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Tod sagt Amen, Der

Info

OT: 
Arizona si scateno … e li fece fuori tutti
AT:
Arizona vuelve (SP)
An den Galgen, Hombre

Jahr: I/SP 1970
R:
Sergio Martino (“Martin Dolman”)
B:
Ernesto Gastaldi, Joaquin Romero Fernandez
K:
Miguel F. Mila
M:
Bruno Nicolai
D:
Antonio de Teffè (“Anthony Steffen”), Aldo Sambrell, Rosalba Neri, Roberto Camardiel

Quelle: DVD (Koch). Danke fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Was ist der Unterschied zwischen einem riesigen Haufen Pferdescheiße und dem Gunslinger Arizona Colt (Antonio de Teffè)? Keiner, liebe Gemeinde: Dank einer falschen Zeugenaussage ist der Gutste nämlich unschuldig auf einem wohl dotierten Steckbrief gelandet, so dass ihn jetzt die Kopfgeldjäger umschwirren als gäbe es kein Morgen. Womit wir also wieder beim Scheißhaufen wären.
Ein weiteres Problem für Arizona und seinen trinkfesten Kumpel „Zwei Flaschen Whiskey“ (Roberto Camardiel): Der Mex-Bandit Chico (Aldo Sambrell) ist aus dem Knast ausgebüxt und will sich nun ein paar Jungs vorknöpfen. Zum einen natürlich Arizona und zweitens den stinkreichen mexikanischen Rancher Moreno (José Manuel Martin). Während Arizona erstmal Knast und Hanging-Party zu überstehen hat, überfällt Chicos Mob Morenos Hacienda und schnappt sich eine Ladung Gold sowie des Ranchers Töchterchen Paloma (Rosalba Neri).
Nachdem Arizona sämtliche Unbilden überwunden hat, lässt er sich von Moreno für fünzig Große engagieren, Tochter und Gold zurück zu bringen. Beflügelnd wirkt auch, dass Chico den guten Zwei Flaschen in seine Gewalt gebracht und einer heftigen Mex-Sonderbehandlung unterzogen hat. Leider hat Paloma inzwischen die Seiten gewechselt, was dem Arizona nicht gut bekommt, ihn aber letztlich zu einer gewissen Härte gegen die mexikanischen Spitzbuben animiert.

Zitate

„Wer nicht säuft, kann kein gesunder Mensch sein. Ich saufe seit meiner Geburt, und bin deshalb nie krank gewesen.“ (Zwei Flaschen verrät seine Lebens-Maxime)

Arizona: „Sag mir deinen Namen.“ – Bussard (Gildo di Marco): „Man nennt mich Bussard.“ – Zwei Flaschen: „Bussard … Dabei sieht er aus wie ein Arsch.“

Arizona: „Versprich kein Gold, Chico … versprich lieber Särge.“ (Arizonas Kommentar, nachdem Chico einen Bonus auf den Kopf des verhassten Feindes ausgesetzt hat)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit diesem ursprünglich als Sequel zu "Arizona Colt" gedachten Streifen debütierte der gelernte Doku-Filmer Sergio Martino nicht nur im Genre, sondern generell im Spielfilm. Zwar haben Martino und sein Team ihre Hausaufgaben gemacht, was die technische Ausführung betrifft, doch in Sachen Story ist noch eine Menge, nun ja, Luft nach oben. Letztlich scheitert Martino daran, die verschiedenen Handlungselemente zu einem Gesamtwerk zu schmieden. So wirkt det Janze etwas unausgegoren und sprunghaft. Schauspielerisch sticht vor allem Oberschurke Aldo Sambrell hervor, für den Luis Barboo mit seiner Narbenvisage und Raf Baldasarre die passenden Assistenten abgeben. Roberto Camardiel ist für die Comedy verantwortlich, macht dies auch sehr gut, während de Teffès Gesicht in Stellung „miesepetrig“ eingefroren bleibt. Den Neri-Charakter, die Frau mit Hang zur dunklen Seite der Macht, hat Martino später in seinem zweiten Italo „Mannaja“ noch einmal aufgegriffen. Die Kameraarbeit des erfahrenen Miguel Mila ist sehr gut, während mich der Nicolai-Score diesmal nicht so richtig mitriss: sehr gitarrenlastíg, mal akustisch, mal durch den Verzerrer gejagt, etwas Whistling und dezenter Chor-Einsatz. Unangebracht ist die zum Teil prollig-doofe deutsche Synchro.
Ich möchte den Film insgesamt als im Ganzen unterhaltsame Standardware bezeichnen, der eine gesunde Härte gegen die zu der Zeit überhand nehmenden SW-Komödien behauptet: Der übellaunige Steffen hat demnach auch keine Probleme damit, den Banditen kaltschnäuzig in den Rücken zu ballern. Recht so. Am Ende ist’s dann fast so was wie das Hohelied auf echte Männerfreundschaft gegen den Flattervogel „Liebe“.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 50 Gringos und Mexicanos, 4 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Chicos Bandidos misshandeln Zwei Flaschen, um durch Hiebe und mehr an Arizonas Aufenthaltsort zu kommen
  • Nachdem Gangmitglied Bussard Zwei Flaschen zur Flucht verholfen hat, kriegt er sein Fett durch die (Ex-)Kumpane
  • Die Mexe verhauen Arizona, damit der das Goldversteck ausspuckt

Liebe:

Saloon-Mitinhaberin Sheila (Marcella Michelangeli) liebt Arizona, doch der hat schon einen Stock im Arsch; Pamela hält’s dagegen mit Chico: insgesamt 1/10

Splatter:

3/10

 

 

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