber.“

Dusty (Franco Pesce): „Du hast mir immer noch nicht gesagt, wer du bist.“ – Sartana „Ich bin auch ein Totengräber … der Spitzenklasse.“

Die Kritik des Gunslingers:

Dieser Film ist die eigentliche „Geburt“ des Sartana-Charakters, denn der zwei Jahre eher entstandene „Sartana“ von Alberto Cardone hatte die Figur deutlich anders angelegt. Sartana ist ähnlich wie der später ebenfalls durch Parolini ins Leben gerufene, in dieser Hinsicht noch extremere Sabata etlicher technischer Tricks und Taschenspielereien mächtig, die ihm immer wieder das Leben retten. Die allgemeine Lesart, Sartana in einen übernatürlichen Kontext zu stellen, bis hin, ihn als Geistwesen zu betrachten, teile ich allerdings nicht.
Sartana reiht sich aber ein in die Riege geschichts- und zukunftsloser Revolvermänner, wobei ihn im Gegensatz zu den anderen etwas Mysteriöses umgibt, symbolisiert durch den stets aufkommenden Wind, wenn er erscheint. Öfters scheint er auch aus dem Nichts aufzutauchen: In der Anfangssequenz steht er beispielsweise auf einmal hinter einem Banditengrüppchen, das ihn nicht bemerkt, bis er bewusst auf einen kleinen Zweig tritt. Dann legt er sie um, ohne lange zu fackeln.
Er erscheint völlig gefühllos und ausschließlich auf die Verbesserung seiner monetären Verhältnisse bedacht. Hier interessieren ihn weder Hintergründe noch Sühne des vorangegangenen Verbrechens. Es geht nur um angemessene Beteiligung am Profit, sprich: um die gesamte Beute. Im Gegensatz zu den weiteren Teilen des Sartana-Serials, verantwortet von Giuliano Carnimeo, ist der Parolini-Beitrag vergleichsweise ernsthaft. Dazu kommen die klasse Kameraführung von Sandro Mancori und gute schauspielerische Bemühungen, die die leider etwas kiesgrubige Atmo – der Film entstand um Rom – und den arg kryptisch geratenen Plot kompensieren.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 45 Gringos, ca. 30 Mexikaner, 3 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Lasky legt seine eigenen Leute um, um das Verschwinden des Goldes zu vertuschen, die wiederum vorher eine Mexikaner-Bande ohne viel Federlesens gekillt haben, welche anfangs die Passagiere einer Postkutsche gnadenlos verbleiten, um an das „Gold“ zu kommen. Alles klar?
  • Tampikos Männer schlagen Lasky zusammen, um von ihm das Versteck des Goldes zu erfragen
  • Fernando Sanchos Minipli

Liebe:

Die Liebe zu Gold: 8/10

Splatter

2/10

Spezialitäten

  • Sartana besitzt eine vierläufige Spezialpistole, deren Trommel die vier Spielkartenfarben ziert
  • Sartana hat den siebten Sinn, der ihm zusammen mit seiner Findigkeit eins ums andere Mal das Leben rettet
  • Eine Metallplakette vorne im Hut bewahrt ihn vor Laskys Kugel, der seinen Gegnern immer in die Stirn schießt: Remineszenz an „Für eine Handvoll Dollar“
  • Lasky führt sich nur hinter seiner mobilen Gatling richtig wohl: Reminiszenz an „Django“

 

 

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