Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Stinkende Dollar

Info

OT: 
Le due Facce del Dollaro
AT:

Poker d’As pour Django (F)
Django – sein Colt singt sechs Strophen

Jahr: I/F 1967
R: Roberto B. Montero
B: Alberto Silvestri, Franco Venucci
K: Stelvio Massi
M: Giosafat & Mario Capuano
D: Jacques Herlin, Maurice Poli (“Monty Greenwood”), Gérard (“Gerhard”) Herter, Gabriella Giorgelli

Quelle: VHS (VMP)

 

Inhalt

Nach außen hin ist der „Mathematiker“ (Jacques Herlin) ein gutmütiger Spinner, der in schöner Regelmäßigkeit bei der örtlichen Bank vorstellig wird, um die Ausbeute seiner Goldsuchbemühungen auf dem Tresen auszuleeren: Sand. Doch ist dies alles Teil seines minutiös ausgetüftelten Plans, mit dem er an die Goldvorräte von Fort Henderson gelangen möchte. In Henderson laufen einmal im Monat die Erträge aus den umliegenden Goldminen auf. Da er den Coup alleine nicht stemmen kann, scharrt er eine kleine Mannschaft um sich, deren Mitglieder sich untereinander und den Gesamtplan nicht kennen. Da wäre einmal „Colonel“ Blackgrave (Gérard „Gerhard“ Herter), ein wegen Mordes unehrenhaft entlassener Ex-Offizier ohne Moral. Nächster im Bunde ist Django (Maurice Poli), ein skrupelloser Gunslinger, unter anderem dafür zuständig, Mitbewerber um den Goldschatz auszuschalten. Schließlich ist noch Janet (Gabriella Giorgelli) mit von der Partie, einem schnellen Dollar nicht abgeneigt und mit besten Kontakten ins Fort. Unabhängig voneinander und mithilfe unterschiedlicher Charaden gelangen die Glücksritter ins Fort, wo sie den Raub wie geplant durchziehen. Dann allerdings durchkreuzt die Gier aller Beteiligten, die keine Loyalität kennt, sämtliche weiteren Pläne.

Zitate

„Ich habe ein Faible für schnell verdientes Gold.“ (Colonel Blackgrave gibt die Marschrichtug vor)

„Handarbeit ist für Schweine wie dich gemacht.“ (Blackgrave bescheidet Django, die Goldsäcke umzupacken)

Die Kritik des Gunslingers:

Wir latschen ja nicht ungern durch den Morast filmischer Exkremente. Wie schön ist es dann trotzdem, ab und an mal eine vielleicht vergessene Perle zu entdecken. Nun, dies ist so eine, Freunde. Ein als Western daherkommender Heist-Film, in dem der so perfekt ausgetüftelte Plan an der menschlichen Unzulänglichkeit scheitert. Gold ist halt ein sehr brüchiger Kit zwischenmenschlicher Beziehungen. Erst liefert der „Mathematiker“ bereits direkt nach dem Coup seine weibliche Komplizin kaltschnäuzig an die Armee aus, dann versucht er, seine Komplizen zu bescheißen, die ihrerseits auf der Jagd nach dem Goldstaub keine Verwandten kennen. Kein Verlass ist auch auf die Soldaten, denn die Uniform schützt nicht vor der übersteigerten Liebe nach dem Edelmetall und wenn man eine Horde Banditen engagieren muss, um in seinen Beitz zu gelangen.
Die Schauspieler sind durch die Bank gut aufgelegt, und die Atmo ist entsprechend düster. Es gibt etliche richtig gut gelungene Szenen, wie den Mord mit Ansage, den Colonel Blackgrave an der Besatzung einer Militärkutsche begeht. Aus alter Soldatenehre heraus gewährt er dem mitreisenden Offizier (Andrea Bosic) die Gunst eines klassischen Duells. Der Score der Capuanos ist gut gelungen: Trompeten, Flöten, Percussion, Gitarren und Harp, mit einem tollen Trompetenthema in gerade beschriebener Duellszene.
Der Regisseur ist Vater von Mario Bianchi, der mit „Sing mir das Lied der Rache“ einen sehr mittelprächtigen Genrebeitrag ablieferte und sich ansonsten eher dort tummelte, wo der Austausch von Körpersäften wesentlich ist. Ihr versteht, was ich meine.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 20 Gringos, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

nada

Liebe:

0/10

Splatter

0/10

Spezialitäten

Um die armierte Decke des Tresorraums aufzubekommen, setzt Colonel Blackgrave eine Art Säure ein


 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien