Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Schuss zuviel, Ein

Info

OT: 
Dos Hombres van a morir
AT:
Ringo, il Cavaliere solitario (I)

Jahr: SP/I 1969
R:
Rafael Romero (Marchent)
B:
Mario Caiano
K:
Emanuele di Cola
M:
Francesco de Masi
D:
Piero Lulli, Pietro Martellanza (“Peter Martell”), Armando Calvo, Paolo Herzl

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Der wirtschaftliche Aufschwung erfasst nach dem Bürgerkrieg die gesamten Vereinigten Staaten. Nur ein kleines Örtchen in Missouri namens Springfield bleibt vom Boom verschont. Grund sind die Aktivitäten der Gangsterbande von Bill Anderson (Armando Calvo), die mit Bank- und Kutschüberfällen prächtig über die Runden kommt. Zumal sie Unterstützung durch einen örtlichen Honoratioren bekommt, der die Tunichtgute vor Nachstellungen des Sheriffs schützt und die Banditengelder mittels mexikanischer Mittelsleute wäscht, um dabei einen prächtigen Schnitt zu machen.
Aus unterschiedlicher Motivation heften sich der Kopfgeldjäger Dan Samuelson (Piero Lulli) und der ehemalige Yankeeoffizier Alan Brighton (Pietro Martellanza) erst unabhängig voneinander, bald darauf aber zusammen, an die Rockschöße der Andersons. Denen wird jetzt der Boden zu heiß: Die Gang seilt sich nach Colorado ab, wo sie eine Mormonenfarm übernimmt, nachdem sie den rechtmäßigen Eignern einen Trip ins Paradies beschert hat.
Doch Samuelson und Brighton haben Witterung aufgenommen und die falschen Mormonen rasch durchschaut. Sie statten der Farm ihren Antrittsbesuch ab, den nur wenige überleben.

Zitate:

Alan: „Mein Vater ist gestorben, ohne mir zu verzeihen.“ – Dan: „Ist er im Krieg gestorben?“ – Alan: „Unionssoldaten haben ihn gehängt: Er hat gern in Bäumen gesessen und Nordstaatler abgeknallt.“

„Würdest du ab und zu deinen Kopf benutzen, könntest du Banditenchef sein wie ich und kein Volltrottel.“ (Bill zu Zach, seiner rechten Hand)

Die Kritik des Gunslingers:

Gerade noch durchschnittlicher Western von Rafael Romero Marchent, der schon im Ansatz den Fehler macht, eine der Hauptrollen mit Pietro Martellanza zu besetzen. Dieser ist zwar ein durchaus angenehmer Sidekick, aber mit tragenden Teilen mangels Ausstrahlung und Talent sichtbar überfordert. Piero Lulli macht seine Sache, diesmal nicht auf der Schurken-Seite, gewohnt souverän, und auch Armando Calvo als hasenfüßiger Banditenboss geht in Ordnung. Leider ist Rafael nicht mit dem Talent seines älteren Bruders Joaquin (z.B. „Todesmarsch der Bestien“, "Die letzte Kugel traf den Besten") gesegnet. So fehlen dem Film generell Tempo und Spannung, so dass selbst Höhepunkte wie das brutale Massaker an den Mormonen eher schlaff und unbeteiligt inszeniert sind. Noch schlimmer ist allerdings, dass der dramatische Twist zum Ende ihm kraftlos verweht wie ein dünnes Fürzchen im herbstlichen Orkan.
Immerhin hat Francesco de Masi mit seinem Score einmal mehr meine Wellenlinie getroffen: Trompeten, Gitarren, Orchester und Bluesharp summieren sich zu einem schönen Titelthema.

Rating: $$$-

Bodycount:

ca. 25 Gringos, 1 Mexikaner

Explizite Brutalitäten:

  • Andersons Leute schlagen zwei Gefangene zusammen, die sie als Pinkerton-Detektive verdächtigen
  • Ein paar Einwohner verpassen Brighton eine Abreibung, weil sie ihn der Zusammenarbeit mit Anderson verdächtigen
  • Die Gangster legen kaltblütig einen Mormonentrupp um

Liebe:

Jungbandit Michael aka „Kid“ (Paolo Herzl) liebt Lucie („Dianik“ aka Dyanik Zurakowska), Töchterchen aus guter Gesellschaft. Leider heimlich: 1/10

 

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien