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Zwei Trottel im Wilden Westen

kein Trailer vorhanden

Info

OT:
I due Figli dei Trinità
AT:

Die Söhne der Dreieinigkeit
Verflixt Halleluja

Jahr: I 1972
R: Osvaldo Civirani („Richard Kean“)
B: Osvaldo Civirani
K: Walter Civirani
M: Sante Maria Romitelli
D: Franco Franchi, Ciccio Ingrassia, Franco Ressel, Lucretia Love

Quelle: VHS (UFA)

 

Inhalt

Die Brüder Franco (Franco Franchi) und Ciccio (Ciccio Ingrassi) betreiben mitten in der Pampa eine Service-Station inklusive Imbiss, Abtritt, Hafertankstelle, Pferdewaschanlage und Revolverkugel-Automaten. Da der Laden brummt, sind Begehrlichkeiten geweckt, so dass eines Tages die des Weges kommende Calamity Jane (Anna Degli Umberti) den Brüdern in höchster Not beistehen muss, als ein gewalttätiges Gaunerpärchen sich der Kasse bemächtigen will. Jane, die sich als Tante von Franco und Ciccio entpuppt, hat ein hölzernes Amulett im Marschgepäck: der Lageplan eines Schatzes, den Papa kurz vor seinem gewaltsamen Ableben irgendwo verscharrt hat. Während Tantchen nun mit eiserner Hand die Raste kommissarisch weiterführt, machen sich die Brüder auf Schatzsuche. Das bleibt nicht unverborgen, und bald kleben der Spieler Armstrong (Franco Ressel) und sein Liebchen Lola (Lucretia Love: scheint kein Pseudonym zu sein ;-)) an den Rockschößen der Schatzjäger.

Zitate

Ciccio: „Ich werde meinen Vater rächen!“ – Franco: „Meinen auch?“ – C: „Idiot! Ist doch derselbe.“

Die Kritik des Gunslingers:

Was die Ami-Komiker William Abbott und Lou Costello in den 40er- und 50er-Jahren recht erfolgreich praktizierten, griffen die Italiener Franco Franchi und Ciccio Ingrassia rund zehn Jahre später auf: Man kalauerte sich durch unzählige aktuelle Vorbilder und Kassenknüller aller Filmgenres. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch der Italowestern vorübergehend in den Fokus der rührigen Comedians rückte. „Zwei Trottel im Wilden Westen“ ist dabei bereits der Vorletzte einer ganzen Reihe von Franco-und-Ciccio-Western-Verarschungen.
Im ersten Drittel lässt man eine lose Slapstick-Abfolge über sich ergehen, die lediglich durch den Ort des Geschehens so etwas wie eine inhaltliche Klammer erfährt: Da erhält etwa Sartana (Pietro Torrisi) auf dem Rasthaus-Donnerbalken eine Jauchedusche oder Ringo (Bruno Arié), der ein neues Reittier benötigt, wird mit Esel und Autohupe zu seinem Shootout nach Yuma entlassen. Es schließt sich die Schatzsuche an, die immerhin einem roten Faden folgt, bis am Ende eine gewaltige Prügelei mit den Banditen des Chinesen Chin Chin Chan (Angelo Susani) den Zuschauer entlässt. Das ist alles nur mäßig unterhaltsam, weil die Gagdichte zu niedrig ist und das Grimassieren insbesondere von Franchi auf die Dauer ermüdet. Immerhin: gute Kameraarbeit.

Rating: $$$-

Bodycount:

Niente

Explizite Brutalitäten:

Chin Chin Chan lässt Franco und Ciccio eine Abreibung verpassen. Die Anleitung für die Art der Prügel zieht der Bandit aus einem Buch von Konfuzius, dass er parallel dazu konsultiert.

Spezialitäten:

Der „Rasthof“ enthält einige besondere Features:

  • die per ausrangiertem Hochrad angetriebene Pferdewaschanlage
  • der Revolverkugel-Automat, der analog zu den Kaugummiautomaten der 70er funktioniert
  • die Hafertankstelle, die an zwei „Zapfsäulen“ die Sorten „Super“ und „Normal“ vorhält

 zudem

  • beherrscht Franco die aus einschlägigen TV-Shows bekannten Karten-Zaubertricks, was Armstrong zur Weißglut treibt. Er ist außerdem so schnell mit dem Colt, wie einst Nobody, der in der Saloon-Szene zitiert wird.

 

 

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