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Stetson - Drei Halunken erster Klasse

Info

OT:
Il Bianco, il Giallo, il Nero
AT:

Le Blanc, le Jaune et le Noir (F)
El Bianco, el Amarillo y el Negro (Sp)
The White, the Yellow, and the Black (US/GB)

Jahr: I/Sp/F 1975
R: Sergio Corbucci
B: Sergio Corbucci
K: Luis Cuadrado
M: M. & G. de Angelis
D: Eli Wallach, Tomas Milian, Giuliano Gemma, Manuel de Blas, Dan van Husen

Quelle: TV (Kabel1)

 

Inhalt

Hoher Besuch in Wild West: Der japanische Samurai Yamoto samt kaiserlichem Pony Shin Mei zuckelt per Bahn durch die Weiten der Prärie. Im Gefolge befindet sich auch der devote Hilfsknecht Sakura (Tomas Milian), bekennender Hobby-Schwertmeister ohne Hirn. Da Shin Mei einen unbezahlbaren ideellen Wert besitzt, wird der Zossen auch umgehend Opfer einer Entführung, bei der Yamoto nicht nur die Waffen strecken muss, sondern auch noch alle Fünfe von sich. Die "Pferdenapper" verlangen nun eine Mio. Dollars in bar von den Japanern; soviel Schande erträgt Sakura natürlich nicht und fühlt sich verpflichtet, seinen Herrn zu rächen und Shin Mei wieder zu erlangen. Das Vertrauen in den verhinderten Pferdeflüsterer hält sich beim japanischen Botschafter allerdings in Grenzen, und so stellt dieser ihm den unbestechlichen Sheriff Gideon (Eli Wallach) zur Seite, der das Lösegeld übergeben soll.
Bei soviel Zaster lässt sich auch der umtriebige Ganove Stetson (Guiliano Gemma), seines Zeichens Schweizer Staatsbürger und notorischer Abzocker, nicht lumpen und heftet sich an die Fersen des ungleichen Duos, in der Hoffnung, später selbst alleine den Rahm abschöpfen zu können. Zu dritt machen sie sich auf den Weg, die "Schindmähre" (Gideons Übersetzung von "Shin Mei") auszulösen und erleben dabei so manche überraschende Wendung der Geschichte...

Die Kritik des Sargnagels:

"Stetson" ist der letzte Western des großen Corbucci, leider konnte er mit der Klammotte nicht mehr an seine besten Pferdeopern anknüpfen. Corbuccis großes (und wahrscheinlich einziges) Manko schlägt hier voll durch: seine Schludrigkeit, wenn er die Lust verloren hat. Die Handlung ist etwas fahrig, Episödchen reiht sich an Episödchen, ohne den großen Spannungsbogen zu schlagen. Dennoch ... Corbucci konnte erstens keine absolut grottigen Streifen drehen, zweitens hat er hierfür ein hochkarätiges Ensemble beisammen, das offensichtlich Spass am Blödeln hatte, siehe z.B. die Tanzszene im Tuntenfummel. Gemma grinst sich dauerhaft ´nen Wolf, Eli reizt seine komödiantischen Fähigkeiten aus, und selbst Tomas Milian (kaum wieder zu erkennen) gefällt sich scheinbar in seiner asiatischen Maskerade. Die Drei retten den Streifen definitiv, und auch die ganzen Anspielungen aufs Genre (die Kohle wird natürlich auf dem Friedhof verscharrt, Gemma zieht einen Sarg durch die Wüste etc.) sorgen für Laune. So mancher Gag zündet wirklich am Zwerchfell, grandios wie Gideons Frau zu Beginn ca. 20 Italowestern-Titel in ihrer Hasstirade verwurstet ( "Seht ihn euch an: er ist Ringo, er ist Django... ist er nicht zum Kotzen, euer Papi?" ).
Fazit: alles andere als ein Meilenstein in Sergios Schaffen, aber gegenüber der "Konkurrenz" gesehen immer noch guter Durchschnitt für eine Spaghetti-Komödie.

Rating: $$$+

Liebe:

0/10 (Tja, wo die Liebe hinfällt... bei Gideon leider vor 30 Jahren zur Falschen ;-))

 

 

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